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Update Hochwasserlage im Bodenseekreis, 3. Juni: Lage im Bodenseekreis entspannt sich

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Montag, 3. Juni

+++ Update zur Hochwasserlage im Bodenseekreis (17 Uhr) +++

Die Hochwasserlage im Bodenseekreis entspannt sich: So sinken die Pegel der Seefelder Aach, Rotach und Schussen aktuell, nachdem die Niederschläge heute geringer ausfielen, als zunächst befürchtet. Einzig die Argen ist aufgrund der Niederschläge im dortigen Einzugsgebiet noch einmal rund einen Meter angestiegen, blieb aber unter dem Niveau vom Wochenende. Laut Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg erreicht der Pegel hier den Scheitelpunkt noch im Laufe des Abends. Nach den aktuellen Wettervorhersagen ist auch in den kommenden Tagen mit sinkenden Pegeln zu rechnen.

Seit Freitag wurden die Feuerwehren im Landkreis zu 643 Einsätzen gerufen, vorwiegend wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume. Rund 1.200 Einsatzkräfte waren dabei im Einsatz. Der Schwerpunkt liegt aktuell noch in Meckenbeuren, insbesondere in den Ortsteilen Kehlen und Brochenzell. In Kehlen sollen nun die überflutete Wilhelm-Schussen-Schule und das angrenzende Sportgelände mit speziell dafür geeigneten Pumpen des Technischen Hilfswerks (THW) Überlingen von den Wassermassen befreit und trockengelegt werden. Ziel ist es, im Laufe dieser Woche den Schulbetrieb, wenn auch eingeschränkt, wieder zu starten. Bis dahin wird weiterhin eine Notbetreuung im Bildungszentrum Meckenbeuren angeboten.

Zudem sind aktuell in Meckenbeuren viele Techniker des lokalen Stromversorgers im Einsatz. Durch das schnelle Handeln der Feuerwehr, die die Kabelverteilerschränke an den Straßen frühzeitig mit Sandsäcken gesichert hat, sind die Schäden hier nicht so hoch wie befürchtet. So konnte auch die Stromversorgung aufrechterhalten werden.

Bahnübergang Kehlen weiterhin unbeschrankt

Der Bahnübergang in Kehlen ist aufgrund eines Defekts weiterhin durchgehend geöffnet und damit unbeschrankt. Die Züge stoppen rechtzeitig und geben vor der Weiterfahrt ein akustisches Signal. Fußgänger und Radfahrer sollten an dieser Stelle besonders vorsichtig sein. Die Gemeinde Meckenbeuren informiert hierzu auf ihrer Homepage: www.meckenbeuren.de.

Sonntag, 2. Juni

+++ Update zur Hochwasserlage im Bodenseekreis (17 Uhr) +++

Keine Entwarnung für den Bodenseekreis: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für die kommende Nacht bis Montagabend (3. Juni) weitere Niederschläge und Unwetter mit Starkregen in Teilen des Landkreises voraus. Vor allem entlang der Schussen und der Seefelder Aach muss wieder mit steigenden Wasserpegeln und weiterem Hochwasser gerechnet werden. Aktuell sind die Pegel an Schussen, Argen, Rotach und Seefelder Aach rückläufig. An der Schussen erreichte das Jahrhunderthochwasser am Samstag (1. Juni) seinen Scheitelpunkt bei 4,87 Metern. Die aktuellen sowie die zu erwartenden Pegelstände bildet die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg ab: https://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/ 

Rund 900 Einsatzkräfte bisher im Einsatz

Seit Freitag wurden die Feuerwehren im Landkreis zu mehr als 500 Einsatzstellen gerufen, vorwiegend wegen überfluteter Keller oder umgestürzter Bäume. Dabei waren bisher rund 900 Einsatzkräfte im Einsatz. Der Schwerpunkt lag vor allem in Meckenbeuren mit den Ortsteilen Kehlen und Brochenzell sowie in der Markgrafenstraße in Salem-Stefansfeld. Unterstützung erhielt der Bodenseekreis auch aus dem Landkreis Sigmaringen mit mehreren Einsatzkräften und Fahrzeugen.

