Bekanntmachung vom 18. Juni 2021

Der Bodenseekreis und die Stadt Friedrichshafen geben die nachstehende öffentlich-rechtliche Vereinbarung öffentlich bekannt:

Öffentlich-rechtliche Vereinbarung gemäß des Gesetzes über kommunale Zusammenarbeit Baden-Württemberg („GKZ-BW“) zur Übertragung von ÖSPV-Bestellbefugnissen
zwischen
dem Landkreis Bodenseekreis, vertreten durch den Landrat Lothar Wölfle,
Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen
(im Folgenden: Bodenseekreis)
und
der Stadt Friedrichshafen, vertreten durch den Oberbürgermeister Andreas Brand,
Adenauerplatz 1, 88045 Friedrichshafen
(im Folgenden: Stadt Friedrichshafen)

(gemeinsam auch „die Parteien“)

Präambel
Der Bodenseekreis ist Aufgabenträger für den Öffentlichen Straßenpersonenverkehr („ÖSPV“) gem. § 6 Abs. 1 des Gesetzes über die Planung, Organisation und Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs („ÖPNVG-BW“) sowie zuständige Behörde gem. Art. 2 lit. b) VO EG/1370/2007. Die Stadt Friedrichshafen ist interventionsbefugte zuständige Behörde („freiwilliger ÖSPV-Aufgabenträger“) nach § 6 Abs. 1 S. 2 ÖPNVG-BW für den ÖSPV im eigenen Stadtgebiet (Stadtverkehr) sowie ebenfalls zuständige Behörde gem. Art. 2 lit. b) VO EG/1370/2007.
Derzeit ist die Stadtverkehr Friedrichshafen GmbH („SVF“), als Inhaberin entsprechender Liniengenehmigungen gemäß Personenbeförderungsgesetz (PBefG), von der Stadt Friedrichshafen mit der Erbringung von öffentlichen Personenverkehrsdiensten im Stadtgebiet Friedrichshafen und in den Gemarkungen Oberteuringen und Markdorf betraut. Zum Zwecke der beihilfenrechtlichen- und vergaberechtlichen Absicherung besitzt die SVF aktuell einen sog. „öffentlichen Dienstleistungsauftrag“ („öDA“). Auch künftig ist vorgesehen, diese sich bewährte verkehrliche Verflechtung zwischen Stadt- und Überlandverkehr beim Verkehrsangebot der SVF beizubehalten.
Der Bodenseekreis und die Stadt Friedrichshafen schließen zum Zwecke der Übertragung von ÖSPV-Bestellbefugnissen die nachfolgende Vereinbarung:

§ 1 Gegenstand der Vereinbarung

  1. Der Bodenseekreis überträgt der Stadt Friedrichshafen die Aufgabe und Befugnis, die Linien bzw. Linienabschnitte, die nach dem jeweils gültigen Nahverkehrsplan aus dem Gebiet der Stadt Friedrichshafen in das Gebiet des Bodenseekreises einbrechen und zum Stadtverkehrsnetz Friedrichshafen gehören, in eigenem Namen zu bestellen (delegierende Übertragung der Bestellbefugnis). Dies betrifft die Linienverkehre in den Korridoren nach Oberteuringen und Markdorf. Die Parteien können die exakte Linienbezeichnung und den Verlauf mit gesonderter Vereinbarung festlegen.
     
  2. Die in Absatz 1 geregelte delegierende Übertragung der Aufgabe und Befugnis beinhaltet das Recht, die erforderlichen Bekanntmachungen nach dem allgemeinen Vergaberecht oder gemäß der VO EG/1370/2007 in eigenem Namen zu veröffentlichen, sowie öffentliche Dienstleistungsaufträge nach dem allgemeinen Vergaberecht oder gemäß der VO EG/1370/2007 in eigenem Namen zu erteilen.
     
  3. Weitere Vorgaben zur Ausgestaltung der delegierenden Übertragung der Aufgabe und Befugnis können die Parteien mit gesonderter Vereinbarung regeln.
     

§ 2 Entschädigung für die Aufgabendelegation

Die Parteien sind berechtigt, eine etwaige Entschädigung vom Bodenseekreis an die Stadt Friedrichshafen für die Aufgabendelegation mit gesonderter Vereinbarung zu regeln.
 

§ 3 Laufzeit der Zweckvereinbarung

  1. Diese Vereinbarung wird am Tag nach der letzten öffentlichen Bekanntmachung durch die Parteien wirksam (§ 25 Abs. 6 Satz 2 GKW-BW). Die Zweckvereinbarung wird für die Dauer der Laufzeit des voraussichtlich ab Januar 2024 geltenden öffentlichen Dienstleistungsauftrages der Stadt Friedrichshafen an die SVF geschlossen.
     
  2. Über eine mögliche Verlängerung dieser Vereinbarung werden sich die Parteien frühzeitig abstimmen.
     
  3. Diese Vereinbarung kann durch jede Partei bis zum 31.12. eines jeden Jahres zum Fahrplanwechsel im Dezember des Folgejahres schriftlich gekündigt werden. Die Kündigung hat schriftlich gegenüber der jeweils anderen Partei zu erfolgen. Ferner ist eine Aufhebung durch übereinstimmende schriftliche Erklärung aller Parteien jeweils zum Jahresende möglich. Die Erklärung der Kündigung einer gesonderten Vereinbarung i.S.v. § 1 Abs. 1 oder 3 oder § 2 gilt zugleich als Kündigung dieser Vereinbarung.
     
  4. Davon unberührt bleibt das Recht einer Partei, die Vereinbarung jederzeit aus wichtigem Grund außerordentlich zu kündigen. Ein wichtiger Grund liegt beispielsweise dann vor, wenn eine wesentliche Änderung der gesetzlichen Befugnisse eines ÖSPV-Aufgabenträgers erfolgt, die die Wahrnehmung eines oder mehrerer Befugnisse gemäß § 1 durch die Stadt Friedrichshafen unmöglich macht oder wenn gegen die Interessen einer Partei verstoßen wurde. Sofern es der kündigenden Partei zumutbar ist, soll eine Kündigungsfrist von sechs Monaten (Zeitraum zwischen dem Zugang der Kündigungserklärung und dem Wirksamwerden der Kündigung) eingehalten werden.
     
  5. Mit Kündigung oder Aufhebung dieser Vereinbarung fallen sämtliche übertragene Aufgaben und Befugnisse an die ursprüngliche Partei zurück.
     

§ 4 Genehmigungsvorbehalt

Die Wirksamkeit dieser Vereinbarung steht gemäß § 25 Abs. 5 GKZ-BW unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Rechtsaufsichtsbehörde (Regierungspräsidium Tübingen, § 28 Abs. 2 Nr. 2 GKZ-BW). Gleiches gilt für jede Änderung, eine Aufhebung oder Kündigung dieser Vereinbarung.
 

§ 5 Schlussbestimmungen

  1. Sollte eine Bestimmung dieser Vereinbarung unwirksam oder undurchführbar sein oder werden oder die Vereinbarung eine an sich notwendige Regelung nicht enthalten, so berührt dies die Wirksamkeit der Vereinbarung im Übrigen nicht. Die Parteien verpflichten sich, zur Ersetzung einer unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung oder zur Ausfüllung der Regelungslücke, eine rechtlich zulässige Bestimmung unter Beachtung der gebotenen Form zu vereinbaren, die so weit wie möglich dem entspricht, was die Parteien gewollt haben oder nach dem Sinn und Zweck der Vereinbarung gewollt hätten, wenn sie die Unwirksamkeit oder Undurchführbarkeit der betreffenden Bestimmung bzw. die Regelungslücke erkannt hätten.
     
  2. Änderungen und Ergänzungen dieser Vereinbarung, einschließlich dieser Schriftformklausel, bedürfen der Schriftform, sofern keine notarielle Form zu beachten ist.
Für den Bodenseekreis:                             
Friedrichshafen, den 19.05.2021
gez. Lothar Wölfle
Landrat      
Für die Stadt Friedrichshafen:
Friedrichshafen, den 19.05.2021
gez. Andreas Brand
Oberbürgermeister

Genehmigungsvermerk zur öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen dem Landkreis Bodenseekreis und der Stadt Friedrichshafen zur Übertragung von ÖSPV-Bestellbefugnissen:
Das Landratsamt Bodenseekreis und die Stadt Friedrichshafen haben die o. g. öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Übertragung von ÖSPV-Bestellbefugnissen abgeschlossen und mit Bezugsschreiben vom 21.05.2021 dem Regierungspräsidium Tübingen zur Genehmigung vorgelegt. Die Voraussetzungen für die Genehmigung der o. g. öffentlich-rechtlichen Vereinbarung liegen vor. Das Regierungspräsidium Tübingen genehmigt hiermit gemäß § 25 Abs. 5 i. V. mit § 28 Abs. 2 Nr. 2 GKZ die am 19.05.2021 unterzeichnete öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Übertragung von ÖSPV-Bestellbefugnissen. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung ist von den Beteiligten mit dieser Genehmigung öffentlich bekannt zu machen. Dabei ist nach den gesetzlichen Bestimmungen der Vereinbarungstext mit dem Genehmigungsvermerk bekannt zu machen. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung tritt gemäß § 25 Abs. 6 GKZ am Tag nach der letzten öffentlichen Bekanntmachung in Kraft.


Tübingen, den 25.05.2021
Regierungspräsidium Tübingen
gez. Dr. Michael Fischer

Bodenseekreis                                                            Stadt Friedrichshafen

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Bekanntmachung vom 9. Juni 2021

I.

Um das Risiko von Abdrift captanhaltiger Pflanzenschutzmittel auf benachbarte Hopfenflächen zu minimieren, ordnet das Landratsamt Bodenseekreis auf der Grundlage von § 3 Abs. 1 Satz 3 PflSchG Folgendes an:

Wird ein captanhaltiges Pflanzenschutzmittel entgegen der Beratungsempfehlung im Zeitraum vom 21. Juni 2021 bis zum 30. September 2021 angewendet, so ist die folgende Maßnahme zur Einhaltung der guten fachlichen Praxis hinsichtlich Abdriftminderung zu treffen:

Das Gerät zur Ausbringung eines captanhaltigen Pflanzenschutzmittels muss eine Abdriftminderungsklasse von mindestens 99 % (Tunnelsprühgerät) gemäß des vom Julius Kühn-Institut (JKI) herausgegebenen Verzeichnisses verlustmindernder Geräte aufweisen (https://www.julius-kuehn.de/at/richtlinien-listen-pruefberichte-und-antraege/).

II.

Diese Allgemeinverfügung gilt in allen Gemarkungen der Gemeinden Eriskirch, Kressbronn, Langenargen, Meckenbeuren, Neukirch und Tettnang.

III.

Die sofortige Vollziehung nach § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung wird angeordnet.

IV.

Diese Allgemeinverfügung gilt am Tage nach der Bekanntmachung als bekannt gegeben.

V.

Die Allgemeinverfügung einschließlich ihrer Begründung kann beim Landratsamt Bodenseekreis, Albrechtstr. 77, 88045 Friedrichshafen eingesehen werden.

Unbeschadet dieser Änderung sind alle weiteren gesetzlichen Regelungen zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu beachten.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Verfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Albrechtstr. 77, 88045 Fried-richshafen erhoben werden. Dafür stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Schriftlich oder zur Niederschrift:
    Der Widerspruch kann schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Unsere Anschriften sind:
    Postanschrift: Landratsamt Bodenseekreis, 88041 Friedrichshafen;
    Hausanschrift: Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 – 3, 88045 Friedrichshafen.

