Blauzungenkrankheit

Ab dem 18.05.2019 können nur noch geimpfte Tiere aus dem Sperrgebiet verbracht werden. Für Kälber wird es für das Verbringen nur noch folgende zwei Möglichkeiten geben:

  1. Wirksamer Impfschutz der Mutter vor dem Belegen, Biestmilchverabreichung und Tierhaltererklärung.
  2. Wenn der wirksamen Impfschutz erst nach dem Belegen erreicht wurde: Biestmilchverabreichung, Tierhaltererklärung und zusätzlich Blutuntersuchung (PCR).

Die Blauzungenkrankheit (BTV-8) ist in Baden-Württemberg bereits in mehreren Rinderherden ausgebrochen.

Das Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum hat deshalb als notwendige Maßnahme gegen die weitere Verbreitung des Erregers das gesamte Landesgebiet zum Sperrgebiet ernannt. Betroffen sind außerdem das Saarland, Rheinland-Pfalz, Teile von Hessen und von Bayern.

Details zur Lage des Sperrgebiets können in dieser Tabelle eingesehen werden.

Innerhalb von Baden-Württemberg und in andere Sperrgebiete können Rinder, Schafe, Ziegen und Wildwiederkäuer weiterhin frei verbracht werden. Hierfür ist eine Tierhaltererklärung mitzuführen.

Für das Verbringen in andere Gebiete muss unter anderem ein wirksamer Impfschutz vorliegen.

Im Bodenseekreis sind von diesen Restriktionen 456 Rinderhaltungen und 436 Schaf- und Ziegenhalter betroffen.

Um die Weiterverbreitung der Erkrankung wirkungsvoll verhindern zu können, ist es notwendig, dass das Veterinäramt die genauen Standorte der empfänglichen Tiere kennt. Sollten Schafe, Ziegen, Rinder oder Wildwiederkäuer dem Veterinäramt bisher nicht gemeldet worden sein oder stehen sie an bisher nicht gemeldeten Stellen, kann über das unter Formulare eingestellte Muster die Tierhaltung bzw. ein neuer Standort angezeigt werden.

Das Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum rät dringend zur Impfung gegen BTV-8 und BTV-4.

Die für das Verbringen von Tieren notwendigen Erklärungen sind im Kasten "Formulare" eingestellt.

Weitere Informationen können beim Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt Aulendorf eingesehen werden.

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung der Wiederkäuer, die mit Fieber und Ödemen infolge Gefäßschädigungen verbunden sein kann. Ihr Verlauf kann mild bis sehr stark sein und zum Tod der infizierten Tiere führen. Die Übertragung dieser Tierseuche erfolgt ausschließlich über Stechmücken (sog. Gnitzen), nicht von Tier zu Tier. Die Krankheit befällt insbesondere Schafe und zum Teil auch Rinder, aber auch andere Haus- und Wildwiederkäuer. Das Virus ist für den Menschen nicht ansteckend, eine Gesundheitsgefährdung besteht deshalb nicht.

Weitere Informationen können beim Veterinäramt unter der Tel.: 07541 204-5177 erfragt werden.

Allgemeinverfügung zur Blauzungenkrankheit