Corona-Impfung und Kreisimpfzentrum (KIZ)

Aktuelle Situation und neue Infos

Der Bodenseekreis hat aktuell für das Kreisimpfzentrum (KIZ) und die beiden mobilen Impfteams (MIT) pro Woche etwa 2.400 Impfdosen für die Erst- und Zweitimpfungen zur Verfügung. Knapp die Hälfte davon ist für Bewohnerinnen, Bewohner und das Personal von Pflegeheimen sowie für das Personal sensibler Bereiche der Kliniken, den Rettunsdienst und Schwerpunktpraxen vorgesehen. Der andere Teil wird über die landeseinheitliche Terminvergabe entsprechend der Bundes- und Landesvorgaben berechtigten Personen im KIZ angeboten. Wenn wegen geringerem Abruf durch die Pflegeheime oder Kliniken mehr Dosen frei verfügbar sind, werden kurzfristig zusätzliche Termine für das KIZ freigeschaltet. Hierfür hat das KIZ an sechs Tagen in der Woche geöffnet und bietet entsprechend der verfügbaren Impfdosen Termine an.

Aufgrund des nun verfügbaren Impfstoffs des Herstellers Astrazeneca ist der Kreis der impfberechtigten Personen unter 65 Jahren erweitert worden. Siehe unten: Wer kann sich anmelden? Wenn die berufliche Tätigkeit der Grund für die Impfberechtigung ist, soll das offizielle Formular für den Arbeitgebernachweis verwendet werden. Siehe unten: Was ist mitzubringen?

Das Landratsamt erreichen viele Beschwerden über die als umständlich und mühsam empfundene Anmeldemöglichkeit für einen Impftermin. Das technische System hierfür wird landeseinheitlich durch die Kassenärztliche Vereinigung bereitgestellt. Das Landratsamt Bodenseekreis hat auf dessen Funktionalität und Technik leider keinen Einfluss. Es ist auch möglich, sich telefonisch (nicht online) auf einer Warteliste registrieren zu lassen und einen Rückruf bzw. E-Mail zu erhalten, wenn ein Termin frei wird und man an der Reihe ist. Das kann aber einige Wochen dauern und die Meldung kann sehr kurzfristig erfolgen.

Neue Informationen werden immer aktuell auf dieser Webseite sowie über die Presse, Gemeindeblätter und die Facebook-Seite des Landratsamts bekannt gegeben. Besuchen Sie diese Webseite regelmäßig, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wer kann sich anmelden?

Entsprechend der Corona-Impfverordnung (bundesgesundheitsministerium.de), § 2, höchste Priorität, sowie Vorgaben des Sozialministeriums Baden-Württemberg:

Personen ab 80 Jahre sind generell impfberechtigt. Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen erhalten in der Einrichtung ein Impfangebot durch mobile Impfteams, sofern die Einrichtung eine Impfbereitschaft gemeldet hat.

1.

Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind. Zu diesen Einrichtungen gehören:

  • Voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime und Tagespflegen i. S. v. § 71 Abs. 2 und § 41 SB XI)
  • Hospize, soweit sie ältere und pflegebedürftige Personen versorgen
  • Ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf i.S.v. § 2 Abs. 3 und §§ 4 Abs. 2, 5 WTPG („Pflege-WGs“)
  • Gerontopsychiatrische Stationen der Zentren für Psychiatrie BW sowie von Plankrankenhäusern, die über mindestens 200 Planbetten im Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie verfügen und eine gerontopsychiatrische Station vorhalten.
  • Geriatrische Stationen und Einrichtungen
  • Einrichtungen der Kurzzeitpflege i. S. v. § 42 SGB XI

In den vorgenannten Einrichtungen erfolgt die Impfung, mit Ausnahme der letzten beiden Punkte, grundsätzlich aufsuchend durch MIT. Personen, die in den Einrichtungen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind und am Impftermin durch die MIT nicht geimpft wurden, haben (unabhängig vom Alter) bei Nachweis ihrer Impfberechtigung durch die Einrichtung Anspruch auf eine Impfung im Impfzentrum, sofern sie ausreichend mobil sind. Dies gilt ebenso für Kurzzeitpflege-Gäste sowie das Personal geriatrischer Stationen und Einrichtungen, da in diesen Einrichtungen keine Impfung durch Mobile Impfteams erfolgt.