Aktuelle Lage in Meckenbeuren

Trotz aktuell sinkendem Pegel ist die Lage in Meckenbeuren mit zahlreichen Einsatzstellen angespannt. An Stellen, an denen das Wasser in den letzten Stunden von den Straßen abgeflossen ist, drückt es andernorts als Grundwasser in Gebäude, Keller oder durch den Boden an die Oberfläche. Keller und Gebäude werden daher aus einsatzstrategischen Gründen erst ausgepumpt, wenn der Pegelstand der Schussen unter 3,80 Meter gefallen ist. Die Gemeinde Meckenbeuren informiert hierzu auf ihrer Homepage: www.meckenbeuren.de. Die Einsatzlage in Salem-Stefansfeld hat sich dagegen aktuell entspannt.

Informationen zu Eriskirch

In Eriskirch bittet die Gemeinde die Bevölkerung darum, Wasser zu sparen und auf das Duschen, Baden oder Wäsche waschen zu verzichten. Ursache ist das Wasser der übergelaufenen Schussen, das die Kanäle füllt, sodass kein Platz mehr für häusliche Abwässer bleibt. Es besteht daher die Gefahr, dass sich Abwässer rückstauen und nicht mehr in den Kanal entwässert werden können. Dieser Rückstau kann sich bis in die Häuser ausbreiten. Die Pumpen der Kläranlage, der Gemeinde und der Feuerwehr laufen auf Hochtouren, um den Abwasserpegel im Kanalsystem zu senken und genügend Platz für häusliche Abwässer zu schaffen.

Feuerwehren bitten um Rücksichtnahme

Die Feuerwehren und weiteren Einsatzkräfte des Landkreises bitten alle Menschen ausdrücklich darum, sich vom Hochwasser und den Einsatzorten fernzuhalten. Immer mehr Menschen sind in den betroffenen Gebieten anzutreffen. Das Hochwasser ist jedoch nach wie vor sehr gefährlich aufgrund der reißenden Fluten und nicht sichtbarer Hindernisse unter Wasser. Einsatzkräfte sollten zudem nicht bei ihrer Arbeit behindert werden.

Landrat in Meckenbeuren und Salem

Landrat Luca Wilhelm Prayon hat am Sonntag, 2. Juni 2024 gemeinsam mit dem Ersten Landesbeamten Christoph Keckeisen die Gemeinde Meckenbeuren besucht. Vor Ort informierten sie sich bei Bürgermeister Georg Schellinger über die aktuelle Situation und machten sich anschließend ein Lagebild von den überfluteten Gebieten in den Ortsteilen Kehlen und Brochenzell. Am Abend treffen sie sich in der Gemeinde Salem noch mit Einsatzkräften der dortigen Feuerwehr zur Lage im Ortsteil Stefansfeld. Dort wurde in der Markgrafenstraße eine Mauer aus Betonsteinen installiert, um eine erneute Überflutung der Wohnhäuser zu verhindern.

„Diese Bilder machen mich sehr betroffen. Leider können wir aktuell noch keine Entwarnung geben, da die Vorhersagen erneut vor Niederschlägen mit Unwettern und Starkregen warnen. Bedanken möchte ich mich bei allen Einsatzkräften sowie Helferinnen und Helfern im gesamten Landkreis, deren unermüdlicher Einsatz und die schnelle Reaktion dazu beigetragen haben, dass wir bisher keine Personenschäden zu beklagen haben. Mein größter Respekt vor diesem Engagement, das einen unglaublichen Wert für unsere Gemeinschaft hat“, so der Landrat.