  2. Auf elektronischem Weg:
    Der Widerspruch kann auch auf elektronischem Weg erhoben werden. Dafür stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
    Der Widerspruch kann durch E-Mail mit qualifizierter elektronischer Signatur nach dem Signaturgesetz erhoben werden. Unsere E-Mail-Adresse lautet: info@bodenseekreis.de.
    Der Widerspruch kann auch durch De-Mail in der Sendevariante mit bestätigter sicherer Anmeldung nach dem De-Mail-Gesetz erhoben werden.
    Unsere De-Mail-Adresse lautet: info@bodenseekreis.de-mail.de.

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 6. Juni 2021

Der Bodenseekreis gibt bekannt, dass im Zeitraum vom 2. bis einschließlich 6. Juni 2021 und damit an fünf Tagen in Folge die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 und von 35 unterschritten ist.

Daher finden ab dem 7. Juni 2021 sowohl die Regelungen der Öffnungsstufe 3 als auch die Lockerungen bei Inzidenzen unter 35 Anwendung.

Im Einzelnen:
Unterschreitet ein Landkreis an den fünf vor dem 07.06.2021 liegenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 bzw. 35, so treten die Öffnungsstufe 3 bzw. die entsprechenden Lockerungen des § 21 Abs. 5a der Corona-Verordnung des Landes (CoronaVO) ab 07.06.2021 in Kraft. Die Unterschreitung ist vom zuständigen Gesundheitsamt gemäß § 21 Abs. 9a CoronaVO am 06.06.2021 ortsüblich bekannt zu machen.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tage-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Zeitraum, nämlich am 02.06.2021, 03.06.2021, 04.06.2021, 05.06.2021 und 06.06.2021 unter 50 sowie unter 35. Ab dem 07.06.2021 finden daher die Regelungen zur Öffnungsstufe 3 sowie die weiteren Lockerungen gemäß § 21 Abs. 5a CoronaVO Anwendung.

Die übrigen Lockerungen bei Inzidenzen unter 50 gemäß § 21 Abs. 5 S. 1 CoronaVO (in der jeweils gültigen Fassung), die im Bodenseekreis bereits am 31.05.2021 in Kraft traten, gelten fort. Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar .

Friedrichshafen, 6. Juni 2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 4. Juni 2021

Der Bodenseekreis gibt bekannt, dass seit dem ersten Tag der Öffnungsstufe 1 die Sieben-Tage-Inzidenz seit 14 Tagen in Folge unter 100 liegt und eine sinkende Tendenz besteht.

Daher finden ab dem 5. Juni 2021 die Regelungen der Öffnungsstufe 2 gemäß § 21 Abs. 2 der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg Anwendung.

Im Einzelnen:
Unterschreitet in einem Landkreis, an dem die Regelungen der Öffnungsstufe 1 bereits Anwendung finden, an 14 aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 und besteht eine sinkende Tendenz, so treten zusätzlich die Regelungen der Öffnungsstufe 2 in Kraft.

Eine sinkende Tendenz liegt vor, wenn innerhalb von 14 aufeinanderfolgenden Tagen seit dem ersten Tag der Öffnungsstufe 1 die Sieben-Tage-Inzidenz durchschnittlich unter der Sieben-Tage-Inzidenz des ersten Tages der Öffnungsstufe 1 liegt. Sind diese Voraussetzungen gegeben, ist dies vom zuständigen Gesundheitsamt ortsüblich bekannt zu machen. Die Rechtswirkung der nächsten Öffnungsstufe tritt am nächsten Tag nach der Bekanntmachung ein.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Zeit vom 22.05. bis 04.06.2021 durchschnittlich unter dem Einstiegswert von Öffnungsstufe 1.

Folgende Sieben-Tage-Inzidenzen lagen seit dem Inkrafttreten der Öffnungsstufe 1 am 22.05.2021 vor:

22.05.23.05.24.05.25.05.26.05.27.05.28.05.
58,955,654,353,844,131,731,7
29.05.30.05.31.05.01.06.02.06.03.06.04.06.
29,424,424,423,527,124,818,9

Damit ergibt sich eine durchschnittliche Sieben-Tage-Inzidenz von 35,9. Da dieser Wert die Sieben-Tage-Inzidenz von 58,9 (Tageswert von 22.05.2021.) unterschreitet, liegen die Voraussetzungen für die Anwendung der Öffnungsstufe 2 vor.

Ab dem 05.06.2021 gelten im Bodenseekreis daher die Regelungen der Öffnungsstufe 2 gemäß § 21 der Corona-Verordnung des Landes (CoronaVO). Die Regelung treten neben den bereits geltenden Regelungen in Kraft. Im Bodenseekreis finden damit auch nach wie vor die Regelungen der Corona-Verordnung des Landes für eine Inzidenz „unter 50“ (Bekanntmachung des Landkreises vom 30.05.2021) und für „Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsoziarbeit bei einer Inzidenz von 35 und weniger“ (Bekanntmachung des Landkreises vom 31.05.2021) Anwendung.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen der Corona-Verordnung entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.

Friedrichshafen, 4. Juni 2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 31. Mai 2021

Der Bodenseekreis gibt bekannt, dass im Zeitraum vom 27. bis einschl. 31. Mai 2021 und damit an fünf Tagen in Folge die Sieben-Tage-Inzidenz von 35 unterschritten ist. Damit treten die Lockerungen des § 2 Abs. 5 der Corona-Verordnung Angebote Kinder und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit des Landes Baden-Württemberg ab dem 2. Juni 2021 in Kraft.

Im Einzelnen:
Liegt in einem Landkreis die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge bei einem Schwellenwert von 35 oder weniger, so treten die entsprechenden Lockerungen des § 2 Abs. 5 der Corona-Verordnung Angebote Kinder und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit (CoronaVO KJA/JSA) in Kraft. Die Unterschreitung ist vom zuständigen Gesundheitsamt ortsüblich bekannt zu machen. Die Rechtswirkung der Lockerungen tritt am übernächsten Tag nach der Bekanntmachung ein.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tage-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Zeitraum, nämlich am 27.05.2021, 28.05.2021, 29.05.2021, 30.05.2021 und 31.05.2021 unter 35.

Ab dem 02.06.2021 gelten daher die Lockerungen gemäß § 2 Abs. 5 CoronaVO KJA/JSA.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen der Corona-Verordnung Angebote Kinder – und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.

Im Übrigen gelten im Bodenseekreis nach wie vor die Regelungen der Corona-Verordnung des Landes für eine Inzidenz „unter 50“ (Bekanntmachung des Landkreises vom 30. Mai 2021) in Verbindung mit dem „Öffnungsschritt 1“ (Bekanntmachung vom 20. Mai 2021).

Friedrichshafen, 31. Mai 2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 30. Mai 2021

Der Bodenseekreis gibt bekannt, dass im Zeitraum vom 26. bis einschl. 30. Mai 2021 und damit an fünf Tagen in Folge die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 unterschritten ist.

Damit treten die Lockerungen des § 21 Abs. 5 Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ab dem 31. Mai 2021 in Kraft. Für Schulen gelten die Regelungen zum Schulbetrieb nach § 19 Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg für eine Inzidenz unter 50 ab dem 1. Juni 2021.

Im Einzelnen:
Unterschreitet ein Landkreis an fünf aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 50, so treten die entsprechenden Lockerungen des § 21 Abs. 5 der Corona-Verordnung des Landes (CoronaVO) sowie die entsprechenden Regelungen für Schulen nach § 19 CoronaVO in Kraft. Die Unterschreitung ist vom zuständigen Gesundheitsamt ortsüblich bekannt zu machen. Die Rechtswirkung der Lockerungen tritt am nächsten, die Regelungen für Schulen am übernächsten Tag nach der Bekanntmachung ein.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tage-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Zeitraum, nämlich am 26.05.2021, 27.05.2021, 28.05.2021, 29.05.2021 und 30.05.2021 unter 50.

Ab dem 31.05.2021 gelten daher neben den Regelungen zur Öffnungsstufe 1 die Lockerungen gemäß § 21 Abs. 5 CoronaVO. Die Vorgaben des § 19 CoronaVO zum Schulbetrieb bei Inzidenzen unter 50 finden ab dem 01.06.2021 Anwendung.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.

Friedrichshafen, 30. Mai 2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 24. Mai 2021

Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung plant die Trinkwasserförderungs- und –aufbereitungsanlagen in Sipplingen am Bodensee weiterzuentwickeln, um die Trinkwasserversorgung für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen. Allgemeine Informationen zum Projekt finden Sie auf der Internetseite der Bodensee-Wasserversorgung unter https://www.bodensee-wasserversorgung.de/projekt-zukunftsquelle/.

Die bestehende Wasserentnahmemenge soll durch das Projekt Zukunftsquelle nicht erhöht werden.
Um Redundanzen im Bereich der Wasserentnahme sicherstellen zu können, soll zukünftig an zwei Entnahmestandorten Wasser entnommen werden. Es handelt sich hierbei um Änderungen am bestehenden Standort Süßenmühle und um einen neugeplanten Standort Pfaffental, der sich an der Grenze der Gemeindegebiete Bodman-Ludwigshafen und Sipplingen befinden soll, dessen genaue Lage aktuell jedoch noch nicht feststeht.

Im Bereich des bestehenden Wasserentnahmestandorts Süßenmühle sollen zwei neue See-Wasserwerke erstellt werden. Um am Wasserentnahmestandort Süßenmühle zwei voneinander unabhängige Entnahmesysteme zur Wasserförderung sicherstellen zu können, ist die Herstellung neuer Entnahmeleitungen zur Wasserförderung erforderlich. Außerdem soll in zwei neu zu errichtenden Gebäuden jeweils eine Ultrafiltrationsanlage eingebaut werden, welche das Rohwasser in einem ersten Verfahrensschritt reinigt. Weiterhin ist geplant, das Pumpwerk und die Steigleitung zum Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg zu ertüchtigen und zu modernisieren. Das bisher bestehende Entnahmesystem am Wasserentnahmestandort Süßenmühle soll nach Fertigstellung der Maßnahme zurückgebaut werden.
Im Bereich des neugeplanten Wasserentnahmestandorts Pfaffental soll ein neues See-Wasserwerk erstellt werden. Hierfür ist die Herstellung eines Entnahmesystems, einer Aufbereitungsanlage mit Ultrafiltrationstechnologie und von Förderpumpen geplant. Um das Wasser vom Wasserentnahmestandort Pfaffental zum Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg transportieren zu können, ist die Errichtung einer neuen ca. 2,2 km langen Wassertransportleitung (Druckleitung) geplant. Um den neu geplanten Wasserentnahmestandort Pfaffental mit Strom zu versorgen, ist die Errichtung einer Freiluftschaltanlage im Bereich des Negelhofs geplant. Von dort soll ein 110-kV Erdkabel zum Wasserentnahmestandort Pfaffental verlaufen. Zudem werden die Aufbereitungstechnologie und die Wasserspeicher im Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg modernisiert und erweitert.

Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung plant zum Auftakt der verschiedenen erforderlichen Zulassungsverfahren mit dem Teilprojekt Wassertransportleitung vom neu geplanten Standort Pfaffental zum Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg zu starten. Für die Zulassung dieses Teilprojekts ist gem. § 65 UVPG eine Planfeststellung oder Plangenehmigung erforderlich. Bestandteil dieses Planfeststellungs- oder Plangenehmigungsverfahren ist auch die nach Nr. 19.8.2 der Anlage 1 zum UVPG erforderliche standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls.

Das Regierungspräsidium Tübingen, das Landratsamt Konstanz und das Landratsamt Bodenseekreis geben der Bodensee-Wasserversorgung, den Trägern öffentlicher Belange sowie den anerkannten Umweltvereinigungen die Gelegenheit zu einer gemeinsamen Besprechung. Die Besprechung dient dazu, Gegenstand, Umfang und Methoden der Umweltverträglichkeitsprüfung festzulegen (Scopingtermin). Der Scopingtermin findet am

Donnerstag, 10.06.2021 um 9:00 Uhr

entsprechend § 5 Abs. 1 Planungssicherstellungsgesetz (PlanSIG) als Onlineveranstaltung statt.
Die Öffentlichkeit hat das Recht, als Zuhörende/ Zusehende beim Termin anwesend zu sein.
Sollten Sie als Zuhörende/ Zusehende am Termin teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte bis zum 07.06.2021 per Mail bei nicole.strohmeier@rpt.bwl.de und veronika.weiss@rpt.bwl.de. Bitte benennen Sie uns hierbei Ihren Namen und Ihre E-Mailadresse. Gem. der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) weisen wir darauf hin, dass diese Daten ausschließlich für die Vorbereitung und Durchführung des Scopingtermins erhoben, gespeichert und verarbeitetet werden und nicht für sonstige Zwecke an Dritte weitergegeben werden. Ergänzend wird auf die Datenschutzerklärung des Regierungspräsidiums Tübingen (u. a. mit den Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten) verwiesen. Diese ist abrufbar unter
https://rp.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/RP-Internet/_DocumentLibraries/Documents/Datenschutzerklaerung_RPen.pdf.
Sie erhalten die entsprechenden Informationen und Zugangsdaten zur Onlineplattform anschließend per E-Mail.

Landratsamt Bodenseekreis, Landratsamt Konstanz, Regierungspräsidium Tübingen, den 24.05.2021

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Bekanntmachung vom 20. Mai 2021

Hiermit wird bekannt gemacht, dass ab 22.05.2021 wegen Unterschreitens der Sieben-Tage-Inzidenz von 100 die entsprechenden Regelungen des § 28b des Infektionsschutzgesetzes nicht mehr gelten.

Daher treten ab dem 22.05.2021 die Regelungen der Öffnungsstufe 1 in der Corona-Verordnung des Landes in Kraft und es gelten für die Schulen die Regelungen der Corona-Verordnung des Landes für Inzidenzen zwischen 50 und 100.

Im Einzelnen:

Im Landkreis Bodenseekreis finden derzeit noch die Maßnahmen des § 28b des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) bei Inzidenzen über 100 Anwendung.

Die Geltung dieser Maßnahmen endet aber, wenn an fünf aufeinander folgenden Werktagen die maßgeblichen Schwellenwerte unterschritten werden. Die im maßgeblichen Zeitraum liegenden Sonn- und Feiertage zählen nicht mit. Die zuständigen Gesundheitsämter müssen in geeigneter Weise bekannt machen, ab welchem Tag die Maßnahmen in einem Landkreis jeweils gelten bzw. wieder außer Kraft treten.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tages-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Zeitraum, nämlich am 15.05.2021, 17.05.2021, 18.05.2021, 19.05.2021 und 20.05.2021, unter 100.

Mit dem Tag des Außerkrafttretens der Maßnahmen nach § 28b IfSG gelten die Regelungen der Öffnungsstufe 1 gemäß § 21 der Corona-Verordnung des Landes (CoronaVO). Ebenso finden die Vorgaben des § 19 CoronaVO zum Schulbetrieb bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 Anwendung.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen dem § 28b IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.


Friedrichshafen, 20. Mai 2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 10. Mai 2021

Hiermit wird bekannt gemacht, dass ab 12.05.2021 wegen Unterschreitens der Sieben-Tage-Inzidenz von 150 die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden gemäß § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 des Infektionsschutzgesetzes wieder zulässig ist.

Im Einzelnen: Das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ist im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2021, S. 802) verkündet worden. Damit ist eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfolgt, die am 23.04.2021 in Kraft getreten ist. Die Geltungsdauer ist bis zum 30.06.2021 befristet.

Ab einer Inzidenz von 150 ist die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung (Click-and-Meet) untersagt. Die genauen Vorgaben können § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden.

Die Geltung dieser Maßnahmen endet aber, wenn an fünf aufeinander folgenden Werktagen die maßgeblichen Schwellenwerte unterschritten werden. Die Zählung der Werktage wird nicht durch dazwischen liegende Sonn- oder Feiertage unterbrochen. Die zuständigen Gesundheitsämter müssen in geeigneter Weise bekannt machen, ab welchem Tag die Maßnahmen in einem Landkreis jeweils gelten bzw. wieder außer Kraft treten.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tages-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Zeitraum, nämlich am 05.05.2021, 06.05.2021, 07.05.2021, 08.05.2021 und 10.05.2021, unter 150.

Es gelten für den Handel derzeit weiterhin die Maßnahmen bei Überschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz von 100.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen dem § 28b IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.
 

Friedrichshafen, 10.05.2021

Christoph Keckeisen
Erster Landesbeamter
 

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Bekanntmachung vom 8. Mai 2021

Hiermit wird bekannt gemacht, dass ab 10.05.2021 wegen Unterschreitens der Sieben-Tage-Inzidenz von 165 die entsprechenden Regelungen des § 28b Abs. 3 des Infektionsschutzgesetzes keine Anwendung mehr finden.

Im Einzelnen: Das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ist im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2021, S. 802) verkündet worden. Damit ist eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfolgt, die am 23.04.2021 in Kraft getreten ist. Die Geltungsdauer ist bis zum 30.06.2021 befristet.

In Schulen darf ab einer Inzidenz von 165 Präsenzunterricht grundsätzlich überhaupt nicht mehr stattfinden, in Kindergärten erfolgt ab einer Inzidenz von 165 nur noch eine Notbetreuung. Die genauen Vorgaben können § 28b Abs. 3 IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden.

Die Geltung dieser Maßnahmen endet aber, wenn an fünf aufeinander folgenden Werktagen die maßgeblichen Schwellenwerte unterschritten werden. Die zuständigen Gesundheitsämter müssen in geeigneter Weise bekannt machen, ab welchem Tag die Maßnahmen in einem Landkreis jeweils gelten bzw. wieder außer Kraft treten.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tage-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Zeitraum, nämlich am 04.05.2021, 05.05.2021, 06.05.2021, 07.05.2021 und 08.05.2021, unter 165.
Es gelten für Schulen und Kindergärten derzeit weiterhin die Maßnahmen bei Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz von 100.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen dem § 28b IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.
 

Friedrichshafen, 08.05.2021

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 1. Mai 2021

Hiermit wird bekannt gemacht, dass ab 03.05.2021 wegen Überschreitens der Sieben-Tage-Inzidenz von 165 die entsprechenden Regelungen des § 28b Abs. 3 des Infektionsschutzgesetzes Anwendung finden.

Im Einzelnen: Das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Trageweite ist im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2021, S. 802) verkündet worden. Damit ist eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfolgt, die am 23.04.2021 in Kraft getreten ist. Die Geltungsdauer ist bis zum 30.06.2021 befristet.

In Schulen darf ab einer Inzidenz von 165 Präsenzunterricht grundsätzlich überhaupt nicht mehr stattfinden, in Kindergärten erfolgt ab einer Inzidenz von 165 nur noch eine Notbetreuung. Die genauen Vorgaben können § 28b Abs. 3 IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden.

Die Geltung dieser Maßnahmen endet, wenn an fünf aufeinander folgenden Werktagen die maßgeblichen Schwellenwerte unterschritten werden. Die Zählung der Werktage wird nicht durch dazwischen liegende Sonn- oder Feiertage unterbrochen. Die zuständigen Gesundheitsämter müssen in geeigneter Weise bekannt machen, ab welchem Tag die Maßnahmen in einem Landkreis jeweils gelten bzw. wieder außer Kraft treten.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tages-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Drei-Tages-Zeitraum, nämlich am 29.04.2021, 30.04.2021 und 01.05.2021, über 165.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen dem § 28b IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.

Aufgrund eines Übermittlungsfehlers des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hat das Robert Koch-Institut für den 29.04.2021 einen falschen Wert der Sieben-Tages-Inzidenz für den Landkreis Bodenseekreis gemeldet. Der tatsächliche Wert lag - wie auch vom Landesgesundheitsamt veröffentlicht - bei 168,8. Nach Rücksprache mit dem Sozialministerium Baden-Württemberg sowie dem Landesgesundheitsamt muss - dem Sinn und Zweck der Regelung des § 28b IfSG entsprechend - auf die tatsächliche Zahl und damit auf den Wert von 168,8 abgestellt werden.

Friedrichshafen, 1. Mai 2021

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 26. April 2021

Hiermit wird bekannt gemacht, dass ab 28.04.2021 wegen Überschreitens der Sieben-Tage-Inzidenz von 150 die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden gemäß § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 des Infektionsschutzgesetzes untersagt ist.

Im Einzelnen: Das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ist im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2021, S. 802) verkündet worden. Damit ist eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erfolgt, die am 23.04.2021 in Kraft getreten ist. Die Geltungsdauer ist bis zum 30.06.2021 befristet.

Das geänderte IfSG sieht für Landkreise, in denen auf Grundlage der Zahlen des Robert Koch-Instituts eine Sieben-Tages-Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird, Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, die weitgehende Schließung des Einzelhandels, der Gastronomie, von Dienstleistungsbetrieben sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen vor. Die Sportausübung wird beschränkt; touristische Übernachtungsangebote sind untersagt. Die genauen Vorgaben können § 28b Abs. 1 IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden.
Schulen müssen ab einer Inzidenz von 100 auf Grundlage der Zahlen des Robert Koch-Instituts zum Wechselunterricht übergehen. Die genauen Vorgaben können § 28b Abs. 3 IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden.

Ab einer Inzidenz von 150 auf Grundlage der Zahlen des Robert Koch-Instituts ist die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung (Click-and-Meet) untersagt. Die genauen Vorgaben können § 28b Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden.

Die Geltung dieser Maßnahmen endet, wenn an fünf aufeinander folgenden Werktagen die maßgeblichen Schwellenwerte unterschritten werden. Die Zählung der Werktage wird nicht durch dazwischenliegende Sonn- oder Feiertage unterbrochen. Die zuständigen Gesundheitsämter müssen in geeigneter Weise bekannt machen, ab welchem Tag die Maßnahmen in einem Landkreis jeweils gelten bzw. wieder außer Kraft treten.

Im Landkreis Bodenseekreis lag die Sieben-Tages-Inzidenz im rechtlich maßgeblichen Drei-Tages-Zeitraum, nämlich am 24.04.2021, 25.04.2021 und 26.04.2021, über 150.

Die Maßnahmen und Regelungen können im Einzelnen dem § 28b IfSG sowie der Corona-Verordnung des Landes entnommen werden. Die vorstehende Darstellung stellt nur eine grobe Zusammenfassung dar.

