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Sozialdezernat

Initiative 0 % Jugendarbeitslosigkeit

Sozialdezernent
Ignaz Wetzel
Tel.: 07541 204-5311
Fax: 07541 204-7311
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Was bisher erreicht wurde

Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, Strukturen für ein regionales Übergangsmanagement aufzubauen, um jungen Menschen einen reibungslosen und rechtzeitigen Übergang in Ausbildungs- oder Arbeitsstellen zu ermöglichen.

Um heute und in Zukunft Jugendlichen eine Eintrittskarte ins Berufsleben mitgeben zu können, sind verlässliche Partner gefragt. Unter Koordination des Landratsamts Bodenseekreis hat die Initiative hierfür Partner aus Schulen, Wirtschaft, Politik, Bildung, Verwaltung und bürgerschaftlichem Engagement gewonnen.

Im Kern unterstützt die Initiative „Null Prozent Jugendarbeitslosigkeit – gerade hier!“ den Übergang Schule-Beruf während der Schulzeit mit Projekten zur Förderung der Berufsorientierung, der Ausbildungsreife und der Berufswahlkompetenz in Haupt- und Förderschulen. Beispielsweise hat die Initiative  bei der Realisierung des Projekts „Schülerfirmen“ an der Förderschule Janusz-Korczak in Überlingen unterstützend mitgewirkt. Durch praktisches Lernen unter Marktbedingungen sollen Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Lernmotivation gefördert, schulische Leistungen verbessert sowie Schülerinnen und Schüler auf die Berufsausbildung vorbereitet werden.

Nach Beendigung der Schulzeit wird der Blick auf die Schnittstelle zu den Ausbildungsbetrieben gerichtet. Unternehmen im gesamten Bodenseekreis unterstützten das Projekt von Anfang an und haben schnell erkannt, dass auch sie von der umfassenden Betreuung der Jugendlichen profitieren. So konnte die Initiative „Null Prozent Jugendarbeitslosigkeit – gerade hier!“ Modellprojekte mit ZF und MTU auf den Weg bringen. Beispielsweise geben Auszubildende in den Schulen Tipps zum Berufsstart und Schüler erleben die Arbeit in einer Lehrlingswerkstatt.

Auch die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer sind Partner und unterstützten eine Aktion der Initiative und der Agentur für Arbeit, bei der junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ihr Forum in der Tageszeitung „SÜDKURIER“ bekamen. Fünf Jugendliche wurden in einer Serie vorgestellt. Sie berichteten von ihrem bisherigen Lebenslauf und ihrem Berufswunsch und im Rahmen der Aktion meldeten sich zwei Firmen, die eine freie Ausbildungsstelle zu besetzen hatten.

Akteure der Wirtschaft geben ihre Erfahrungen aber auch im Rahmen des Bürgerschaftlichen Engagements, zum Beispiel in Service-Clubs, an benachteiligte Jugendliche weiter. Im Projekt „Erfolgreicher Übergang Schule – Beruf“ in Anlehnung an die Initiative des Landkreises übernehmen beispielsweise Mitglieder des Rotary Club Markdorf Patenschaften für benachteiligte Hauptschüler der 8. und 9. Klasse und geben Hilfestellung außerhalb und innerhalb von Familie und Schule.

Die Initiative kann auf einen langen, erfolgreichen Weg zurückblicken, der an den verschiedenen Stationen des Übergangs Schule-Beruf ansetzt und den es weiterzuverfolgen gilt. Denn mittlerweile hat der Bodenseekreis mit die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland, was uns auf unserem Weg bestätigt.

„Hier wird Wirtschaftsförderung in einzigartiger Weise betrieben, denn im Fokus aller Bemühungen stehen die Jugendlichen des Bodenseekreises und um sie zu unterstützen und ihnen beim Einstieg in das Berufsleben zu helfen wurde ein umfassendes Netzwerk aus Verwaltung, Wirtschaft und Politik geschaffen, das höchsten Respekt verdient“, so Landrat Lothar Wölfle. Er ist sehr beeindruckt, was sich aus der anfänglichen Idee heraus alles entwickelt hat.