Samstag, 1. Juni 2024

+++ Update zur Hochwasserlage im Bodenseekreis (17 Uhr) +++

Auch für die nächsten 24 Stunden sind im Bodenseekreis Regenfälle angekündigt. Insbesondere an der Schussen bleibt die Lage daher weiterhin angespannt. Auch für die Argen, Rotach und Seefelder Aach kann keine Entwarnung gegeben werden, jedoch sind die Pegelstände dort momentan rückläufig.

B30 Lochbrücke Meckenbeuren gesperrt

Ab sofort ist die B30 an der Lochbrücke in Meckenbeuren gesperrt. Grund ist das große Treibholzaufkommen, das sich mittlerweile an der Brücke gesammelt hat und nun mit einem Bagger entfernt wird. Das Gebiet sollte weiträumig umfahren und nicht zwingend notwendige Fahrten sollten abgesagt werden. Die Feuerwehren bitten zudem dringend darum, die Straßensperrungen zu beachten, um sich nicht in Gefahr zu begeben.

Ein Einsatzschwerpunkt befindet sich weiterhin in Meckenbeuren, besonders im Ortsteil Kehlen. Das Areal und die Gebäude der Wilhelm-Schussen-Schule konnten aufgrund des fortlaufend ansteigenden und sehr hohen Schussen-Pegels nicht mehr gehalten werden. Das Hochwasser der Schussen hat auch die angrenzenden Gebäude und Wiesen beidseitig überflutet. Zudem sind momentan zahlreiche Straßen oder Brücken im Bereich Meckenbeuren, Kehlen und entlang der Schussen gesperrt, darunter sowohl die Schussenbrücke als auch die Brücke in Brochenzell über die Schussen. Die Gemeinde Meckenbeuren informiert hier auf ihrer Homepage: www.meckenbeuren.de.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt liegt an der Salemer Aach im Bereich Salem-Stefansfeld. Hier wurde die Markgrafenstraße überflutet.

Besuch von Regierungspräsident und Bundesbauministerin

Am Samstagvormittag (1. Juni 2024) machten sich Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, und Klaus Tappeser, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Tübingen, ein Bild von der Lage in Meckenbeuren. Zunächst nahmen sie mit Führungskräften des Landratsamtes an der Stabssitzung der Gemeinde mit Bürgermeister Georg Schellinger und weiteren Führungskräften der Gemeinde sowie der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) teil. Sie bedankten sich bei allen Einsatzkräften und Helferinnen und Helfern ausdrücklich für ihren unermüdlichen Einsatz. Anschließend besichtigten sie die Situation an der Schussen rund um die mittlerweile überflutete Wilhelm-Schussen-Schule samt angrenzendem Gelände.

+++ Update zur Einsatzlage bei der Hochwasserlage im Bodenseekreis um 2 Uhr) +++

Der Führungsstab und der Verwaltungsstab des Bodenseekreises sind seit mehreren Stunden im Einsatz und überwachen die Gesamtlage genau. Die Feuerwehren im Kreis arbeiten derzeit viele, überwiegend kleinere Einsätze ab, wie vollgelaufene Keller, oder befinden sich in Bereitschaft. Die Feuerwehren haben Ihre Führungsstrukturen aktiviert. Eine genauer Zahl der Einsatzstellen lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Die kritischste Lage betrifft Wohngebiete in Meckenbeuren, wo von den Behörden eine freiwillige Evakuierung empfohlen wurde. Hierzu hatte der Bürgermeister von Meckenbeuren einen Aufruf verfasst. Betroffen wären hier bis zu 1.300 Personen. Ein Hochwasserzug von Feuerwehren aus dem Kreis Sigmaringen ist zur Einsatzstelle in Meckenbeuren alarmiert.

