Gold für den Bodenseekreis: Bei der Zertifizierung für den Europäischen Energiepreis „European Energy Award (EEA)“ hat das Landratsamt Bodenseekreis nun die Gold-Auszeichnung geschafft. Damit kann sich der Landkreis weiterhin europäische Energie- und Klimaschutzkommune nennen. Am 19. Februar 2018 überreichte Landesminister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Franz Untersteller bei einer Feierstunde in Ulm das symbolische Ortsschild an insgesamt 27 baden-württembergische Kommunen. Darunter auch die Bodenseekreis-Gemeinden Tettnang, Meckenbeuren, Langenargen und Frickingen, die sich ebenfalls um den EEA beworben haben und mit Silber ausgezeichnet wurden. „Dass der Energiepreis in Gold keine Selbstverständlichkeit ist, haben wir in der ersten Zertifizierungsrunde vor vier Jahren erlebt. Damals haben uns wenige Punkte dazu gefehlt. Mit der Steigerung von 71 auf jetzt 77 Prozentpunkte wird auch deutlich, dass wir uns seither ordentlich verbessert haben“, erklärt Landrat Lothar Wölfle. So hat der Landkreis sich per Beschluss des Kreistages ein Energiepolitisches Leitbild mit konkreten Zielen, beispielsweise beim CO2-Ausstoß, gegeben. Bis spätestens 2050 soll die Kreisverwaltung weitgehend klimaneutral arbeiten. Auch in den Handlungsfeldern Entwicklungsplanung und Raumordnung, Entsorgung sowie Kommunikation und Kooperation wurde der Landkreis als besonders stark eingestuft. Beispielsweise hatte sich die Kreisverwaltung nach einer Mitarbeiterbefragung im Frühjahr 2017 dazu entschlossen, sich das Mittagessen künftig von einem Anbieter liefern zu lassen, der mit umweltfreundlicheren Verpackungen arbeitet. Auch der Kreistag hat Energiethemen regelmäßig auf seiner Agenda. „Eine offene Flanke haben wir noch bei den energetischen Eigenschaften einiger unserer älteren Gebäude. Es bleibt also noch einiges zu tun“, blickt Wölfle in die Zukunft.


Insgesamt sei die Zertifizierung ein sehr intensiver und aufwendiger Prozess gewesen, betont die Kreisverwaltung. Dafür wurde im Landratsamt eigens ein Energieteam mit Führungskräften und Experten aus den Fachbereichen installiert, in denen das Thema Energie eine große Rolle spielt. Außerdem wurde die Stelle eines Energie- und Klimaschutzmanagements geschaffen, durch die Projekte und Prozesse in diesem Bereich systematisch vorangetrieben werden sollen.

Der Europäische Energiepreis bestätigt, dass sich Städte, Gemeinden und Landkreise zu einer nachhaltigen Energie- und Klimapolitik verpflichtet haben und diese auch in die Tat umsetzen. Die Teilnehmer unterziehen sich dazu einem mehrjährigen Dokumentations- und Prüfprozess aller ihrer energierelevanten Vorgänge und Aktivitäten. Hierbei werden die sechs Handlungsfelder Entwicklung und Raumplanung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation systematisch untersucht. Mit einem von der EU einheitlich vorgegebenen Prüfkatalog bewerten neutrale Prüfer über 100 einzelne Aktionsbereiche zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung mit einem Punktesystem. Im Juli 2017 hatte dieser offizielle Prüftermin im Landratsamt stattgefunden.

Im Bodenseekreis sind neben dem Landkreis auch die Städte Friedrichshafen und Tettnang sowie die Gemeinden Meckenbeuren, Langenargen, Oberteuringen und Frickingen mit dem European Energy Award zertifiziert.

www.bodenseekreis.de/umwelt-landnutzung/energie-klimaschutz/

www.european-energy-award.de

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Gleich fünfmal ging der Europäische Energiepreis in den Bodenseekreis (v. l.): Landrat Lothar Wölfle, Gemeinderat Hans Schöpf, Bürgermeisterin Elisabeth Kugel, Bürgermeister Jürgen Stukle und Bürgermeister Achim Krafft.
Foto: Landratsamt Bodenseekreis

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