Friedrichshafen, 26. April 2021

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 23. April 2021

Im Landkreis Bodenseekreis überschreitet an drei aufeinander folgenden Tagen die durch das Robert Koch-Institut veröffentlichte Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) den Schwellenwert von 100.

Ab dem 24. April 2021 gelten daher die entsprechenden Maßnahmen nach § 28b Absatz 1 und 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Landkreis Bodenseekreis. Darüber hinaus gelten die Regelungen der CoronaVO des Landes Baden-Württemberg in der jeweils gültigen Fassung.

Friedrichshafen, 23. April 2021

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 19. April 2021

  1. Mit Allgemeinverfügung vom 10. April 2021 hat das Landratsamt Bodenseekreis – Gesundheitsamt – gemäß § 20 Absatz 5 Satz 1 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) ein Überschreiten der Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner festgestellt.

    Diese Feststellung gilt nach wie vor.

  2. Mit Beschluss vom 17. April 2021 hat die Landesregierung die CoronaVO geändert und neue Regelungen aufgenommen (Regelungen der sog. „Notbremse“, § 20 Abs. 5 bis 7 CoronaVO).

    Zu den Regelungen der „Notbremse“ gehören insbesondere nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Falle des Überschreitens der Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (vgl. § 20 Abs. 7 CoronaVO).

    Die Änderungen treten am 19. April 2021 in Kraft.

  3. Da die Feststellung der Überschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz für den Bodenseekreis nach wie vor Bestand hat, gelten die Rechtsfolgen der CoronaVO in der jeweils aktuellen Fassung automatisch.

    Eine weitere Umsetzung durch den Bodenseekreis, z.B. in Form einer Allgemeinverfügung, ist nicht erforderlich.

    § 20 Abs. 5 und Abs. 6 CoronaVO sowie die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen nach § 20 Abs. 7 CoronaVO gelten im Bodenseekreis somit ab dem 19. April 2021.

  4. Zum Wortlaut der CoronaVO in der aktuellen Fassung wird auf die Homepage des Landes Baden-Württemberg (www.baden-wuerttemberg.de) verwiesen.

Friedrichshafen, den 19.04.2021

Christoph Keckeisen
Erster Landesbeamter

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Bekanntmachung vom 10. April 2021

Das Landratsamt Bodenseekreis – Gesundheitsamt – stellt gemäß § 20 Absatz 5 Satz 1 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) fest:

Im Landkreis Bodenseekreis besteht am 10.04.2021 eine seit drei Tagen in Folge bestehende Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner.

Mit der heutigen Bekanntgabe gehen die Vorschriften des § 20 Absatz 5 Satz 2 Nummer 1 bis 7 CoronaVO ab dem 13.04.2021 den entsprechenden Regelungen der CoronaVO vor.

Begründung

Nach den jeweiligen täglichen Lageberichten des Landesgesundheitsamts lagen in den vergangenen drei Tagen (08.04. bis einschließlich 10.04.2021) im Landkreis Bodenseekreis Sieben-Tages-Inzidenzen mit einem Wert von über 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner vor.

Gemäß § 20 Absatz 7 Satz 1 CoronaVO treten im Falle des § 20 Absatz 5 CoronaVO die Rechtswirkungen bei Überschreiten der Sieben-Tages-Inzidenz am zweiten darauffolgenden Werktag nach der ortsüblichen Bekanntmachung ein.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 – 3, 88045 Friedrichshafen erhoben werden.


Friedrichshafen, den 10.04.2021

Lothar Wölfle
Landrat

 

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Bekanntmachung vom 7. April 2021

Verlegung eines Gewässers von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung in Oberteuringen

Bekanntgabe des Ergebnisses der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalles nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (§ 7 Abs. 1 i. V. m. § 5 Abs. 2 UVPG)

Im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben Flst. Nr. 1483/1, Gemarkung und Gemeinde Oberteuringen soll das Gewässer von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung umgestaltet werden, das die Maybachstraße quert an der westlichen Grundstücksgrenze in das Gewässer NN-AE5, das auch Maybach genannt wird, mündet.

Bei der geplanten Maßnahme handelt es sich um eine wesentliche Umgestaltung des Gewässers, die einen Gewässerausbau gemäß § 67 Abs. 2 Wasserhaushaltsgesetz darstellt.

Nach § 7 Abs. 1 S. 1 i. V. m. Nr. 13.18.1 der Anlage 1 Liste „UVP-pflichtige Vorhaben“ zum UVPG bedarf der Ausbau eines Gewässers, sofern es sich nicht um eine naturnahe Umgestaltung handelt, einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung, ob eine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass bei planmäßiger Ausführung des Vorhabens mit einer Beeinträchtigung von Schutzgütern nicht zu rechnen ist. Bei der überschlägigen Prüfung durch die allgemeine Vorprüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien wurde festgestellt, dass erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen von dem Vorhaben nicht zu erwarten sind und somit für das beantragte Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Wesentliche Gründe für diese Feststellung sind:

Merkmale des Vorhabens:
Im Zuge des Bauvorhabens soll ein Gewässer von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung verlegt werden. Die Gewässereigenschaft als wasserwirtschaftlich bedeutsames Gewässer bzw. Gewässer von untergeordneter Bedeutung ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz, d.h. aus § 2 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) i.V.m. § 3 Nr. 1 WHG sowie § 2 Wassergesetz für Baden-Württemberg (WG). Es handelt sich um ein periodisch wasserführendes Gewässer. Es soll künftig das Grundstück nicht mehr queren, sondern auch im weiteren Verlauf Richtung Westen entlang der nördlichen Grundstücksgrenze verlaufen. Die Bedingungen für die Tiere und die biologische Vielfalt für Flora und Fauna sollen verbessert werden. Die ökologische Durchgängigkeit im Anschluss an die Verdolung, mit der das Gewässer die Maybachstraße quert, die bislang eingeschränkt war und durch die durchgeführten Arbeiten zusätzlich verschlechtert wurde, soll verbessert werden.

Standort des Vorhabens:
Ökologische Empfindlichkeiten des Gebietes oder sonstige Gebiete entsprechend Anlage 3 zum UVPG sind nicht ersichtlich. 

Art und Merkmale der möglichen Auswirkungen:
Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter sind nicht zu erwarten. Negative Auswirkungen sind nicht erheblich, da diese größtenteils temporär auf die Bauzeit beschränkt sind. Nachteilige Auswirkungen durch Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern sind nicht zu erwarten.

Gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 UVPG ist diese Feststellung nicht selbständig anfechtbar.

Friedrichshafen, den 7. April 2021
Landratsamt Bodenseekreis

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Bekanntmachung vom 6. April 2021

Das Landratsamt Bodenseekreis - Gesundheitsamt - stellt gemäß § 20 Absatz 5 Satz 3 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) fest:

Im Landkreis Bodenseekreis besteht am 06.04.2021 eine seit fünf Tagen in Folge bestehende Sieben-Tages-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner.

Mit der heutigen Bekanntgabe gelten die Vorschriften des § 20 Abs. 5 S. 2 Nr. 1 bis 7 CoronaVO daher ab dem 07.04.2021 nicht mehr.
 

Begründung

Nach den jeweiligen täglichen Lageberichten des Landesgesundheitsamts lagen in den vergangenen fünf Tagen (02.04. bis einschließlich 06.04.2021) im Landkreis Bodenseekreis Sieben-Tages-Inzidenzen mit einem Wert von unter 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner vor.

Gemäß § 20 Abs. 7 S. 1 CoronaVO treten im Falle des § 20 Abs. 5 CoronaVO die Rechtswirkungen bei Unterschreiten der Sieben-Tages-Inzidenz am Tag nach der ortsüblichen Bekanntmachung ein.
 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen erhoben werden.
 

Friedrichshafen, 06.04.2021

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 30. März 2021

Das Landratsamt Bodenseekreis - Gesundheitsamt - stellt gemäß § 20 Absatz 5 Satz 1 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) fest:

Im Landkreis Bodenseekreis besteht am 29.03.2021 eine seit drei Tagen in Folge bestehende Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner.

Mit der heutigen Bekanntgabe gehen die Vorschriften des § 20 Abs. 5 S. 2 Nr. 1 bis 7 CoronaVO ab dem 01.04.2021 den entsprechenden Regelungen der CoronaVO vor.
 

Begründung

Nach den jeweiligen täglichen Lageberichten des Landesgesundheitsamts lagen in den vergangenen drei Tagen (27.03. bis einschließlich 29.03.2021) im Landkreis Bodenseekreis Sieben-Tages-Inzidenzen mit einem Wert von über 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner vor.

Der Lagebericht für den 29.03.2021 lag aufgrund eines technischen Problems beim Landesgesundheitsamt erst am 30.03.2021 vor. Gemäß § 20 Abs. 7 S. 1 CoronaVO treten im Falle des § 20 Abs. 5 CoronaVO die Rechtswirkungen bei Überschreiten der Sieben-Tages-Inzidenz am zweiten darauffolgenden Werktag nach der ortsüblichen Bekanntmachung ein.
 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen erhoben werden.
 

Friedrichshafen, 30.03.2021

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 30. März 2021

§ 20 Absatz 8 der CoronaVO lautet: Der Ausschank und Konsum von Alkohol ist auf von den zuständigen Behörden festgelegten öffentlichen Plätzen oder öffentlich zugänglichen Einrichtungen verboten.

Das Gesundheitsamt des Bodenseekreises erlässt aufgrund von § 20 Absätze 1, 2 und 8 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) in Verbindung mit § 1 Absatz 6a der Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSGZustVO), §§ 28, 28a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) sowie § 35 Satz 2 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes (LVwVfG) für den Landkreis Bodenseekreis folgende
 

Allgemeinverfügung

  1. Die öffentlichen Plätze und öffentlich zugänglichen Einrichtungen nach § 20 Abs. 8 CoronaVO werden im Bereich der kreisangehörigen Städte und Gemeinden des Landkreises Bodenseekreis entsprechend der Anlage zu dieser Allgemeinverfügung festgelegt.
  2. Ziffer 1 gilt nicht für Teilflächen oder Bereiche der in der Anlage festgelegten Flächen, die durch Abschrankung, Einzäunung, Einfriedung oder ähnliche Vorrichtungen nicht für jedermann zugänglich sind und nicht als Teil des öffentlichen Verkehrsraums anzusehen sind.
  3. Ausnahmen von den Regelungen der Ziffer 1 erteilt das Gesundheitsamt des Bodenseekreises aus wichtigem Grund im Einzelfall.
  4. Diese Allgemeinverfügung gilt am Tage nach der Veröffentlichung als bekannt gegeben.
  5. a) Diese Allgemeinverfügung tritt außer Kraft, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Landkreis Bodenseekreis, an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde. Die Sieben-Tages-Inzidenz bestimmt sich insoweit nach dem jeweiligen Tagesbericht COVID-19 Baden-Württemberg des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, abrufbar unter: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/Lagebericht_covid-19.aspx
    b) Die Allgemeinverfügung tritt unabhängig davon spätestens mit Ablauf des 11. April 2021 außer Kraft.
      

