Hier spart der Bodenseekreis Energie (Beispiele)

Beleuchtung und Bewegungsmelder im Beruflichen Schulzentrum Friedrichshafen

Im Beruflichen Schulzentrum Friedrichshafen wurde 2018 der Austausch der gesamten Beleuchtung von Fluren und WCs in allen drei Schulen (Claude-Dornier-Schule, Hugo-Eckener-Schule und Droste-Hülshoff-Schule) und des Zentralgebäudes umgesetzt. Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahmen tauschte die beauftragte Elektrofirma mehr als 550 Leuchten verschiedenster Qualitäten zu LED-Leuchten aus. Zum Leistungsumfang gehörte auch die Installation von 110 Bewegungs- und Präsenzmeldern. Die Wirksamkeit der Maßnahme macht sich in Abhängigkeit vom eingesetzten Leuchtensystem an der prognostizierten Stromeinsparung zwischen 53 % und 70 % und der Einsparung von 342 Tonnen CO² fest.

Ebenfalls 2018 wurde ein zweites großes Projekt im Bereich der Beleuchtungssanierung am Beruflichen Schulzentrum Friedrichshafen in der Sporthalle realisiert. Sowohl im Hallenbereich, wie auch bei der Außentribüne wurden die bestehenden Leuchten zu energiesparenden LED-Leuchten ausgetauscht. Diese Maßnahme umfasste 96 Leuchten und 13 Präsenz-/Bewegungsmelder. Auch hier werden signifikante Einsparungen erzielt: 55 % beim Strom und 439 Tonnen bei CO².

Beide Maßnahmen wurden gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative (Förderzeichen: FKZ 03K06874). Weitere Infos zur Förderungen gibt es unter www.klimaschutz.de und beim Forschungszentrum Jülich unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.

Nationale Klimaschutzinitiative "BZM - Sanierung der Sporthalle 1"
Förderkennzeichen: 03K08967

Der Bodenseekreis, als Träger des Bildungszentrums Markdorf (BZM), führt eine Grundsanierung der bestehenden Sporthalle 1 in Markdorf durch.

Die Sanierung umfasst im Wesentlichen die gesamte Fassadenfläche, die Dachfläche mit Dachoberlichtern, die Dusch- und Umkleidebereiche, die Gymnastik- und Regieräume sowie die kompletten haustechnischen Installationen.

Ausgenommen sind die Sportbodenfläche sowie größtenteils die Prallwandflächen, die bereits im Jahr 2007 saniert wurden. Zusätzlich ist ein eingeschossiger Anbau an der Gebäudenordseite vorgesehen.

Das Projekt wird im August 2018 ausgeschrieben und voraussichtlich im Dezember 2019 fertiggestellt.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert die Sanierung der Sporthalle 1 am Bildungszentrum in Markdorf. Im Rahmen der Innovationsförderung wird eine besonders innovative Technologie zur Wärme- und Kälteerzeugung gefördert. Bei der Sporthalle 1 wird die Raumlufttechnik erneuert und in den Klimaschutz investiert.

Anlage "Weitere Nebenbestimmungen"

Weiter Informationen zum Projektträger Jülich:
www-ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Mobilität und Verkehr

Der Bereich ist einer der größten Energieverbraucher im Alltag. Daher kümmert sich der Landkreis besonders intensiv um diese Themen:

  • Als Gesellschafter der Bodensee-Oberschwaben-Bahn und des Bodo-Verkehrsverbunds gestalten wir das ÖPNV-Angebot in der Region aktiv mit und wollen es immer besser und attraktiver machen.
  • Gemeinsam mit dem Landkreis Konstanz und den anliegenden Gemeinden haben wir eine Initiative mit dem Ziel einer elektrifizierten Bodensee-Gürtelbahn zwischen Singen und Lindau gestartet. Bis es soweit ist, könnte ein verdichteter Nahverkehrstakt das Angebot verbessern. Das hat der Landkreis in einer Studie detailliert ausarbeiten lassen. Die Kreispolitiker setzen sich nun bei der dafür zuständigen Landesregierung dafür ein, dass das auch umgesetzt wird.
  • Bei unserer eigenen Flotte mit rund 40 Fahrzeugen achten wir bei Neubestellungen immer auch auf die CO2-Emissionen. Mit immer mehr Elektrofahrzeugen im Landratsamts-Fuhrpark testen wir die Alltagstauglichkeit der Fortbewegungsmittel der Zukunft.

