Das Sozialamt leistet nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII):

  • Hilfe zum Lebensunterhalt (z. B. Ernährung und Unterkunft)
  • Hilfen zur Gesundheit (z. B. vorbeugende Gesundheitshilfe, Hilfe bei Krankheit)
  • Hilfe zur Pflege (z. B. häusliche oder stationäre Pflege)
  • Hilfe zur Überwindung besonderer Schwierigkeiten und
  • Hilfe in anderen Lebenslagen (z. B. Hilfe zur Weiterführung des Haushalts, Altenhilfe, Bestattungskosten)

Wer in wirtschaftlicher Not ist oder in Not zu geraten droht, hat, sofern er sich nicht aus eigenen Mittel wie zum Beispiel Einkommen und Vermögen selbst helfen kann, Anspruch auf Sozialhilfe. Dies gilt jedoch nur für Personen, die nicht leistungsberechtigt im Sinne des Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) sind.

Sozialhilfe ist immer nachrangig zu gewähren. Wer Sozialhilfe in Anspruch nehmen möchte, muss daher sämtliche anderen Hilfs- und Einkommensmöglichkeiten vorrangig ausschöpfen. Sozialhilfe wird grundsätzlich nicht für die Vergangenheit gewährt. Schulden werden in der Regel nicht übernommen. Sofern Sie weder pflicht- oder freiwillig versichert sind, werden Leistungen bei Krankheit von Seiten des Sozialamtes in Zusammenarbeit mit einer von Ihnen gewählten Krankenkasse übernommen.

Anspruch auf Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII haben Personen, die wegen Krankheit oder Behinderung so hilflos sind, dass sie nicht ohne Unterstützung und Pflege bleiben können. Da die Leistungen der Pflegeversicherung vorrangig sind, kann Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII nur gewährt werden, wenn

  • Pflegebedürftige nicht in der Pflegeversicherung versichert sind oder die Voraussetzungen noch nicht erfüllt sind
  • die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen oder
  • der Pflegebedarf nicht erheblich ist. 

Reicht häusliche Pflege nicht aus, sieht das SGB XII auch Leistungen zur teil- und vollstationären Pflege vor wie:

  • Tagespflege
  • Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Vollstationäre Pflege (Heimunterbringung) 

Der Antrag auf Gewährung von Sozialhilfe ist über das Bürgermeisteramt einzureichen. Folgende Unterlagen sind dem Antrag immer beizulegen:

  • Mietvertrag und Nachweis über aktuelle Miete
  • vollständige Kontoauszüge der letzten drei Monate
  • Einkommensnachweise
  • Vermögensnachweise (z. B. Sparbuch, Lebensversicherungen, Bausparvertrag, Kfz-Papiere)
  • Leben weitere Personen mit Ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft müssen Sie auch deren Einkommen und Vermögen nachweisen.

Sozialamt

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