Gründe:

I. Sachverhalt

Entsprechend einer landes- und auch bundesweiten Tendenz ist auch im Landkreis Bodenseekreis ein Anstieg der Sieben-Tages-Inzidenz zu verzeichnen. Seit dem 12.03.2021 liegt die 7-Tages-Inzidenz über einem Wert von 50 (Tagesbericht COVID-19 des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom 12.03.2021). Am 27.03.2021 überstieg die 7-Tages-Inzidenz zudem den Wert von 100 (106,2 laut Tagesbericht COVID-19 des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom 27.03.2021). Des Weiteren steigt - entsprechend einer bundesweiten Tendenz - auch im Landkreis Bodenseekreis bei den Infektionsfällen mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) der Anteil der Virusvarianten (Mutationen). Zuletzt (Stand: 22.03.2021) waren dies insgesamt 291 bekannte Fälle. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sind weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erforderlich. Dem dient diese Allgemeinverfügung.


II. Rechtliche Würdigung

Diese Allgemeinverfügung beruht auf § 20 Abs. 1, 2, 8 CoronaVO, §§ 28, 28a IfSG.

Das Landratsamt Bodenseekreis - Gesundheitsamt - ist für den Erlass dieser Allgemeinverfügung nach § 1 Abs. 6a IfSGZustVO zuständig. Von einer Anhörung wird nach § 28 Abs. 2 Nr. 4 LVwVfG abgesehen. Die Ortspolizeibehörden der Städte und Gemeinden des Bodenseekreises wurden gemäß § 1 Abs. 6a S. 2 IfSGZustVO beteiligt.

Nach § 20 Abs. 8 CoronaVO ist der Ausschank und Konsum von Alkohol auf von den zuständigen Behörden festgelegten öffentlichen Plätzen oder öffentlich zugänglichen Einrichtungen verboten.

Der bis zum 26.01.2021 gültige § 1e CoronaVO sah noch ein für das gesamte Land Baden-Württemberg gültiges Alkoholverbot vor. Nunmehr obliegt es der jeweils zuständigen Behörde, für ihren Bereich die Flächen festzulegen, für die dann das Alkoholverbot des § 20 Abs. 8 CoronaVO gilt. Die CoronaVO legt daher ein Alkoholverbot fest, dessen Geltungsbereich die zuständigen Behörden durch Allgemeinverfügung festlegen.

Bei dem Alkoholverbot handelt es sich um eine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des § 28 Abs. 1 S. 1 IfSG zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19. Der den § 28 Abs. 1 S. 1 IfSG konkretisierende § 28a IfSG sieht dies in seinem Abs. 1 Nr. 9 sogar ausdrücklich vor.

Die Untersagung des Ausschanks und Konsums von alkoholischen Getränken auf bestimmten öffentlichen Plätzen trägt erheblich dazu bei, Infektionsrisiken zu verringern, da durch die damit verbundene Kontaktbeschränkung das Übertragungsrisiko gesenkt wird. Die erhöhte Attraktivität des öffentlichen Raums bei geschlossenen gastronomischen Einrichtungen ist dabei einzukalkulieren. Hierdurch werden bestimmte öffentliche Plätze besonders attraktiv, um Partys o. ä. zu feiern. Des Weiteren dient ein Alkoholausschankverbot dazu, spontanen gemeinschaftlichen (weiteren) Alkoholkonsum zu reduzieren, da eine zunehmende Alkoholisierung der Einhaltung der hier im Zentrum stehenden Kontaktminimierung entgegensteht.

Neben dem Ziel der Kontaktminimierung soll ein Alkoholverbot auch die Infektionsgefahren eingrenzen, die von einem Alkoholkonsum ausgehen. Der Konsum von Alkohol führt aufgrund der dem Alkohol immanenten enthemmenden Wirkung dazu, dass Infektionsrisiken nicht mehr richtig eingeschätzt und sowohl die AHA-Regeln als auch die Kontaktbeschränkungen nicht mehr eingehalten werden. Der Konsum von Alkohol hat zudem eine schwächende Wirkung auf das Immunsystem. Die Gefahr der Ansteckungen kann dadurch steigen.

Zu berücksichtigen sind zudem die jetzt im Frühjahr steigenden Temperaturen. Entsprechend halten sich auch umso mehr Personen im Freien auf. Diese nehmen nicht nur Spaziergänge vor, sondern halten sich auch für längere Zeiträume an bestimmten Örtlichkeiten auf. Dadurch steigen die oben beschriebenen Gefahren rasant. Mit diesen ist also ohne eine Festlegung, wie sie durch diese Allgemeinverfügung erfolgt, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen. Die anstehenden, in den zeitlichen Geltungsbereich der Allgemeinverfügung fallenden Osterfeiertage lassen erwarten, dass sich auf den ohnehin stark frequentierten Flächen noch mehr Personen aufhalten, da ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung an diesen Tagen frei hat. Hierbei ist gerade auch bei gutem Wetter mit einem steigenden Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zu rechnen.

Bei den in der Anlage zu dieser Allgemeinverfügung aufgeführten Örtlichkeiten handelt es sich um öffentliche Orte, an denen sich erfahrungsgemäß Personen auf engem Raum und bzw. oder nicht nur vorübergehend aufhalten, oder an denen hierfür zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht. Auf diesen Flächen wird auch Alkohol konsumiert oder es besteht aufgrund der Lage der Örtlichkeiten zumindest die Gefahr, dass dort Alkohol konsumiert wird. Damit steigen an diesen Orten auch die oben beschriebenen Risiken. Zum Beispiel sind bestimmte Bereiche des Bodenseeufers erfasst. Aber auch andere Örtlichkeiten, an denen Personen verweilen, wie Parkplätze oder Bahnhofsgelände, sind erfasst. Die Entscheidung, welche Flächen für das Alkoholverbot ausgewiesen werden, wurde unter Berücksichtigung der Ortskenntnisse und Erfahrungen der Gemeinden im Bodenseekreis getroffen.

Die in der Anlage genannten Örtlichkeiten sind grundsätzlich Teil des öffentlichen Raums. Es handelt sich um öffentlichen (Verkehrs-) Raum, der jedermann zugänglich ist. Soweit sich auf den in der Anlage ausgewiesenen Örtlichkeiten auch private Flächen befinden, die kein öffentlicher Verkehrsraum sind, sind diese Flächen gemäß Ziffer 2 nicht erfasst. Nicht erfasst sind also Flächen, die die Zugänglichkeit für jedermann durch Abschrankung, Einzäunung, Einfriedung etc. verhindern und zusätzlich auch nicht als öffentlicher (Verkehrs-) Raum gelten.

Die Festlegung bestimmter Örtlichkeiten im Bodenseekreis, an denen das Alkoholverbot des § 20 Abs. 8 CoronaVO gilt, fördert daher die Verhinderung der Verbreitung von COVID-19.

Die Festlegung der Flächen ist auch erforderlich. Gleich geeignete, dabei mildere Mittel sind nicht ersichtlich. Ein kompletter Verzicht auf die Festlegung der Flächen und damit auf das Alkoholverbot wäre der Eindämmung der Pandemie nicht förderlich. Es wäre vielmehr mit den oben beschriebenen spontanen Ansammlungen, Partys usw. zu rechnen. Auch eine Reduktion der in der Anlage aufgeführten Flächen wäre nicht gleich geeignet. Es sind bereits nur die Flächen aufgeführt, an denen mit den oben beschriebenen Gefahren erfahrungsgemäß zu rechnen ist. Insofern ist die Festlegung der Flächen durch diese Allgemeinverfügung bereits ein milderes Mittel im Vergleich zu einem flächendeckenden, das gesamte Gebiet des Bodenseekreises betreffenden Alkoholverbots. Auch reichen im Hinblick auf die beschriebenen Gefahren des Alkoholkonsums für das Infektionsgeschehen die Maßnahmen der sog. „Notbremse“ nicht aus. Insbesondere ist die Festlegung der Flächen für ein Alkoholverbot auch ein milderes Mittel im Vergleich zu Ausgangsbeschränkungen.

Die Festlegung der Flächen, auf denen das in § 20 Abs. 8 CoronaVO geregelte Alkoholverbot gilt, ist auch angemessen. Zwar ist die allgemeine Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG der von der Festlegung bzw. vom Alkoholverbot betroffenen Personen und u. U. das Eigentumsrecht des Art. 14 GG, evtl. Art. 12 GG, berührt. Demgegenüber steht jedoch das Interesse der Allgemeinheit am Gesundheitsschutz, also an dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG. Eine Abwägung der betroffenen Interessen fällt hier zugunsten des Gesundheitsschutzes aus. Die Risiken für Leben und Gesundheit, die bei einer COVID-19-Erkrankung auftreten, sind hoch. Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG ist damit in besonderem Maße betroffen. Entsprechend besteht auch Handlungsbedarf für staatliche Stellen, da diese eine Schutzpflicht für Leben und Gesundheit der Bevölkerung trifft. Angesichts der steigenden Temperaturen halten sich auch wesentlich mehr Personen im Freien auf. Dies wird durch die anstehenden Osterfeiertage und -ferien noch verschärft. Die oben beschriebenen Gefahren, die das Infektionsgeschehen befeuern können, werden durch das Auftreten der Virusmutationen im Bodenseekreis noch verstärkt. Diese gehen mit einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit einher. Ein unbeschränkter Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, der mit einer Kontakterhöhung einherginge, hätte mit einer noch höheren Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass eine große Anzahl an Personen an COVID-19 erkranken. Damit ist unmittelbar auch die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems betroffen, welches bei einer Erhöhung der COVID-19-Erkrankungen stark belastet wird. Der Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit sowie in die Eigentumsgarantie ist demgegenüber gering. Es ist weiterhin - unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln - möglich, sich im Freien aufzuhalten. Ein Alkoholkonsum im privaten Raum ist ebenso weiterhin möglich. In diesem Zusammenhang ist auch Art. 14 Abs. 2 S. 2 GG zu beachten: Der Gebrauch des Eigentums soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Zur Eindämmung der Pandemie den Alkoholkonsum einzuschränken, ist zumutbar.

Ziff. 4 dieser Allgemeinverfügung beruht auf § 41 Abs. 4 S. 4 LVwVfG. Eine öffentliche Bekanntgabe ist nach § 41 Abs. 3 S. 2 LVwVfG zulässig, da die Bekanntgabe an die Beteiligten (Betroffenen) untunlich wäre. Diese Allgemeinverfügung wird öffentlich bekanntgegeben durch ortsübliche Bekanntmachung auf der Internetseite des Bodenseekreises - www.bodenseekreis.de -, vgl. § 1 DVO LKrO, § 1 der Satzung des Bodenseekreises über die Form öffentlicher Bekanntmachungen vom 19. Dezember 2018.

Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit tritt die Allgemeinverfügung bei Unterschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 im Landkreis Bodenseekreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen gemäß Ziff. 5 a) automatisch außer Kraft. Die Sieben-Tages-Inzidenz bestimmt sich insoweit nach dem jeweiligen Tagesbericht COVID-19 Baden-Württemberg des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, abrufbar unter: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/Lagebericht_covid-19.aspx. Die Allgemeinverfügung tritt außerdem unabhängig davon gemäß Ziff. 5 b) mit Ablauf des 11. April 2021 automatisch außer Kraft. Diese Befristung stellt ebenfalls die Verhältnismäßigkeit der Allgemeinverfügung sicher.
 

Hinweise:

Diese Allgemeinverfügung ist gemäß § 28 Abs. 3 i. V. m. § 16 Abs. 8 IfSG kraft Gesetzes sofort vollziehbar. Widerspruch und Anfechtungsklage haben keine aufschiebende Wirkung.