Sparsame Wärme

  • Im der Heizzentrale des Berufsschulzentrums Friedrichshafen arbeiten seit 2010 eine hocheffiziente Hackschnitzelheizung und zwei Blockheizkraftwerke, die die Wärmeversorgung der Schulen und der umgebenden Gebäude gewährleisten. Mit der nachwachsenden Energiequelle Holz werden für die rund 4.000 Berufsschüler und Lehrer nicht nur angenehme Arbeitstemperaturen erzeugt, sondern auch die CO2-Emissionen des Landkreises verringert.
  • Seit 2015 sorgt eine intelligente Wärmeverteilung mit neuen Pumpen und einer verbesserten Einzelraumsteuerung am Bildungszentrum Markdorf für einen effizienten Energieeinsatz und angenehme Raumtemperaturen. Die neue Steuerung benötigt etwa acht Prozent weniger Heizenergie und etwa 75 Prozent weniger Strom.

Kaffee im Pfand- statt Wegwerfbecher

Das Energiemanagement und das Abfallwirtschaftsamt haben gemeinsam das innovative Pfandbecher-System der Firma Recup an den Bodensee geholt. Damit der „Coffee to go“ auch besonders gut schmeckt, wurde dafür eigens eine Bodensee-Edition des Pfandbechers gestaltet. Für einen Euro Pfand kann man seinen Lieblingskaffee bei allen teilnehmenden Bäckereien und Cafés im Mehrwegbecher bekommen und dann nach Belieben bei einem anderen Recup-Partner wieder abgeben - deutschlandweit. Eine App verrät, wo solch ein Laden in der Nähe ist. Laut Deutscher Umwelthilfe werden in Deutschland pro Stunde schätzungsweise 32.000 Einwegbecher benutzt und weggeworfen. Heruntergerechnet auf den Bevölkerungsanteil des Bodenseekreises sind das 800 Becher in jeder Stunde jedes Tages. Weggeworfen werden damit auch die zur Herstellung nötigen Ressourcen Holz, Wasser und Energie. Mit dem Pfandbecher kann jeder Kaffeetrinker ein sichtbares Zeichen setzen und helfen, diese Ressourcen zu schonen.

 Mehr zum Pfandsystem unter www.recup.de.

LED-Licht zum Lernen an den Schulen des Kreises

  • In der Werkstatt des Beruflichen Schulzentrums wurde 2015 die Beleuchtung altersbedingt erneuert. Statt der bisher knapp 1000 herkömmlichen Leuchten mit Leuchtstoffröhren sorgen hier nun 970 energieeffiziente LED-Leuchten für gute Sicht. Zusätzlich sorgen 250 Bewegungsmelder für ein bedarfsgerechtes Lichtmanagement. Dadurch wird 70 Prozent weniger Energie verbraucht. Das Projekt wird gefördert durch Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (Förderzeichen: FKZ 03K01043). Infos zur Förderungen unter www.klimaschutz.de und beim Forschungszentrum Jülich unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.
  • Die Elektronikschule in Tettnang hat 2015 einen Anbau für mehr Aufenthaltsraum bekommen. Natürlich top-wärmegedämmt und mit LED-Beleuchtung.
  • An der Elektronikschule Tettnang wurden 2016 mehrere Fachunterrichtsräume saniert. Die neue LED-Beleuchtung braucht gegenüber den vorherigen Leuchtkörpern etwa 80 Prozent weniger Strom.
  • In der Pestalozzi-Förderschule in Markdorf wurde 2016 das Foyer saniert und neugestaltet. Nun sorgen dort imposante LED-Leuchten für freundliche Stimmung und eine kleinere Stromrechnung.
  • Am Bildungszentrum Markdorf werden nach und nach die Unterrichtsräume saniert. Immer mit dabei ist dann auch eine Beleuchtung mit LED. Diese ist heller, angenehmer für die Augen und sparsamer als die althergebrachten Leuchtstoffröhren.

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