Kreistags-Report Juli 2026

+++ Landkreis kauft ehemaligen Klinikstandort in Tettnang +++ Starkes Busangebot erhalten und besser ausrichten +++ Abfallwirtschaft soll Eigenbetrieb werden +++

Wichtige Themen und Beschlüsse des Kreistags des Bodenseekreises am 28. Juli 2026 und seiner vorausgegangenen Fachausschüsse:

Landkreis kauft ehemaligen Klinikstandort in Tettnang

Der Bodenseekreis kauft das Grundstück und die Gebäude des ehemaligen Krankenhauses in Tettnang. Der Kreistag hat dem Kauf zugestimmt und die notwendigen Mittel freigegeben. Dafür muss der Landkreis rund 2,1 Millionen Euro aufbringen.

Mit dem Kauf behält der Landkreis die weitere Entwicklung des Standorts selbst in der Hand und schafft die Voraussetzung für neue medizinische Angebote. So möchte die Oberschwabenklinik dort das Medizinische Versorgungszentrum weiterführen und ein ambulantes Operationszentrum aufbauen. Auch mit weiteren Interessenten laufen Gespräche. Ziel ist es, am Standort langfristig wohnortnahe medizinische Angebote für die Menschen im östlichen Bodenseekreis zu ermöglichen und weiterzuentwickeln.

Starkes Busangebot erhalten und besser ausrichten

Der Bodenseekreis bietet eines der besten ÖPNV-Angebote im ländlichen Raum Baden-Württembergs. Dieses starke Angebot soll erhalten und zugleich besser auf die tatsächliche Nachfrage abgestimmt werden. Deshalb prüft der Landkreis nun, welche Verbindungen gut genutzt werden, wo Busse parallel zur Bahn oder zu anderen Linien fahren und wie sich die Angebote besser miteinander verknüpfen lassen. Dabei aber wird nicht das gesamte Liniennetz infrage gestellt. Im Mittelpunkt stehen vor allem parallele oder wenig genutzte Verbindungen. Durch bereits erfolgte Optimierungsmaßnahmen konnten in diesem Jahr bereits rund eine Million Euro eingespart werden. Weitere sinnvolle Spar- und Verbesserungsmöglichkeiten sollen nun geprüft werden.

Abfallwirtschaft soll Eigenbetrieb werden

Das Abfallwirtschaftsamt des Bodenseekreises soll ab 2027 als Eigenbetrieb organisiert sein. Denn in den kommenden Jahren stehen umfangreiche Investitionen in Anlagen und Entsorgungsangebote an. Diese können in der neuen Organisationsform langfristiger geplant und wirtschaftlich transparenter gesteuert werden. Damit soll die Abfallwirtschaft im Landkreis auch künftig zuverlässig, leistungsfähig und zukunftsfähig aufgestellt sein. Der Eigenbetrieb bleibt aber Teil des Landkreises. Der Kreistag ist weiterhin in die wichtigen Entscheidungen eingebunden. Die Beschäftigten bleiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bodenseekreises.