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„Realisierte Utopien“ von Diether F. Domes jetzt in Langenargen

Mittwoch 19.04.2017

Am Sonntag (23. April 2017) wird um 11:30 Uhr im Langenargener Schloss Montfort die Ausstellung „Diether F. Domes – Realisierte Utopien. Das Werk 1960 bis 2016.“ feierlich eröffnet. Langenargen ist die zweite Station dieser Werkschau des im Oktober 2016 verstorbenen „Meisters der Linie“, wie Domes oft genannt wird. Zuvor war die Schau schon in der Galerie Bodenseekreis in Meersburg zu sehen. Erarbeitet wurde sie vom Kulturamt des Bodenseekreises unter der Leitung von Dr. Stefan Feucht sowie von Dr. Ulrike Niederhofer, die am Sonntag auch in die Ausstellung einführen werden. Sie wird dann bis zum 15. Oktober im Museum Langenargen am Marktplatz 20 zu sehen sein. Sie ist dienstags bis sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt drei Euro.

Die Ausstellung mit rund 80 Exponaten zeigt einen Querschnitt des Schaffens von Diether F. Domes, dessen Markenzeichen die Linie war. Er selbst sagte, die Linie sei die Voraussetzung des Sehens, sie lasse Räume entstehen, sie schaffe Utopien. In weit über tausend Arbeiten mit unterschiedlichen Techniken und Materialien hat Diether F. Domes seine ganz eigenen Utopien realisiert. National und international bekannt wurde er vor allem durch seine Glasfenster und die Gestaltung sakraler Räume, etwa in der Dresdner Frauenkirche.

Unter den gezeigten Werken befinden sich frühe Arbeiten aus seinen Anfangsjahren, teils aus der Zeit des Kunststudiums in Kassel und Karlsruhe, aber auch noch nie gezeigte Werke aus seiner ersten Zeit am Bodensee. Diese Arbeiten überraschen durch ihre Farbigkeit und den Umgang mit Fläche. Neben Ausschnitten aus dem zeichnerischen Werk und den Klangzeichnungen werden auch Überarbeitungen von Fotografien, Bespiele für Kunst im öffentlichen und sakralen Raum sowie großformatige Arbeiten gezeigt.

Seit 1967 lebte Diether F. Domes am Bodensee. Mit Langenargen, insbesondere mit dem Museum Langenargen und seinem langjährigen Leiter Professor Eduard Hindelang, war Domes eng verbunden. In Langenargen selbst sind mehrere Arbeiten von ihm im öffentlichen Raum präsent, so zum Beispiel etwa eine Bushaltestelle oder eine Transformatorenstation.

Die ausgestellten Werke stammen aus dem Nachlass des Künstlers und aus der Sammlung des Bodenseekreises. Ein besonderes Highlight ist ein von Diether F. Domes gestaltetes Parament aus der Dresdener Frauenkirche, das die „Stiftung Frauenkirche“ an den Bodensee entliehen hat.


Das Wichtigste in Kürze:

Titel: Diether F. Domes – Realisierte Utopien. Das Werk 1960 bis 2016
Laufzeit: 23. April bis 15. Oktober 2017
Museum Langenargen
Marktplatz 20
88085 Langenargen/Bodensee

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und feiertags, 11 – 17 Uhr

Eintritt inklusive Dauerausstellung:
Erwachsene 4 Euro / ermäßigt 3 Euro
Freier Eintritt mit Gästekarte und Bodensee-Erlebniskarte

Führung: jeden Mittwoch, 15.00 Uhr und nach Vereinbarung

Informationen: Museum Langenargen,
Tel.: 07543-3410, E-Mail: info(at)museum-langeargen.de,
www.museum-langenargen.de

Vernissage Sonntag 23. April 2017, um 11.30 Uhr, Schloss „Montfort“

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog „Diether F. Domes – Realisierte Utopien. Das Werk 1960 bis 2016“, 152 Seiten, Preis: 17 Euro.

 

Bildinfo: Dieter F. Domes 2012 in der von ihm gestalteten Bushaltestelle in Langenargen.
Foto: Familie Domes