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Umweltschutzamt


Jutta Schadt
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Verbrennen pflanzlicher Abfälle

Kompostieren statt Verbrennen

Bis heute ist es – besonders alljährlich im Frühling und im Herbst – ein vertrautes, wenn auch nicht immer ein beliebtes Bild in Eigenheim- und Kleingartenanlagen: rauchende und stinkende Gartenfeuer mit dem die Reste der letzte Strauchschnittaktion entsorgt werden, oder auch schon mal die eine oder andere Apfelkiste vom letzen Umzug.

Verbrennen pflanzlicher Abfälle im Garten ist sowohl aus abfallwirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll. Zum einen sind die Grünabfälle verwertbar, denn durch Kompostierung und Verwertung des Kompostes können die enthaltenen Nährstoffe wieder genutzt werden.

Ökologische Gartenbewirtschaftung beinhaltet, dass pflanzliche Abfälle kompostiert werden.

Kann die Verwertung von pflanzlichen Abfällen im eigenen Garten nicht stattfinden, müssen diese dem Landkreis überlassen werden.

Diese sind laut Abfallwirtschaftssatzung zur Abfuhr bereitzustellen, oder können auch direkt zum nächsten Recyclinghof/Deponie gebracht werden.

Letztendlich werden durch das Verbrennen in nicht unerheblichem Maß Kleintiere getötet, die sich in den aufgeschichteten Grünschnitthaufen sehr schnell "einnisten".

Wenn dennoch pflanzliche Abfälle verbrannt werden, welche Vorschriften sind zu beachten?

Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist in der Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen geregelt.

Diese Verordnung gilt nicht für Abfälle, die dem beseitigungspflichtigen Landkreis zu überlassen sind. Somit dürfen pflanzliche Abfälle, die in Privatgärten (z.B. Hausgarten, Schrebergarten, etc.) anfallen, nicht verbrannt werden.

Die Verordnung erlaubt nur in sehr eingeschränktem Umfang dieses Verbrennen. Das Verbrennen dieser Abfälle ist nur zulässig, 

  • wenn diese auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen und
  • nur im Außenbereich und
  • nur auf dem Grundstück, auf dem die Abfälle angefallen sind und
  • wenn die pflanzlichen Abfälle nicht in den Boden eingearbeitet werden können

Beim Verbrennungsvorgang sind Mindestabstände (100 m von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, 50 m von Gebäuden und Baumbeständen) einzuhalten und allgemeine Grundsätze zu beachten. So darf durch Rauchentwicklung keine Verkehrsbehinderungen und keine erheblichen Belästigungen entstehen. Die Abfälle müssen so trocken sein, dass die Rauchentwicklung möglichst gering bleibt.

Doch nicht alles was zulässig ist, erfreut auch die Nachbarn:
Je nach Wetterlage führt das Verbrennen pflanzlicher Abfälle zu mehr oder weniger starken Rauch- und Geruchsbelästigungen. Erhebliche Belästigungen werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass die Gemeinde und Feuerwehr zu informieren ist, falls solch eine Verbrennung stattfinden soll.

Weitere Informationen finden Sie bei der zentralen Vorschriftenstelle des Landes Baden-Württemberg (ZVS)