Die Allgemeinverfügung mit ihrer vollständigen Begründung kann ab sofort beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen nach Terminvereinbarung eingesehen werden. Sie ist außerdem auf der Internetseite des Landkreises Bodenseekreis (www.bodenseekreis.de) abrufbar.
 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen erhoben werden.
 

Friedrichshafen, 29.03.2021

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 30. März 2021

Das Landratsamt Bodenseekreis - Gesundheitsamt - erlässt aufgrund von §§ 28 Absatz 1 Satz 1, 28a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), § 20 Abs. 1 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) in Verbindung mit § 1 Absatz 6a der Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSGZustVO) sowie § 35 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes folgende
 

Allgemeinverfügung

  1. Auf den in der Anlage zu dieser Allgemeinverfügung ausgewiesenen Flächen muss eine medizinische Maske, die die Anforderungen der Norm DIN EN 14683:2019-10 oder eines vergleichbaren Standards erfüllt, oder ein Atemschutz, welcher die Anforderungen der Standards FFP2 (DIN EN 149:2001), KN95, N95 oder eines vergleichbaren Standards erfüllt, getragen werden.
  2. § 3 Absatz 2 Nummern 1, 2, 5, und 6 CoronaVO gilt entsprechend. Ziffer 1 gilt nicht bei sportlicher Betätigung.
  3. Diese Allgemeinverfügung gilt am Tage nach der Veröffentlichung als bekannt gegeben.
  4. a) Diese Allgemeinverfügung tritt außer Kraft, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Landkreis Bodenseekreis, an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde. Die Sieben-Tages-Inzidenz bestimmt sich insoweit nach dem jeweiligen Tagesbericht COVID-19 Baden-Württemberg des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, abrufbar unter: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/Lagebericht_covid-19.aspx
    b) Die Allgemeinverfügung tritt unabhängig davon spätestens mit Ablauf des 11. April 2021 außer Kraft.
     

Gründe:

I.

Sachverhalt Entsprechend einer landes- und auch bundesweiten Tendenz ist auch im Landkreis Bodenseekreis ein Anstieg der Sieben-Tages-Inzidenz zu verzeichnen. Seit dem 12.03.2021 liegt die 7-Tages-Inzidenz über einem Wert von 50 (Tagesbericht COVID-19 des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom 12.03.2021). Am 27.03.2021 überstieg die 7-Tages-Inzidenz zudem den Wert von 100 (106,2 laut Tagesbericht COVID-19 des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom 27.03.2021). Des Weiteren steigt – entsprechend einer bundesweiten Tendenz - auch im Landkreis Bodenseekreis bei den Infektionsfällen mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) der Anteil der Virusvarianten (Mutationen). Zuletzt (Stand: 22.03.2021) waren dies insgesamt 291 bekannte Fälle. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sind weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erforderlich. Dem dient diese Allgemeinverfügung.
 

II. Rechtliche Würdigung

Diese Allgemeinverfügung beruht auf §§ 28 Abs. 1 S. 1, 28a Abs. 1 Nr. 2 IfSG sowie § 20 Abs. 1 CoronaVO.

Das Landratsamt Bodenseekreis - Gesundheitsamt - ist für den Erlass dieser Allgemeinverfügung nach § 1 Abs. 6a IfSGZustVO zuständig. Von einer Anhörung wird nach § 28 Abs. 2 Nr. 4 LVwVfG abgesehen. Die Ortspolizeibehörden der Städte und Gemeinden des Bodenseekreises wurden gemäß § 1 Abs. 6a S. 2 IfSGZustVO beteiligt.

Gemäß § 20 Abs. 1 CoronaVO bleibt das Recht der zuständigen Behörden, weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen zu erlassen, von der CoronaVO unberührt.

Gemäß § 28 Abs. 1 S. 1 IfSG trifft die zuständige Behörde die notwendigen Schutzmaßnahmen, insbesondere die in § 28a Absatz 1 genannten, soweit und solange es zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten erforderlich ist, wenn Kranke, Krankheitsverdächtige, Ansteckungsverdächtige oder Ausscheider festgestellt werden.

Gemäß § 28a Abs. 1 Nr. 2 IfSG kann eine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des § 28 Abs. 1 S. 1 zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 für die Dauer der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Absatz 1 Satz 1 durch den Deutschen Bundestag insbesondere die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Maskenpflicht) sein.

Die in der Anlage zu dieser Allgemeinverfügung ausgewiesenen Bereiche sind aufgrund ihrer Lage besonders beliebte Treffpunkte, Aufenthaltsorte oder stark frequentierte öffentliche Flächen. Zudem ist es aufgrund der dortigen Situationen bei erhöhtem Personenaufkommen in der Regel nicht möglich, den Mindestabstand des § 2 Abs. 2 CoronaVO einzuhalten. Die Orte werden zum Teil auch, insbesondere bei gutem Wetter, zum Verweilen genutzt. Häufig halten sich Personen dort auch nicht nur vorübergehend auf. Mit den nunmehr steigenden Temperaturen steigt erfahrungsgemäß auch die Anzahl der Personen, die sich an diesen Orten aufhalten bzw. diese frequentieren. Dies können neben Anwohnern auch Besucher aus dem Umland oder gar Touristen sein; zu bedenken ist nämlich, dass aufgrund der erschwerten Möglichkeit von Urlauben im Ausland touristische Ziele im Inland beliebter werden.

Insgesamt ist damit an den ausgewiesenen Flächen mit einem erhöhten Personenaufkommen zu rechnen. Da Freizeit- und Kultureinrichtungen weitgehend geschlossen sind, begeben sich umso mehr Personen nach draußen.

Damit steigt aber gleichzeitig auch die Anzahl der Kontakte. Da die Flächen aufgrund ihrer Größe und Lage auch nicht immer ein Ausweichen ermöglichen, kann dies auch unfreiwillig geschehen. Es kann dann auch vermehrt zu Ansammlungen kommen, bei denen die Mindestabstände nicht immer eingehalten werden können. Gerade die Kontakte sind es aber, die das Infektionsgeschehen verschärfen. Vor dem Hintergrund, dass auch der Anteil der Mutationen des Coronavirus immer mehr steigt und mittlerweile weit mehr als die Hälfte der Infektionen ausmacht, müssen Kontakte noch weitergehender als bisher vermieden werden, denn die Mutationen gehen häufig auch mit einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit einher.

Mit der Maskenpflicht innerhalb der ausgewiesenen Bereiche werden zwar nicht die Kontakte verringert. Die Möglichkeit der Übertragung des Virus wird aber entscheidend gebremst, da ein Schutz vor Aerosol- und Tröpfchenausstoß, mit dem das Virus verbreitet werden kann, verhindert wird.

Die mit dieser Allgemeinverfügung angeordnete, über die Vorgaben der CoronaVO hinausgehende Maskenpflicht ist daher eine notwendige Schutzmaßnahme und geeignet, die Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 zu fördern.

Die Maskenpflicht ist auch erforderlich. Gleich geeignete, dabei mildere Mittel sind nicht ersichtlich. Die Anordnung eines Betretungsverbots für die ausgewiesenen Flächen wäre zwar u. U. gleich effektiv, da damit Kontakte von vornherein vermieden werden könnten. Dies wäre jedoch kein milderes Mittel. Mit der Maskenpflicht ist es weiterhin möglich, sich zum Beispiel an den Uferbereichen unter Berücksichtigung der geltenden Kontaktbeschränkungen und der Abstandsregel aufzuhalten. Ein Verzicht auf die Maskenpflicht wäre zwar ein milderes Mittel, aber nicht gleich geeignet. Denn bei ggf. unvermeidlichen Kontakten wäre kein ausreichender Schutz vorhanden. Zudem steht zu befürchten, dass sich nicht alle Personen an die geltenden Regelungen halten. Und auch bei zufälligen Treffen kann mit der Maskenpflicht das ansonsten verstärkte Infektionsrisiko verringert werden.

Die Anordnung der Maskenpflicht ist auch angemessen. Diese stellt zwar grundsätzlich einen Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit des Art. 2 Abs. 1 GG dar. Demgegenüber ist aber das Interesse der Bevölkerung am Gesundheitsschutz, grundrechtlich verankert in Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG, berührt. Eine Abwägung dieser widerstreitenden Interessen fällt hier zugunsten des Gesundheitsschutzes aus.

Der Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit ist gering. Im Gegensatz zu Betretungs- oder Verweilverboten bleibt es den Personen grundsätzlich unbenommen, sich auf den ausgewiesenen Flächen unter Beachtung der geltenden Corona-Regeln aufzuhalten. Auch gilt mittlerweile in weiten Teilen des öffentlichen Lebens eine Maskenpflicht, sodass keine „Eingewöhnungsphase“ oder „Umgewöhnung“ erforderlich ist. Auch ist es zumutbar, dass die Maskenpflicht bestimmte „Maskentypen“ verlangt, also insbesondere medizinische oder FFP2-Masken. Auch die Maskenpflicht nach der CoronaVO gestattet nur solche Masken. Da diese bspw. beim Einkaufen oder im ÖPNV zu tragen sind, ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung weit überwiegend über solche Masken verfügt. Daneben sind solche Masken leicht zu erwerben.

Im Gegensatz dazu ist der potentielle Eingriff in das Recht auf Leben und Gesundheit einer großen Zahl von Menschen erheblich. Die sich immer stärker ausbreitenden Virusvarianten, die mit einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit einhergehen und den „Wildtyp“ des Coronavirus nach und nach verdrängen, erfordern es, mit weiteren Maßnahmen zu reagieren. In allen baden-württembergischen Stadt- und Landkreisen, auch im Bodenseekreis, steigen die 7-Tages-Inzidenzen. Damit ist zugleich die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems betroffen, da durch steigende Infektionszahlen auch die Kapazitäten in den Krankenhäusern ausgeschöpft werden. In den durch diese Allgemeinverfügung von der Maskenpflicht erfassten Bereichen besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. Durch steigende Temperaturen, Ferien und Feiertage begeben sich wesentlich mehr Menschen nach draußen. Dieser Trend war bspw. an den Uferbereichen bereits zu verzeichnen, als noch eher kühlere Temperaturen herrschten. Auf den in der Anlage genannten Flächen können die Abstände häufig nicht eingehalten werden. Kontakte, die „Treiber“ des Infektionsgeschehens, nehmen, ob freiwillig oder nicht, zu. Trotz Kontaktbeschränkungen kann es zu größeren Ansammlungen kommen, z. B. wenn die Abstände zwischen einzelnen Gruppen nicht eingehalten werden. Auch kann es häufig zu zufälligen Begegnungen kommen. Daneben ist auch mit unzulässigen Ansammlungen zu rechnen. Es spielt dabei auch nur eine untergeordnete Rolle, dass die von der Allgemeinverfügung erfassten Bereiche vornehmlich unter freiem Himmel sind. Aufgrund der beschriebenen Ansammlungseffekte und der örtlichen Situation kann nicht davon ausgegangen werden, dass Kontakte nur flüchtig erfolgen. Zudem ist damit zu rechnen, dass auch Personengruppen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 auf den erfassten Flächen unterwegs sind. Auch diese gilt es in besonderem Maße zu schützen. Während also der Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit gering und damit zumutbar ist, ist die Gefahr für Leben und Gesundheit einer großen Zahl von Menschen angesichts der oben beschriebenen Rahmenbedingungen (Inzidenz, Virusvarianten, erhöhtes Personenaufkommen) sehr hoch. Zugunsten des Schutzes von Leben und Gesundheit tritt die allgemeine Handlungsfreiheit in Bezug auf die Maskenpflicht hier zurück.

