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Arbeitslose im September 2013 (SGB II)

Im Monat September 2013 waren 32 Jugendliche im SGB II-Bezug (nach Definition) arbeitslos.
 
Im Vormonat waren 34 Jugendliche arbeitslos.
Arbeitslosenquote: 0,2% 

Zahlen & Definitionen

In Deutschland sind vor allem die Jugendlichen die großen Verlierer auf dem Arbeitsmarkt. So waren im Dezember 2006 (Berufsbildungsbericht 2007) 415.015 Arbeitslose unter 25 Jahre alt. Noch einmal so viele dürften in Maßnahmen sein. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt die tatsächliche Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland bei 15 Prozent - fast doppelt so hoch wie bei den Erwachsenen.

Die aktuellen Statistiken ("Aktueller Report für Kreise und kreisfreie Städte") zum Arbeitslosengeld I und II im Bodenseekreis und den anderen deutschen Landkreisen können Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit ansehen und herunterladen.

Begriffsdefinitionen

Arbeitslose, die Arbeitslosengeld erhalten und nicht hilfebedürftig sind, sowie Arbeitslose, die keinen rechtsanspruch auf Arbeitslosengeld haben, werden dem Rechtskreis SGB III zugeordnet.

Zum Rechtskreis SGB II gehören die Arbeitslosen, die Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitssuchende beziehen.

Die nachfolgenden Definitionen finden Sie u. a. auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit.

"arbeitslos"

Arbeitslose sind nach § 16 Abs. 2 SGB III Personen, die wie beim Anspruch auf Arbeitslosengeld

  • vorübergehend nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten,
  • eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und
  • dabei den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen und
  • sich bei einer Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben. 

In § 16 Abs. 2 ist ferner geregelt, dass Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos gelten. Nicht als arbeitslos zählen demnach insbesondere Personen, die

  • mehr als zeitlich geringfügig erwerbstätig sind (mindestens 15 Stunden pro Woche),
  • nicht arbeiten dürfen oder können,
  • ihre Verfügbarkeit einschränken,
  • das 65. Lebensjahr vollendet haben,
  • sich als Nichtleistungsempfänger länger als drei Monate nicht mehr bei der zuständigen Agentur für Arbeit gemeldet haben,
  • arbeitsunfähig erkrankt sind,
  • Schüler, Studenten und Schulabgänger, die nur eine Ausbildungsstelle suchen sowie
  • arbeitserlaubnispflichtige Ausländer und deren Familienangehörigen sowie Asylbewerber ohne Leistungsbezug, wenn ihnen der Arbeitsmarkt verschlossen ist.

"arbeitssuchend"

Arbeitsuchende sind nach § 15 SGB III Personen, die eine Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen.

Der Begriff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich zu den arbeitslosen Arbeitsuchenden auch die nicht arbeitslosen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung suchen, auch wenn sie bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden.

Im Personenkreis der Berechtigten nach dem SGB II sind dies insbesondere die voll erwerbstätigen Arbeitnehmer, die wegen geringen Einkommens einen Aufstockungsbetrag nach SGB II erhalten. Diese müssen sich grundsätzlich für die Aufnahme von besser bezahlten Tätigkeiten zur Verfügung stellen.

"beschäftigungslos"

Personen, die eine weniger als 15 Wochenstunden umfassende Beschäftigung ausüben.

"Bedarfsgemeinschaft"

Zur einer Bedarfsgemeinschaft gehören nach  § 7 Abs. 3 SGB II

  • erwerbsfähige Hilfebedürftige,
     
  • die im Haushalt lebenden Eltern oder ein im Haushalt lebender Elternteil eines unverheirateten, erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,
     
  • als Partner der hilfebedürftigen Person
    1. der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,
    2. der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,
    3. eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen,  
  • die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder von den in den Nummern 1. bis 3. genannten Personen, wenn die Kinder das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen sichern können.

"erwerbsfähiger Leistungsberechtigter" (ELB)

Personen, die

  1. das 15. Lebensjahr vollendet und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  2. erwerbsfähig sind,
  3. hilfebedürftig sind und
  4. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben.

Erwerbsfähig ist, wer mehr als mindestens drei Stunden täglich arbeiten kann, § 8 SGB II. Es kommt auf die üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes an.

Leistungsberechtigt ist, wer seinen Lebensunterhalt, seine Eingliederung in Arbeit und den Lebensunterhalt der mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, (...) sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen erhält (§ 9 SGB II).