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Umweltschutzamt


Wolfgang Schmidberger
Zimmer: B 104
Tel.: 07541 204-5368
Fax.: 07541 204-7368
wolfgang.schmidberger(at)bodenseekreis.de

Gebäude
Albrechtstraße 67 (B)

Streuobst

Aktuelles - Landratsamt fördert Landschaftsgehölze und Weidebäume


Esskastanie, Speierling, Feldahorn, Linde und Co. bereichern das Streuobstförderprogramm des Bodenseekreises. Das Landratsamt stellt hierfür separate Anträge zur Verfügung. Antragsfrist für dieses Jahr ist der 30. September 2014.

Zu Bäumen hatte der Mensch immer schon ein besonderes Verhältnis.

In unserer Kulturlandschaft prägen, beleben und gliedern Gehölze die Landschaft. Sie markieren als vertikale Elemente den Verlauf von Wegen, Grenzen und Gewässern und machen die Landschaft so ablesbar. Unter großen Bäumen ließ man sich bei der Feldarbeit zum Vesper nieder, oder man genoss diese einfach nur als wohltuende Schattenspender. Leider ist heute ein Großteil dieser Zeugen früherer Landeskultur verschwunden.

Viele dieser Bäume mussten weichen, weil sie einer maschinengerechten Bewirtschaftung im Wege standen oder ihr Schatten vermeintlich den Ertrag schmälerte. Dabei sind es gerade die Einzelbäume und kleinen Alleen, die ein unverwechselbares Landschaftsbild zeichnen und auch für die Biotopvernetzung wichtige ökologische Funktion erfüllen. Für Weidevieh sind diese Schattenspender auch heute noch unverzichtbar. Und so mancher Wanderer und Radtourist erfreut sich einer kurzen Rast im Schatten eines Baumes.

Ob entlang von Wegen und Grenzen, Gräben und Bächen, Feldkreuzen und Kapellen, Kuppen und Aussichtspunkten, wie auch in Viehweiden und in Streuobstgärten: Möglichkeiten zur Pflanzung solcher Gehölze gibt es genügend.

Gerade die traditionellen Streuobstgärten verschwinden immer mehr. Neben der Umwandlung zu Intensivkulturen ist es oft der Pflege- und Erhaltungsaufwand dieser alten Kulturform, der nicht mehr geleistet werden kann. Mit dem gewohnten Landschaftsbild gehen damit auch wertvolle Lebensräume verloren.

Mit der Förderung bietet das Landratsamt eine Alternative zu Obsthochstämmen an. Gegenstand der Förderung ist die Beschaffung von Baumarten, die nur eine geringe Aufwuchspflege und keinen regelmäßigen Schnitt benötigen.

Analog zum Streuobstprogramm werden die Bäume zentral bestellt und gegen eine Selbstbeteiligung von 10 Euro pro Baum abgegeben.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Pflanzung nicht aus einer Verpflichtung heraus durchzuführen ist, wie zum Beispiel einer festgesetzten Ausgleichsmaßnahme für Eingriffe in die Landschaft.

Das Antragsformular und Info-Blatt ist auf der Seite "Förderungen" (Rubrik: Streuobst-förderprogramm) abrufbar. Der Antrag kann auch bei den Gemeinden, den Bauernverbänden, Maschinenringen, beim Landwirtschaftsamt, Forstamt und beim Umweltschutzamt des Bodenseekreises angefordert oder abgeholt werden.

Für eine fachliche Beratung auch vor Ort stehen die Landespfleger des Umweltschutzamtes zur Verfügung.