Zu den impfberechtigten Personen, die in den Einrichtungen „tätig sind“ i. S. v. § 2 Absatz 1 Nummer 2 CoronaImpfV, zählen alle direkten Beschäftigten der Einrichtungen (u. a. Pflegepersonal, Hauswirtschaftskräfte, Verwaltungsmitarbeiter, auch Beschäftigte externer Dienstleister wie z. B. Reinigungskräfte). Daneben sind folgende in den Einrichtungen tätige Personen anspruchsberechtigt, sofern sie regelmäßig unmittelbaren Bewohner- bzw. Patienten- und Gästekontakt haben:

  • Haus- und Zahnärzte, weitere Ärzte der genannten Einrichtungen/Stationen
  • Heilmittelerbringer (z. B. Physiotherapeuten, Logopäden, Podologen)
  • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung
  • Seelsorger
  • Betreuungsrichter, Berufsbetreuer
  • Medizinprodukteberater bei der Operationsbegleitung
  • Personal von Hilfsmittel-/Homecare-Diensten und Sanitätshäusern
  • Prüf- und Begutachtungskräfte der Medizinischen Dienste
  • Friseure
  • Weitere Tätige mit unmittelbarem Patientenkontakt (z. B. auch Ehrenamtliche, Personen die bei den Testungen tätig werden)
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mobilen Impfteams
2.

Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben:

  • Pflegepersonal der ambulanten Pflegedienste
  • Weitere Mitarbeitende ambulanter Pflegedienste mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt (z. B. Fahrer)
  • Heilmittelerbringer (z. B. Physiotherapeuten, Logopäden, Podologen), die regelmäßig ambulant aufsuchend die o. g. Personengruppen behandeln
  • Mitarbeitende in der Spezialpflege (z.B. Stoma- oder Wundversorgung)
  • im ambulanten Bereich tätige Prüf- und Begutachtungskräfte der Medizinischen Dienste
3.

Personen, die in medizinischen Einrichtungen mit sehr hohem Expositionsrisiko tätig sind:

  • Ärzte und medizinisches Personal, das in den Bereichen Impfzentren, Rettungsdienst (Kräfte des Rettungsdienstes der Notfallrettung einschließlich Luftrettung und des Krankentransports, Helfer vor Ort/First Responder, Sonderrettungsdienste wie Bergwacht und Wasserrettung, diejenigen, die als Einsatzkräfte regelmäßig in der Notfallrettung mitwirken, Werkrettungsdienste, soweit sie in der Notfallrettung mitwirken), Notaufnahme (Eingrenzung auf die interdisziplinäre und pädiatrische), Intensivstation und COVID-19-Isolationsbereichen tätig ist
  • Versorgungspersonal auf Quarantäneverweigererstationen oder anderen COVID-19-Isolationsbereichen
  • Ärzte und medizinisches Personal, das aerosolgenerierende Tätigkeiten an COVID-19-Patienten durchführt (Bronchoskopie, Laryngoskopie, Sputumproben, Intubation)
  • Ärzte und medizinisches Personal aus Corona-Schwerpunktpraxen und Corona-Schwerpunktzahnarztpraxen sowie Fieberambulanzen
  • Ärzte, die bis 30.04. einen Dienst des kassenärztlichen Notdienstes übernehmen (Auszug aus BD-Online Dienstplanungsprogramm als Nachweis der Berechtigung)
  • Beschäftigte der Koordinierungsstelle nach § 11 des Transplantationsgesetzes
4.

