Für suchtmittelkonsumierende Jugendliche gibt es drei verschiedene Gruppenangebote von der Psychosozialen Beratungsstelle Diakonie Friedrichshafen: HaLT, HaLT Plus und Take away.

HaLT
Das Projekt „Hart am Limit (HaLT)“ widmet sich dem Problem des Rauschtrinkens und erreicht riskant konsumierende sowie gefährdete Kinder und Jugendliche, die ihre Grenzen aus-testen und wenig Erfahrung mit Alkohol und dessen Wirkung haben. Sind Kinder und Jugendliche durch ihren exzessiven Alkoholkonsum aufgefallen, werden sie unmittelbar nach dem konsumierenden Ereignis umfassend begleitet und beraten. Wertschätzend und empathisch wird reflektiert, wie es zur Intoxikation kommen konnte (Reaktive Prävention) und welche weitere Hilfestellung der/die Jugendliche bzw. die Eltern benötigen. Dadurch sollen sie frühzeitig zur Reflexion ihrer Konsumgewohnheiten bewegt werden. Das HaLT-Konzept wurde im Oktober 2009 im Bodenseekreis eingeführt. Eine Besonderheit gegenüber anderen Landkreisen ist die Zuweisung nicht nur durch die Krankenhäuser, sondern auch durch die Polizei und Schulen. Aufgrund der guten Kooperation mit der Polizei, werden im Bodenseekreis Kinder und Jugendliche, die mit mehr als 1 Promille aufgegriffen werden, bereits auf das Angebot HaLT aufmerksam gemacht. Die Teilnahme an der Gruppe ist freiwillig und kostenlos.

HALT Plus
Dieses Gruppenangebot richtet sich an Jugendliche, die aufgrund ihres Alkohol- und/oder Cannabiskonsums in der Regel erstmalig auffällig geworden sind. Die Teilnehmer weisen einen phasenweise kritischen Konsum auf, haben aber noch keine Abhängigkeit entwickelt. Erfahrungen mit anderen illegalen Drogen liegen meist nicht vor. Die Teilnahme an der Gruppe erfolgt entweder freiwillig oder durch Zuweisung der Jugendgerichtshilfe und ist kostenlos.

Take-a-way
Die Take-a-way-Gruppe richtet sich an drogen- und/ oder alkoholkonsumierende Jugendliche, die durch ihren Konsum häufig mehrfach auffällig geworden sind bzw. bereits massive Probleme dadurch haben. Die Teilnehmer weisen ein eher hartes Konsummuster auf, d.h. sie nehmen verschiedene Substanzen regelmäßig zu sich und betreiben sehr häufig Mischkonsum. Zudem weisen sie oft schon klare Kriterien einer Abhängigkeit auf. Die Zuweisung in die Take-a-way-Gruppe erfolgt, meist über die Jugendgerichtshilfe aufgrund einer Auflage. Aber auch die freiwillige Teilnahme ist möglich. Das Angebot ist kostenlos.

Psychosoziale Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete

Katharinenstraße 16
88045 Friedrichshafen

Tel.: 07541 950-180
Fax: 07541 950-1820
info@suchtberatung-fn.de
 
Webseite:
www.suchtberatung-fn.de

Weitere Informationen

Präventionsprojekt "HaLT":
www.halt-projekt.de