Waldstrategie Baden-Württemberg 2050: Regionales Waldgespräch in Frickingen

Am Mittwoch, 28. Januar 2026 um 16:00 Uhr findet im Benvenut-Stengele-Haus, Schulstraße 6, in Frickingen ein Regionales Waldgespräch zur Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Forstwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kommunen kommen zusammen, um über die zukünftige Nutzung von regionalem Holz und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel zu diskutieren. Anmeldung unter https://alr-bw.de/,Lde/Startseite/Veranstaltungen/260128_Anmeldung_regionales_Holz

Der Wald steht vor großen Herausforderungen: Klimawandel, veränderte Baumartenzusammensetzungen und zunehmende Extremwetterereignisse beeinflussen die nachhaltige Waldbewirtschaftung ebenso wie die langfristige Rohstoffversorgung. Gleichzeitig ist Holz eine zentrale Grundlage für Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und eine wirtschaftlich tragfähige Forstwirtschaft. Vor diesem Hintergrund befasst sich die Veranstaltung mit der Frage, welche Holzmengen, Holzarten und Qualitäten künftig zur Verfügung stehen und wie diese entlang der Wertschöpfungskette genutzt werden können.

Nach der Begrüßung durch Lotte Kube von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) und einem Grußwort von Frickingens Bürgermeisterstellvertreter Walter Städele stellt Landesforstpräsident Martin Strittmatter vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg die Waldstrategie Baden-Württemberg 2050 vor. Es folgen Fachbeiträge zur Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung (WEHAM) für Baden-Württemberg sowie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Rohstoffversorgung und Kohlenstoffflüsse in der Wertschöpfungskette. Zudem werden Potenziale von Laubholz im mehrgeschossigen Bauen und bei Modernisierungen aufgezeigt.

Im anschließenden interaktiven Austausch können sich die Teilnehmenden an mehreren Stationen mit den Impulsvorträgen auseinandersetzen. Vorgestellt werden unter anderem die „Informationsplattform Holzernteverfahren“, ein Projekt zu Kohlenstoff-Speicherzertifikaten mit Fokus auf den Holzproduktspeicher sowie Beispiele der Frickinger Holzbaukultur. Ergänzend werden Ergebnisse aus dem Ideenaufruf „Holzbau als Bestandteil des kommunalen Klimaschutzes“ präsentiert.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachpublikum, kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist es, gemeinsam Perspektiven für eine nachhaltige, regionale und zukunftsfähige Nutzung des Rohstoffs Holz zu entwickeln.

 

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