Ziff. 2 dieser Allgemeinverfügung stellt zusätzlich die Verhältnismäßigkeit sicher, in dem von der grundsätzlichen Maskenpflicht nach dieser Allgemeinverfügung bestimmte Ausnahmen von der Maskenpflicht aus der CoronaVO entsprechende Anwendung finden, sowie eine Ausnahme für sportliche Betätigung gilt.

Ziff. 3 dieser Allgemeinverfügung beruht auf § 41 Abs. 4 S. 4 LVwVfG. Eine öffentliche Bekanntgabe ist nach § 41 Abs. 3 S. 2 LVwVfG zulässig, da die Bekanntgabe an die Beteiligten (Betroffenen) untunlich wäre. Diese Allgemeinverfügung wird öffentlich bekanntgegeben durch ortsübliche Bekanntmachung auf der Internetseite des Bodenseekreises - www.bodenseekreis.de -, vgl. § 1 DVO LKrO, § 1 der Satzung des Bodenseekreises über die Form öffentlicher Bekanntmachungen vom 19. Dezember 2018.

Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit tritt die Allgemeinverfügung bei Unterschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 im Landkreis Bodenseekreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen gemäß Ziff. 4 a) automatisch außer Kraft. Die Sieben-Tages-Inzidenz bestimmt sich insoweit nach dem jeweiligen Lagebericht COVID-19 Baden-Württemberg des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, abrufbar unter: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/Lagebericht_covid-19.aspx. Die Allgemeinverfügung tritt außerdem unabhängig davon gemäß Ziff. 4 b) mit Ablauf des 11. April 2021 automatisch außer Kraft. Diese Befristung stellt ebenfalls die Verhältnismäßigkeit der Allgemeinverfügung sicher.
 

Hinweise:

Diese Allgemeinverfügung ist gemäß § 28 Abs. 3 i. V. m. § 16 Abs. 8 IfSG kraft Gesetzes sofort vollziehbar. Widerspruch und Anfechtungsklage haben keine aufschiebende Wirkung.

Die Allgemeinverfügung mit ihrer vollständigen Begründung kann ab sofort beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen nach Terminvereinbarung eingesehen werden. Sie ist außerdem auf der Internetseite des Landkreises Bodenseekreis (www.bodenseekreis.de) abrufbar.
 

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen erhoben werden.
 

Friedrichshafen, 30.03.2021

Lothar Wölfle
Landrat  
 

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Bekanntmachung vom 26. März 2021

I.

Haushaltssatzung des Bodenseekreises für das Haushaltsjahr 2021 Auf Grund von § 48 Landkreisordnung i. V. m. § 79 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg hat der Kreistag am 17. Dezember 2020 die folgende Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2021 beschlossen:
 

§ 1 Ergebnishaushalt und Finanzhaushalt

1. Im Ergebnishaushalt mit den folgenden BeträgenEuro
1.1 Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge von 347.078.646
1.2 Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen von 347.078.646
1.3 Ordentliches Ergebnis (Saldo aus 1.1 und 1.2) von0
1.4 Gesamtbetrag der außerordentlichen Erträge von 0
1.5 Gesamtbetrag der außerordentlichen Aufwendungen von0
1.6 Veranschlagtes Sonderergebnis (Saldo aus 1.4 und 1.5) von0
1.7 Veranschlagtes Gesamtergebnis (Summe aus 1.3 und 1.6)0
2. im Finanzhaushalt mit den folgenden BeträgenEuro
2.1 Gesamtbetrag der Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit von 344.640.946
2.2 Gesamtbetrag der Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit von337.508.246
2.3 Zahlungsmittelüberschuss/-bedarf aus laufender Verwaltungstätigkeit (Saldo aus 2.1 und 2.2) von 7.132.700
2.4 Gesamtbetrag der Einzahlungen aus Investitionstätigkeit von3.700.500
2.5 Gesamtbetrag der Auszahlungen aus Investitionstätigkeit von21.757.900
2.6 Veranschlagter Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf aus Investitionstätigkeit (Saldo aus 2.4 und 2.5) von-18.057.400
2.7 Veranschlagter Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf (Saldo aus 2.3 und 2.6) von-10.924.700
2.8 Gesamtbetrag der Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit von3.500.000
2.9 Gesamtbetrag der Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeit von3.500.000
2.10 Veranschlagter Finanzierungsmittelüberschuss/-bedarf aus Finanzierungstätigkeit (Saldo aus 2.8 und 2.9) von0
2.11 Veranschlagte Änderungen des Finanzierungsmittelbestands, Saldo des Finanzhaushalts (Saldo aus 2.7 und 2.10) von-10.924.700

 

§ 2 Kreditermächtigung

Der Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen (Kreditermächtigung) wird festgesetzt auf3.500.000 Euro

 

§ 3 Verpflichtungsermächtigungen

Der Gesamtbetrag der vorgesehenen Ermächtigungen zum Eingehen von Verpflichtungen, die künftigen Haushaltsjahre mit Auszahlungen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen belasten (Verpflichtungsermächtigungen), wird festgesetzt auf 12.770.000 Euro

 

§ 4 Kassenkredite

Der Höchstbetrag der Kassenkredite wird festgesetzt auf30.000.000 Euro

 

§ 5 Hebesatz der Kreisumlage

Der Hebesatz für die Kreisumlage wird festgesetzt auf der Steuerkraftsumme der kreisangehörigen Gemeinden. 30,8 v. H.

 

II.

Das Regierungspräsidium Tübingen hat mit Erlass vom 11. März 2021 die Gesetzmäßigkeit der Haushaltssatzung 2021 bestätigt.
 

III.

Die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2021 des Bodenseekreises liegt in der Zeit vom 29. März 2021 bis einschließlich 8. April 2021, während der Sprechzeiten beim Landratsamt in Friedrichshafen, Glärnischstraße 1 - 3, Zimmer G 322, zur Einsichtnahme aus.

Wir bitten Sie jedoch zu beachten, dass seit Mittwoch, 18. März 2020, das Landratsamt wegen Infektionsschützender Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen ist. Der Dienstbetrieb der Landkreisverwaltung bleibt aber aufrechterhalten, so dass die Einsichtnahme in die ausgelegte Haushaltssatzung mit Haushaltsplan nach vorheriger terminlicher Absprache mit dem Leiter der Kreiskämmerei unter der Tel.-Nr.: 07541 204-5325 oder per E-Mail: daniel.dillmann@bodenseekreis.de zu den gewöhnlichen Öffnungszeiten möglich ist. Nutzen Sie bitte bevorzugt die Möglichkeit, die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan im Internet unter www.bodenseekreis.de/de/politik-verwaltung/kreisfinanzen/haushalt einzusehen. 
 

IV.

Hinweis: Die Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Landkreisordnung oder aufgrund der Landkreisordnung erlassener Rechtsvorschriften beim Zustandekommen dieser Satzung kann gemäß § 3 Abs. 4 Landkreisordnung nur innerhalb eines Jahres nach dieser Bekanntmachung unter Bezeichnung des Sachverhalts, der die Verletzung begründen soll, schriftlich gegenüber dem Bodenseekreis (Landratsamt Bodenseekreis, 88041 Friedrichshafen) geltend gemacht werden. Nach Ablauf dieser Frist gilt die Satzung als von Anfang an gültig zustande gekommen; dies gilt nicht, wenn die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung oder die Bekanntmachung der Satzung oder der anderen Rechtsvorschriften des Bodenseekreises verletzt worden sind.
 

Friedrichshafen, 17. Dezember 2020 

Lothar Wölfle
Landrat
 

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Bekanntmachung vom 11. März 2021

Beregnung von landwirtschaftlichen Flächen zum Schutz vor Frostschäden und bei Trockenheit im Bereich Uhldingen-Mühlhofen

Bekanntgabe des Ergebnisses der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalles nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (§ 7 Abs. 1 i. V. m. § 5 Abs. 2 UVPG)
 
Der landwirtschaftliche Betrieb in Uhldingen-Mühlhofen beabsichtigt zum Schutz der Intensivobstkulturen vor Frostschäden eine Frostschutzberegnung auf Apfelanbauflächen. Außerdem sollen die Kulturen bei Trockenheit bewässert werden. Hierfür wird die wasserrechtliche Erlaubnis zur Wasserentnahme aus der Seefelder Aach beantragt.

Nach § 7 Abs. 1 S. 1 Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) i. V. m. Nr. 13.5.1 der Anlage 1 Liste „UVP-pflichtige Vorhaben“ zum UVPG bedürfen wasserwirtschaftliche Projekte in der Landwirtschaft, einschließlich Bodenbewässerung oder Bodenentwässerung, mit einem jährlichen Volumen an Wasser von 100.000 m³ oder mehr einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung, ob eine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Die beantragte Summe der Entnahmen für die Frostschutz- und die Trockenbewässerung kann diesen jährlichen Wert überschreiten. Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass bei Wasserentnahmen im Rahmen der Erlaubnis sowie Einhaltung der Inhalts- und Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Wasserentnahme aus der Seefelder Aach und die Bewässerung mit einer Beeinträchtigung von Schutzgütern nicht zu rechnen ist. Bei der überschlägigen Prüfung durch die allgemeine Vorprüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien wurde festgestellt, dass erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen von dem Vorhaben nicht zu erwarten sind und somit für das Vorhaben im Rahmen der beabsichtigten Erlaubnis keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Wesentliche Gründe für diese Feststellung sind:

Merkmale des Vorhabens:
Der Antragsteller beabsichtigt eine Wasserentnahme aus der Seefelder Aach mit zwei Pumpen im Bereich von Flst. 325/2, Gemarkung Mühlhofen zur Frostschutz- und Trockenbewässerung. Die Bewässerungsflächen sind landwirtschaftliche Intensivobstflächen, die bislang bereits in dieser Form genutzt werden. Für die Frostschutzberegnung wird eine Wassermenge von ca. 10 l/s pro Hektar zugrunde gelegt. Die Bewässerung der Flächen ist während der entsprechenden Temperaturen zeitgleich in einem zeitlich kaum versetzten Zeitraum erforderlich, um die Blüten vor Frostschäden zu schützen. Für die Trockenbewässerung erfolgt eine zeitliche Staffelung der Bewässerung der Flächen und teilweise in Form der wassersparenden Tröpfchenbewässerung, welche auch auf die weiteren Flächen auszubauen ist.

Standort des Vorhabens:
Die Entnahmestelle befindet sich im FFH-Gebiet 8221-342 „Bodenseehinterland zwischen Salem und Markdorf“, im Landschaftsschutzgebiet Nr. 435.031 „Bodenseeufer“ und in einem geschützten Offenlandbiotop. Die Entnahmestelle ist bereits vorhanden, Veränderungen sind nicht geplant. Es bestanden bereits in der Vergangenheit jeweils befristete wasserrechtliche Erlaubnisse zur Wasserentnahme.

