Wer kann „Aufstiegs-BAföG“ bekommen?

Mit dem Aufstiegs-BAföG wird die Teilnahme an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung wie zum Beispiel Meister, Techniker, Fachwirt oder Erzieher, altersunabhängig finanziell unterstützt. Man erhält einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt.

Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss und teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für die Entscheidung über die Förderungsleistungen ist die Behörde des Bezirks zuständig, an dem die Teilnehmerin oder der Teilnehmer bei Antragstellung ihren oder seinen Hauptwohnsitz hat. 

Wie sieht die Förderung beim "Aufstiegs-BAföG" aus?

Die Förderung besteht aus 40 % Zuschuss und 60 % Darlehensanspruch auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowohl bei Teilzeit- als auch Vollzeitmaßnahmen.

Bei Vollzeitmaßnahmen kommt je nach Einkommen ein Zuschuss- und Darlehensanteil zum Lebensunterhalt hinzu.

Auch die Materialkosten für ein Meisterstück können bezuschusst werden.

Wie und wann werden die Darlehen gewährt?

Die Darlehen des „Aufstiegs-BAföG“ werden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewährt. Ein unverbindliches Darlehensangebot durch die KfW Bankengruppe in Bonn erhalten die Fortbildungsteilnehmer in der Regel automatisch ca. zwei bis vier Wochen nach Erhalt des jeweiligen Bewilligungsbescheides von der Behörde.

Bei Bestehen der Prüfung und sofern die Förderung nicht wegen Fehlzeiten oder Abbruch zurückgefordert werden muss, können auf Antrag 40 % des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten erlassen werden. Der Antrag auf Teilerlass ist bei der KfW Bankengruppe in Bonn durch Einreichen des Abschlusszeugnisses zu stellen.

Wichtige Informationen zu Fehlzeiten im AFBG (Stand: 01.08.2016)

Es besteht die Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme an der Maßnahme. Diese liegt vor, wenn die Teilnahme an mind. 70 % der Präsenzstunden und bei Fernunterricht oder bei mediengestütztem Unterricht an mind. 70 % der Leistungskontrollen nachgewiesen wird. Regelmäßige Teilnahme an einem Fernlehrgang bedeutet sowohl die regelmäßige Teilnahme an den Präsenzphasen, als auch die Abgabe der zu bearbeitenden Fernlehrbriefe bzw. Einsendeaufgaben, auch wenn dies vom Lehrgangsträger nicht verpflichtend verlangt wird. Sofern die Teilnahme nicht an mind. 70 % der Präsenzstunden und bei Fernunterricht oder bei mediengestütztem Unterricht nicht an mind. 70 % der Leistungskontrollen nachgewiesen wird (d. h. somit Fehlzeiten von mehr als 30 %), wird die komplette Förderung nach dem AFBG zurückgefordert, da dann nicht mehr von einer regelmäßigen Teilnahme an der Fortbildungsmaßnahme ausgegangen wird. 

Abbruch oder Unterbrechung einer Maßnahme aus wichtigem Grund

Der Abbruch oder die Unterbrechung einer Maßnahme aus wichtigem Grund bedürfen der ausdrücklichen Erklärung, die unverzüglich dem Amt vorzulegen ist. Eine Erklärung gegenüber dem Träger ist nicht ausreichend. Unterbleibt eine solche Erklärung oder wird diese erst verspätet vorgelegt, kann die Teilnehmerin bzw. der Teilnehmer sich später nicht mehr auf diesen wichtigen Grund berufen. Schichtarbeit oder betriebliche Gründe (z. B. Arbeitgeber stellt Arbeitnehmer auf Grund der aktuellen Arbeitssituation nicht für die Fortbildung frei) stellen keine Begründung für Fehlzeiten dar.

Längerfristige Erkrankungen sind unverzüglich dem Amt für Ausbildungsförderung mitzuteilen. 

Bis wann muss der Antrag gestellt werden?

Bei Vollzeitmaßnahmen sollte der Antrag vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, denn die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab dem Maßnahmenbeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Der Unterhaltsbeitrag kann nicht rückwirkend geleistet werden. Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum letzten Unterrichtstag der jeweiligen Maßnahme gestellt werden. Empfehlenswert ist eine frühzeitige Antragstellung (ca. 3 Monate vor Lehrgangsbeginn).

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Wo erhalte ich die Unterlagen?

Die nötigen Antragsunterlagen erhalten Sie bei dem für Sie zuständigen Amt für Ausbildungsförderung. In den Monaten Juli, August und September ist mit einer verlängerten Bearbeitungszeit zu rechnen. Weitere wichtige Informationen zum Aufstiegs-BAföG und die Antragsformulare online finden Sie auch unter:
www.aufstiegs-bafoeg.de