Beschäftige in medizinischen Einrichtungen, die regelmäßig Patienten mit einem sehr hohen Risiko für einen tödlichen COVID-19 Krankheitsverlauf behandeln, betreuen oder pflegen:

  • Ärzte und medizinisches Personal in niedergelassenen (radio-)onkologischen Praxen
  • Ärzte und medizinisches Personal, das in den stationären Bereichen (Radio-)Onkologie, Transplantationsmedizin und Palliativmedizin auch ((Kinder-)Hospize) tätig ist
  • Ärzte und medizinisches Personal in Dialyseeinrichtungen
1.

Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:

  • Personen mit Trisomie 21
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit einer schweren psychiatrischen Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen mit malignen, hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose, oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
  • Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5 %
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (mit BMI über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht
2.

Bis zu zwei engen Kontaktpersonen (zwischen 19 und einschließlich 64 Jahren)

  • von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person, die entweder ≥ 70 Jahre ist oder eine unter Nummer 1 genannte Vorerkrankung/Einschränkung hat. Die zwei engen Kontaktpersonen werden von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden.
  • von einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden.
3.

Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die in den stationären Einrichtungen für Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung wohnen, gepflegt, beschäftigt oder betreut werden oder dort tätig sind.

  • in besonderen Wohnformen der Behindertenhilfe
  • in Werkstätten und Förderstätten für behinderte Menschen

Zu den impfberechtigten Personen, die in diesen Einrichtungen „tätig sind“ zählen alle direkten Beschäftigten der Einrichtungen (u. a. Betreuungs- und Fachpersonal, Hauswirtschaftskräfte, Verwaltungsmitarbeiter, auch Beschäftigte externer Dienstleister wie z. B. Reinigungskräfte). Daneben sind in den Einrichtungen auch weitere tätige Personen anspruchsberechtigt, sofern sie regelmäßig unmittelbaren Kontakt zu Bewohnern-bzw. Betreuten haben (z. B. auch Ehrenamtliche).

4.

Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die im Rahmen ambulanter Eingliederungshilfedienste oder Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte oder demente Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.

5.

Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren:

  • Krankenhaus- und Praxispersonal (Arzt-/Zahnarzt-/Heilmittelerbringerpraxen; z. B. Ärzte, MFAs, Physio-, Psycho-, Ergotherapie, Podologie
  • Hebammen und Geburtshelfer
  • Personal der Rehabilitationseinrichtungen
  • Reinigungspersonal in Kliniken und Praxen
  • Personal der Blut- und Plasmaspendedienste mit Patientenkontakt
  • Personal, das Abstriche nimmt ( z. B. auch Apothekerinnen und Apotheker)
  • Mitarbeitende er Einsatzdienste von Hausnotrufanbietern
  • Personal der forensischen Psychiatrie sowie in medizinischen Bereichen der Justizvollzugsanstalten
  • Personal in der stationären Suchtbehandlung bzw. -Rehabilitation
  • Personen, die im Bestattungswesen Kontakt zu SARS-CoV-2 infizierten Leichnamen haben
  • Personal in den Begutachtungsstellen des Sozialmedizinischen Dienstes der DRV BW
  • Umfasst sind jeweils auch Auszubildende und Studierende mit unmittelbarem Patientenkontakt
6.Polizei- und Ordnungskräfte (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
7.

Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind:

  • Mitarbeitende des ÖGD mit und ohne Patientenkontakt
  • Mitarbeitende bei Vor-Ort-Prüfungen der Heimaufsicht
  • Mitarbeitende in Krankenhäusern in den Bereichen IT/EDV, Krankenhaus- und Medizintechnik, Hauswirtschaft, Küche, Krankenhausapotheke, Verwaltung, Sterilgutversorgung, angeschlossene Wäschereien
  • Personen, die im Rahmen ihrer Außendiensttätigkeit in Krankenhäusern tätig sind und dabei mit besonderer Relevanz zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur beitragen (z. B. Wartung von Beatmungsgeräten)
8.

Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 (Obdachlosenunterkünfte) oder Nummer 4 (Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern) des Infektionsschutzgesetzes untergebracht oder tätig sind. Zu den Obdachlosenunterkünften gehören insbesondere Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und solche der Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten nach dem 8. Kapitel des SGB XII wie zum Beispiel:

  • Stationäre, teilstationäre und ambulante Unterbringungen nach dem 8. Kapitel des SGB XII
  • Ordnungsrechtliche Unterbringungen in Notübernachtungsstellen

Zu den impfberechtigten Personen, die in diesen Einrichtungen „tätig sind“ zählen alle direkten Beschäftigten der Einrichtungen (u.a. Hauswirtschaftskräfte, Sozialpädagogen, Verwaltungsmitarbeiter, auch Beschäftigte externer Dienstleister wie z. B. Reinigungskräfte). Daneben sind in den Einrichtungen auch weitere tätige Personen anspruchsberechtigt, sofern sie regelmäßig unmittelbaren Bewohnerkontakt haben (z. B. auch Ehrenamtliche)

9.Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind
10.

Personen (zwischen 18 und einschließlich 64 Jahren), die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, hauptamtlich in Einrichtungen und aufsuchenden Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe und als Schullehrkräfte/Mitarbeitende an Schulen (Grund-, Werkreal-, Haupt-, Gemeinschafts- und Realschulen, Gymnasien, SBBZ, berufliche Schulen, Grundschulförderklassen sowie Schulkindergärten) mit unmittelbarem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen/Schülerinnen und Schülern tätig sind, sowie die Auszubilden-den und Studierenden, die im Rahmen der Ausbildung in entsprechenden Einrichtungen tätig sind. Hierzu zählen neben den dort lehrenden bzw. erziehenden Personen beispielsweise auch:

  • Weiteres Schulpersonal (z. B. Hausmeister)
  • Sozialpädagoginnen und –pädagogen in entsprechenden Einrichtungen
  • Aufsuchendes Personal der öffentlichen Jugendhilfe (z. B. auch im Jugendamt)
  • Schul- und Kitabegleiterinnen und –begleiter
  • Beschäftigte der Heilpädagogischen Dienste und Interdisziplinären Frühförderstellen
  • Hochschullehrerinnen und –lehrer, die im Rahmen der schulpraktischen Ausbildung an oben genannten Schulen tätig sind

Für die Einteilung in die höchste Priorisierungsstufe ist nicht primär die Zuteilung zu einer Berufsgruppe/ärztlichen Fachrichtung ausschlaggebend, sondern die konkrete Tätigkeit (z. B. an Patienten im Pflegeheim oder an Covid-19-Patienten). Dabei sollen Personen ≥ 18 Jahre und < 65 Jahre vorrangig mit dem AstraZeneca-Impfstoff und alle übrigen Personen mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden. Bei bereits begonnener Immunisierung ist diese mit dem bei der ersten Impfung verwendeten Impfstoff weiterzuführen.

Wenn die berufliche Tätigkeit der Grund für die Impfberechtigung ist, soll das offizielle Formular für den Arbeitgebernachweis verwendet werden. Siehe unten: Was ist mitzubringen?

Atteste oder sonstige Bescheinigungen, um vorrangig einen Termin zu bekommen, werden NICHT akzeptiert.

Personen, die bereits eine Covid-19-Erkrankung durchlaufen haben, sollen sich zunächst nicht um eine Impfung bemühen.

Wo kann man sich anmelden?

  • Tel.: 116 117 (ohne Vorwahl)
  • Online: www.impfterminservice.de
    (Für die Online-Buchung muss eine Mobiltelefonnummer sowie eine E-Mailadresse vorhanden sein. Die per SMS zugesandte Zugangs-PIN ist noch NICHT die Buchungsbestätigung. Für eine gültige Terminreservierung muss der gesamte Buchungsvorgang durchlaufen werden, dann erhält man per E-Mail einen Vermittlungscode (Termincode)).

Eine andere Anmeldemöglichkeit gibt es aktuell nicht. Personen, denen es aufgrund körperlicher oder sprachlicher Einschränkungen nicht möglich ist, diese Anmeldewege zu nutzen, sollen bitte Mitmenschen um Hilfe bitten. Einige Gemeinden bieten für besonders hilfsbedürftige Personen Unterstützung bei der Anmeldung an.