Über den Führungsstab des Bodenseekreises, der im Feuerwehrhaus in Markdorf sein Lagezentrum aufgebaut hat, wurde ein zentrales Sandsack-Lager an der Messe in Friedrichshafen in Auftrag gegeben. Dorthin liefert der Kreis Sigmaringen im Laufe der Nacht 10.000 Sandsäcke. Mehrere 1000 Sandsäcke werden von weiteren Feuerwehren aus dem Kreis angeliefert. Laufend werden weitere Sandsäcke bei den Feuerwehren Tettnang und Überlingen befüllt, mit denen Gebiete gesichert werden. Bis um Mitternacht sind rund 780 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DRK im Einsatz. Bislang kam es nach vorläufigen Erkenntnissen zu keinen Personenschäden. Die Bahnstrecken sind derzeit nicht betroffen. Diese werden laufend durch die Deutsche Bahn geprüft. Die Pegelstände der Gewässer im Landkreis werden genau beobachtet, eine Entspannung ist erst im Laufe des Samstags zu erwarten.

Die Feuerwehr rät: Sollten Sie in den betroffenen Gebieten entlang der Flüsse Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen müssen, nehmen Sie Notfallgepäck mit Kleidung, Medikamenten, Wertsachen und wichtigen Unterlagen mit. Beachten Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte vor Ort. Betreten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit keine überfluteten Räume oder Gebiete, insbesondere Keller und Tiefgaragen. Halten Sie Abstand von Hochwasser führenden Gewässern.

Freitag, 31. Mai 2024

+++ Wichtige Information des Bodenseekreises +++

Aufgrund der anhaltenden starken Regenfälle und der damit verbundenen steigenden Wasserpegel besteht entlang der Flüsse im Landkreis derzeit eine akute Hochwassergefahr. Insbesondere an Argen, Schussen, Rotach und Seefelder Aach ist nach den aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit extremem Hochwasser zu rechnen. Ebenso sind Überschwemmungen an kleineren Fließgewässern möglich. Der Pegelhöchststand wird nach aktuellen Berechnungen gegen Samstagmittag, 1. Juni 2024, erreicht. Bürgerinnen und Bürger können sich unter folgendem Link über voraussichtlich betroffene Gebiete in ihrer Gemeinde informieren: https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/5b6kIXUrZ477Hnlsaytzjf 

Die zuständigen Behörden beobachten die Situation genau. So wurden bereits der Führungsstab und der Verwaltungsstab des Bodenseekreises aktiviert. Notfall- und Rettungskräfte sind in erhöhter Bereitschaft. Ebenso fand ein erster Austausch mit den Städten und Gemeinden statt. Der Landkreis wird regelmäßig auf den digitalen Kanälen über die Situation informieren. Es sollten aber auch lokale Medien sowie die Informationskanäle der betroffenen Städte und Gemeinden regelmäßig überprüft werden, um sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen. 

Hinweise für die Bevölkerung

Mobile Gegenstände sollten aus dem Gefahrenbereich entfernt werden. Gefahrengüter wie Heizöl, Kraftstoffe, Chemikalien, Farben oder andere potenziell gefährliche Stoffe, die sich in Kellern oder Lagerräumen befinden, sollten ordnungsgemäß gesichert oder in höher gelegene Stockwerke gebracht werden. Heizöltanks sind gegen Auftrieb zu sichern.

Älteren oder hilfsbedürftigen Menschen in der eigenen Umgebung, die möglicherweise nicht in der Lage sind, sich selbst ausreichend zu schützen, sollte in den betroffenen Gebieten rechtzeitig Hilfe angeboten werden.

Menschen in den voraussichtlich betroffenen Gebieten entlang der Flüsse sollten Notfallgepäck mit Kleidung, Medikamenten, Wertsachen und wichtigen Unterlagen vorbereiten.

Die aktuelle Verkehrslage sollte vorab geprüft werden, um überflutete Straßen oder Unterführungen zu vermeiden. Ebenso sind Anweisungen möglicher Einsatzkräfte vor Ort zu beachten.

Warn-App NINA

Es wird empfohlen, sich die Warn-App NINA kostenlos über den jeweiligen App-Store zu installieren. Dort gibt es aktuelle Warnungen für den jeweiligen Wohn- oder Aufenthaltsort sowie entsprechende Handlungsempfehlungen.

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