Kreispflegeprogramm 2005

Der Bodenseekreis stellt auch in diesem Jahr Gelder für Biotop- und Landschaftspflege, die Streuobstaktionen und für landwirtschaftliche Vorhaben zur Verfügung.

 

Förderungsfähig sind Aktivitäten, die der Tier- und Pflanzenwelt, sowie dem Landschaftsbild zugute kommen. Dazu gehören beispielsweise die Anpflanzung von Hecken in der freien Landschaft, die Neuanlage oder Wiederherstellung von Biotopen, das Öffnen von Grabenverdolungen, die Bepflanzung von Fließgewässern und die Nachpflanzung und Pflege von Obsthochstämmen. In Betracht kommen  auch weitere Aktivitäten, welche die ökologischen Bedingungen in der freien Landschaft erhalten und verbessern.

 

Für die Nachpflanzung von Obsthochstämmen werden bei der Auswahl der Sorten solche verwendet, die nach dem derzeitigen Kenntnisstand als relativ widerstandsfähig gegen Feuerbrand angesehen werden. Die Auslieferung der Jungbäume erfolgt - wie immer - im Herbst. Pro Baum wird ein Eigenanteil von 8 Euro erhoben.

 

Für die Pflege alter Hochstämme (Mindestkronendurchmesser 5 m) wird eine Pauschale von bis zu 13 Euro je gepflegtem Baum gewährt.

 

Auch Maßnahmen der Landwirtschaft, welche eine umweltgerechte Landbewirtschaftung und eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit beinhalten, können gefördert werden. Dazu zählen insbesondere:  die Offenhaltung von Hanglagen bei gleichzeitigem Verzicht auf flüssigen Wirtschaftsdünger, die landschaftsgerechte Eingrünung von Fahrsilos, die umweltschonende Gewässerunterhaltung mit Einsatz des Mähkorbs, die Förderung von Nützlingen u. ä.

 

Die Förderung von Grünland ist eine Zusatzförderung (keine Doppelförderung) zum Marktentlastungs- und Kulturlandschafts-Ausgleichs-Programm (MEKA) und betrifft Hanglagen ab 25%, bevorzugt ab 35% Hangneigung.

Bodenuntersuchungen und der biologische Pflanzenschutz können nicht mehr gefördert werden, denn sie sind Gegenstand der MEKA-Förderung. Der Sprühgeräte-TÜV kann wegen der gesetzlichen Verpflichtung ebenfalls nicht mehr gefördert werden.

 

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Maßnahmen nicht aus einer gesetzlichen oder sonstigen Verpflichtung heraus durchzuführen sind. Ferner dürfen bei landwirtschaftlichen Vorhaben keine Landes- und/oder EU-Förderungen wie z.B. MEKA für dieselbe Massnahme erfolgen.

 

Zuschüsse für in diesem Jahr geplante Biotop- und Landschaftspflege und die Streuobstförderung  müssen bis spätestens

 

15. Mai 2005 

beim Umweltschutzamt des Landkreises beantragt sein. Anträge für das Grünlandprogramm können zusammen mit dem MEKA-Antrag beim Amt für Landwirtschaft eingereicht werden.

 

Antragsberechtigt sind Landwirte und landwirtschaftliche Verbände, aber auch Kommunen, Vereine, Verbände und Sonstige, welche Grundstücke in der freien Landschaft bewirtschaften oder pflegen, oder die Trägerschaft für eine Pflegemaßnahme übernehmen wollen.

 

Erhältlich sind die Anträge bei den Bürgermeisterämtern, dem Landwirtschaftsamt in Markdorf, den Bauernverbänden und bei der Obstbauberatungsstelle in Markdorf. Sie können auch beim Umweltschutzamt des Landratsamts direkt angefordert oder abgeholt werden.

 

Über die Förderung landwirtschaftlicher Maßnahmen informieren auch das Landwirtschaftsamt, der Bauernverband, oder die Maschinenringe.

 

Für Pflegemaßnahmen stehen die Landespfleger des Landratsamtes beratend zur Verfügung. Sie sind unter der Telefon-Nr. (0 75 41) 204    5467 bzw. – 5363 zu erreichen. Ebenso stehen die örtlich zuständigen Naturschutzbeauftragten, sowie die Obstbauberatungsstelle für fachliche Auskünfte zur Verfügung.