Es können nur so viele Termine vergeben werden, wie Impfstoff geliefert wird. Wenn zusätzliche Impfdosen verfügbar sind, können auch kurzfristig Termine freigegeben werden. Das Anmeldesystem der Kassenärztlichen Vereinigung macht freie Termine nur drei Wochen im Voraus sichtbar. Die KIZ haben in der Regel aber für längere Zeiträume im Voraus Termine eingegeben. Es werden also täglich weitere Termine im Anmeldesystem sichtbar. Das Landratsamt empfiehlt daher, regelmäßig auf der www.impfterminservice.de. oder unter Tel. 116 117 (ohne Vorwahl) nach freien Terminen zu schauen oder zu fragen. Alternativ ist es möglich, sich telefonisch (nicht online) auf einer Warteliste registrieren zu lassen und einen Rückruf bzw. E-Mail zu erhalten, wenn ein Termin frei wird und man an der Reihe ist. Das kann aber einige Wochen dauern und die Meldung kann sehr kurzfristig erfolgen.

Abmeldung: Wenn Sie aus dringendem Grund (z. B. gesundheitliche Probleme) den Termin nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte frühestmöglich telefonisch unter Tel. 116 117 ab. Eine andere Möglichkeit der Abmeldung gibt es aus technisch-organisatorischen Gründen nicht – bitte NICHT beim Landratsamt anrufen.

Wo wird geimpft?

  • Kreisimpfzentrum in der Messe Friedrichshafen (KIZ Bodenseekreis)
    Neue Messe 4
    Halle A2, Tor A (gegenüber Zeppelinhangar)
    88046 Friedrichshafen
  • Kreisimpfzentren (KIZ) in anderen baden-württembergischen Landkreisen
    Personen aus dem Bodenseekreis können sich auch in anderen KIZ impfen lassen.
  • Zentrale Impfzentren des Landes:
    Ulm, Tübingen, Heidelberg, Freiburg, Stuttgart, Karlsruhe, Offenburg, Rot am See, Mannheim
    (Terminvergabe ebenfalls über 116 117 oder www.impfterminservice.de)
  • (Mobile Impfteams kommen NUR in Pflegeheime. Diese Termine werden durch die Heimleitungen organisiert und vor Ort angekündigt. Hausbesuche sind NICHT möglich.)

Impfung NUR mit Termin. Personen ohne Termin oder ohne Impfberechtigung werden zurückgewiesen.

Wie wird geimpft?

  • Die Impfung erfolgt durch eine Injektion (Spritze) in den Oberarm.
  • Für einen wirksamen Schutz sind zwei Impf-Termine notwendig. Dabei sollte ein Zeitraum von 21 Tagen zwischen den beiden Impfungen nicht unterschritten, aber auch nicht wesentlich überschritten werden. Es sollten deshalb bei der Buchung direkt beide benötigten Impftermine vereinbart werden.
  • Die Impfung ist kostenlos.

Welcher Impfstoff wird verwendet?

Es werden aktuell die Impfstoffe der Hersteller Biontech/Pfizer sowie Astrazeneca verabreicht. Für die Erst- und die Zweitimpfung wird jeweils dasselbe Präparat verwendet. Für die Auswahl des Impfstoffes für die einzelnen Patientinnen und Patienten ist deren Alter ausschlaggebend: Impfberechtigte unter 65 Jahren erhalten grundsätzlich den Impfstoff von Astrazeneca. Darüber wird im medizinischen Vorgespräch informiert. Es ist NICHT möglich, den Impfstoff selbst auszuwählen oder Wünsche zu äußern. 

Was ist mitzubringen?

