Im Neuordnungsverfahren zur Krankenhausversorgung im Bodenseekreis hat der Kreistag die Beratungen zu den vorliegenden Sicherstellungsangeboten fortgesetzt. In nichtöffentlicher Sitzung am 24. März 2026 im Landratsamt in Friedrichshafen stellten die Vertreter der Oberschwabenklinik (OSK), die AMEOS-Gruppe sowie die SRH-Holding ihre konkretisierten Angebote und Konzepte vor. Eine Entscheidung darüber, mit welchem Partner der Bodenseekreis die Sicherstellungsvereinbarung abschließen will, soll nach aktuellem Fahrplan am 13. Mai 2026 in öffentlicher Sitzung des Kreistags getroffen werden.
Allen drei Bewerbern stand jeweils eine Stunde Präsentationszeit zur Verfügung. Im Mittelpunkt standen dabei Fragenkataloge, die den Bewerbern zuvor aus den Reihen des Gremiums übermittelt worden waren. Hier ging es insbesondere um die medizinischen Planungen. Auch die Finanzierungsmodelle sowie die jeweiligen Unterstützungswünsche an den Bodenseekreis wurden ausführlich behandelt und hinterfragt.
Die weiteren Detailgespräche zur Ausarbeitung verbindlicher Sicherstellungvereinbarungen werden nun primär mit der OSK und AMEOS fortgesetzt. Dann ist es Aufgabe des Kreistags, die Angebote und Konzepte zu bewerten. Nach mindestens einer weiteren nichtöffentlichen Beratungsrunde im Ausschuss für Verwaltung und Kultur am 29. April soll die abschließende Beratung und Entscheidung des Kreistags dann am 13. Mai 2026 öffentlich erfolgen.
„Die vertiefte Befassung mit den Angeboten zeigt, dass wir im Verfahren Schritt für Schritt vorankommen. Dieser sorgfältige Prozess ist wichtig, damit die Bürgerinnen und Bürger auch zukünftig in einer Region leben, in der die Krankenhausversorgung auf einem weiterhin hohen Niveau sichergestellt ist und wir dafür den richtigen Partner an unserer Seite haben. Gleichzeitig gilt es jetzt, noch an den letzten Details zu feilen, insbesondere bei den finanziellen Rahmenbedingungen, damit der Kreistag zu einer guten Entscheidung finden kann“, so Landrat Luca Wilhelm Prayon.