  • Vermittlungscode (Termincode), den Sie bei der Anmeldung telefonisch oder per E-Mail erhalten haben
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Krankenversichertenkarte wenn vorhanden
  • Impfpass
  • Unter www.impfen-bw.de können Sie sich bereits vorher vollständig registrieren und wichtige Informationen zur Impfung durchlesen. Das verkürzt den Aufenthalt im Impfzentrum.
  • Ggf. Arbeitgebernachweis mit Stempel über die Impfberechtigung:
     - Arbeitgebernachweis Pflegeperson (PDF)
     - Arbeitgebernachweis Erziehungspersonal (PDF)

Sie können bei Bedarf EINE Begleitperson mitbringen.
Hunde oder andere Haustiere sind im KIZ NICHT erlaubt.

Im KIZ muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Was ist vor der Impfung zu beachten?

  • Bitte seien Sie pünktlich.
  • Kommen Sie nur zum Impftermin, wenn Sie sich gesund fühlen.
  • Sie können vor und nach der Impfung wie gewohnt Ihre Mahlzeiten einnehmen.
  • Kein Alkohol- oder Rauschmittelkonsum am Tag der Impfung.

Ablauf des Impftermins?

Der Aufenthalt im KIZ dauert etwa eine Stunde:

  1. Anmeldung im Eingangsbereich mit Prüfung der Impfberechtigung.
  2. Datenaufnahme und Registrierung.
  3. Aufklärung durch Videofilm.
  4. Arzt/Ärztin klärt Sie über die Impfung auf. Fragen sind möglich.
  5. Aufruf in eine freie Impfkabine und Impfung in den Oberarm durch Fachpersonal.
  6. Nachbeobachtungs-Aufenthalt ca. 30 Minuten, falls Kreislauf- oder spontane Impfreaktionen auftreten sollten.
  7. Check-out mit Abgabe der Begleitunterlagen.


Auch wichtig:

  • Personen mit Rollator bekommen am Eingang einen Rollstuhl.
  • Für mögliche Notfälle steht ein notärztliches Team vor Ort bereit.
  • Im KIZ gibt es ein barrierefrei zugängliches WC.
  • Bei Fragen oder Problemen steht Ihnen das Personal des KIZ jederzeit gerne zur Verfügung.
  • Mitgebrachtes Essen und Trinken sind NICHT erlaubt.

Anreise und Parken

Anreise mit dem Bus:

  • Stadtverkehr Linie 5, Haltestelle „Kreisimpfzentrum“
    An Wochenenden fährt der Bus stündlich und nicht an den Tagesrandzeiten. Morgens und abends steuert der Bus nur die Haltestelle „Zeppelin-Hangar an“. Daher bitte unbedingt rechtzeitig vor dem Impftag den Fahrplan prüfen und die Reise planen.
  • Verbindungen: www.bodo.de

Anreise mit dem privaten Pkw:

  • Zufahrt über Neue Messe (das ist der Straßenname fürs Navi), Friedrichshafen, Tor A (gegenüber Zeppelinhangar)
  • Kostenloses Parken auf dem Messegelände entsprechend der Anweisung vor Ort

Fahrtkosten-Übernahme durch Krankenkasse

Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die beispielsweise nicht selbständig zur ärztlichen Praxis gelangen können, können auch für die An- und Abreise zum KIZ Krankenfahrten in Anspruch nehmen. Die Krankenkassen übernehmen dann die Kosten für die Taxifahrt zum Impfzentrum. Dafür ist eine ärztliche Verordnung nötig.

Weitere Informationen

Infofilme zur Corona-Impfung im Impfzentrum

Mit dem Aufruf der Videos, willigen Sie ein, dass durch Drittanbieter Ihre Daten ermittelt werden dürfen.


Kann ich im KIZ mithelfen?

Aus Gründen des Arbeitsrechts, des Datenschutzes und der Dienstplanverlässlichkeit müssen Mitarbeitende im KIZ entsprechende Qualifikationen und Schulungen haben und werden formell angestellt (auch Teilzeit und nebenberuflich). Spontane freiwillige Helferinnen und Helfer können hier NICHT eingebunden werden. Wer bei der Pandemie-Bewältigung bürgerschaftliches Engagement leisten möchte, findet unter „Wir helfen einander“ Hinweise dazu.