Art und Merkmale der möglichen Auswirkungen:
Durch die Wasserentnahmen für die Frostschutzberegnung und die Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen bei Trockenheit sind bei Einhaltung der Bestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten. Die Wasserentnahmen für die Frostschutzbewässerung beschränken sich auf den wetterbedingten Bedarfsfall während der Blütezeit, der in der Regel wenige Tage im April und Mai auftreten kann. Die Entnahmen der hohen Wassermengen im Frostfall sind allerdings auf einen kurzen Zeitraum beschränkt und werden vom aktuellen Wasserdargebot der Seefelder Aach bestimmt. Die maximal erlaubte Entnahmemenge wird durch die wasserrechtliche Erlaubnis bestimmt. Der Mindestwasserabfluss der Seefelder Aach wurde durch die Mindestwasseruntersuchung „Ableitung ökologisch notwendiger Mindestabflüsse an vier Gewässern des Bodenseekreises“ des Büros am Fluss e. V. bestimmt und ist bei jeder Entnahme zu prüfen. Die Mindestwasserführung der Seefelder Aach bleibt bei Einhaltung der Planung und der Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis gewährleistet. Bei Unterschreitung ist eine Wasserentnahme nicht gestattet.

Bei planmäßiger Ausführung des Vorhabens sowie Einhaltung der maximal erlaubten Wasserentnahmemenge und der Inhalts- und Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis, ist mit einer Beeinträchtigung von Schutzgütern nicht zu rechnen.

Gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 UVPG ist diese Feststellung nicht selbständig anfechtbar.

Friedrichshafen, den 11. März 2021
Landratsamt Bodenseekreis

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Bekanntmachung vom 5. März 2021

§ 1e der CoronaVO lautet: Der Ausschank und Konsum von Alkohol ist auf von den zuständigen Behörden festgelegten Verkehrs- und Begegnungsflächen in Innenstädten oder sonstigen öffentlichen Orten, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, verboten. Die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken ist nur in verschlossenen Behältnissen erlaubt.

Das Gesundheitsamt des Bodenseekreises erlässt aufgrund von §§ 1e, 20 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) vom 30. November 2020 in der ab 1. März 2021 gültigen Fassung in Verbindung mit § 1 Absatz 6a der Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz vom 19. Juli 2007 in der ab 18. Februar 2021 bis 1. Oktober 2021 geltenden Fassung (IfSGZustVO) sowie § 35 Satz 2 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes (LVwVfG) für den Landkreis Bodenseekreis folgende

Allgemeinverfügung

  1. Die Verkehrs- und Begegnungsflächen nach § 1e CoronaVO werden im Bereich der kreisangehörigen Städte und Gemeinden des Landkreises Bodenseekreis entsprechend der Anlage zu dieser Allgemeinverfügung festgelegt.
  2. Ausnahmen von den Regelungen der Ziffer 1 erteilt das Gesundheitsamt des Bodenseekreises aus wichtigem Grund im Einzelfall.
  3. Diese Allgemeinverfügung gilt am Tage nach der Veröffentlichung als bekannt gegeben.
  4. a) Diese Allgemeinverfügung tritt außer Kraft, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Landkreis Bodenseekreis, an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde. Die Sieben-Tages-Inzidenz bestimmt sich insoweit nach dem jeweiligen Lagebericht COVID-19 Baden-Württemberg des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, abrufbar unter: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/Lagebericht_covid-19.aspx
    b) Die Allgemeinverfügung tritt unabhängig davon spätestens mit Ablauf des 22. März 2021 außer Kraft.

Gründe:

I.

Sachverhalt Seit einigen Tagen ist im Landkreis Bodenseekreis ein Anstieg der 7-Tages-Inzidenz zu beobachten. Seit dem 25.02.2021 liegt die 7-Tages-Inzidenz zudem über einem Wert von 50 (Lagebericht COVID-19 des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg vom 25.02.2021). Des Weiteren steigt – entsprechend einer bundesweiten Tendenz – auch im Landkreis Bodenseekreis bei den Infektionsfällen mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) der Anteil der Virusvarianten (Mutationen). Zuletzt (Stand: 01.03.2021) waren dies insgesamt 97 bekannte Fälle. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sind weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erforderlich. Dem dient diese Allgemeinverfügung.

II. Rechtliche Würdigung

Diese Allgemeinverfügung beruht auf § 1e CoronaVO.

Das Landratsamt Bodenseekreis – Gesundheitsamt – ist für den Erlass dieser Allgemeinverfügung nach § 1 Abs. 6a IfSGZustVO zuständig. Von einer Anhörung wird nach § 28 Abs. 2 Nr. 4 LVwVfG abgesehen. Die Ortspolizeibehörden der Städte und Gemeinden des Bodenseekreises wurden gemäß § 1 Abs. 6a S. 2 IfSGZustVO beteiligt.

Nach § 1e S. 1 CoronaVO ist der Ausschank und Konsum von Alkohol auf von den zuständigen Behörden festgelegten Verkehrs- und Begegnungsflächen in Innenstädten oder sonstigen öffentlichen Orten, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, verboten.

Die bis zum 26.01.2021 gültige Fassung des § 1e CoronaVO sah noch ein für das gesamte Land Baden-Württemberg gültiges Alkoholverbot vor. Nunmehr obliegt es der jeweils zuständigen Behörde, für ihren Bereich die Flächen festzulegen, für die dann das Alkoholverbot des § 1e CoronaVO gilt. Die CoronaVO legt daher ein Alkoholverbot fest, dessen Geltungsbereich die zuständigen Behörden durch Allgemeinverfügung festlegen.

Bei dem Alkoholverbot handelt es sich um eine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des § 28 Abs. 1 S. 1 IfSG zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19. Der den § 28 Abs. 1 S. 1 IfSG konkretisierende § 28a IfSG sieht dies in seinem Abs. 1 Nr. 9 sogar ausdrücklich vor.

Die Untersagung des Ausschanks und Konsums von alkoholischen Getränken auf bestimmten öffentlichen Plätzen trägt erheblich dazu bei, Infektionsrisiken zu verringern, da durch die damit verbundene Kontaktbeschränkung das Übertragungsrisiko gesenkt wird. Die erhöhte Attraktivität des öffentlichen Raums bei geschlossenen gastronomischen Einrichtungen ist dabei einzukalkulieren. Hierdurch werden bestimmte öffentliche Plätze besonders attraktiv, um Partys o. ä. zu feiern. Des Weiteren dient ein Alkoholausschankverbot dazu, spontanen gemeinschaftlichen (weiteren) Alkoholkonsum zu reduzieren, da eine zunehmende Alkoholisierung der Einhaltung der hier im Zentrum stehenden Kontaktminimierung entgegensteht.

Neben dem Ziel der Kontaktminimierung soll ein Alkoholverbot auch die Infektionsgefahren eingrenzen, die von einem Alkoholkonsum ausgehen. Der Konsum von Alkohol führt aufgrund der dem Alkohol immanenten enthemmenden Wirkung dazu, dass Infektionsrisiken nicht mehr richtig eingeschätzt und sowohl die AHA-Regeln als auch die Kontaktbeschränkungen nicht mehr eingehalten werden.

Zu berücksichtigen sind zudem die jetzt im Frühjahr steigenden Temperaturen. Entsprechend halten sich auch umso mehr Personen im Freien auf. Diese nehmen nicht nur Spaziergänge vor, sondern halten sich auch für längere Zeiträume an bestimmten Örtlichkeiten auf. Dadurch steigen die oben beschriebenen Gefahren rasant. Mit diesen ist also ohne eine Festlegung, wie sie durch diese Allgemeinverfügung erfolgt, mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen.

Bei den in der Anlage zu dieser Allgemeinverfügung aufgeführten Örtlichkeiten handelt es sich um öffentliche Orte, an denen sich erfahrungsgemäß Personen entweder auf engem Raum und bzw. oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Zum Beispiel sind bestimmte Bereiche des Bodenseeufers erfasst. Aber auch andere Örtlichkeiten, an denen Personen verweilen, wie Parkplätze oder Bahnhofsgelände, sind erfasst. An all diesen Örtlichkeiten besteht die Gefahr des Alkoholkonsums mit den oben genannten Gefahren. Alle in der Anlage genannten Örtlichkeiten sind Teil des öffentlichen Raums (vgl. Begründung zur 5. Änderungsverordnung zur 5. CoronaVO vom 23.01.2021, S. 7). Es handelt sich um öffentlichen (Verkehrs-) Raum, der jedermann zugänglich ist. Nicht erfasst sind also Flächen, die dies durch Abschrankung, Einzäunung, Einfriedung etc. verhindern und damit auch nicht als öffentlicher (Verkehrs-) Raum gelten.

Die Festlegung bestimmter Örtlichkeiten im Bodenseekreis, an denen das Alkoholverbot des § 1e CoronaVO gilt, fördert daher die Verhinderung der Verbreitung von COVID-19.

Die Festlegung der Flächen ist auch erforderlich. Gleich geeignete, dabei mildere Mittel sind nicht ersichtlich. Ein kompletter Verzicht auf die Festlegung der Flächen und damit auf das Alkoholverbot wäre der Eindämmung der Pandemie nicht förderlich. Es wäre vielmehr mit den oben beschriebenen spontanen Ansammlungen, Partys usw. zu rechnen. Auch eine Reduktion der in der Anlage aufgeführten Flächen wäre nicht gleich geeignet. Es sind bereits nur die Flächen aufgeführt, an denen mit den oben beschriebenen Gefahren erfahrungsgemäß zu rechnen ist. Insofern ist die Festlegung der Flächen durch diese Allgemeinverfügung bereits ein milderes Mittel im Vergleich zu einem flächendeckenden, das gesamte Gebiet des Bodenseekreises betreffenden Alkoholverbots. Insbesondere ist die Festlegung der Flächen für ein Alkoholverbot ein milderes Mittel im Vergleich zu Ausgangsbeschränkungen.

Die Festlegung der Flächen, auf denen das in § 1e CoronaVO geregelte Alkoholverbot gilt, ist auch angemessen. Zwar ist die allgemeine Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG der von der Festlegung bzw. vom Alkoholverbot betroffenen Personen und u.U. das Eigentumsrecht des Art. 14 GG, evtl. Art. 12 GG, berührt. Demgegenüber steht jedoch das Interesse der Allgemeinheit am Gesundheitsschutz, also an dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG. Eine Abwägung der betroffenen Interessen muss hier zugunsten des Gesundheitsschutzes ausfallen. Die Risiken für Leben und Gesundheit, die bei einer COVID-19-Erkrankung auftreten, sind hoch. Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG ist damit in besonderem Maße betroffen. Entsprechend besteht auch Handlungsbedarf für staatliche Stellen, da diese eine Schutzpflicht für Leben und Gesundheit der Bevölkerung trifft. Angesichts der steigenden Temperaturen halten sich auch wesentlich mehr Personen im Freien auf. Die oben beschriebenen Gefahren, die das Infektionsgeschehen befeuern können, werden durch das Auftreten der Virusmutationen im Bodenseekreis noch verstärkt. Diese gehen mit einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit einher. Ein unbeschränkter Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, der mit einer Kontakterhöhung einherginge, hätte mit einer noch höheren Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass eine große Anzahl an Personen an COVID-19 erkranken. Damit ist unmittelbar auch die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems betroffen, welches bei einer Erhöhung der COVID-19-Erkrankungen stark belastet wird. Der Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit sowie in die Eigentumsgarantie ist demgegenüber gering. Es ist weiterhin – unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln – möglich, sich im Freien aufzuhalten. Ein Alkoholkonsum im privaten Raum ist ebenso weiterhin möglich. In diesem Zusammenhang ist auch Art. 14 Abs. 2 S. 2 GG zu beachten: Der Gebrauch des Eigentums soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Zur Eindämmung der Pandemie den Alkoholkonsum einzuschränken, ist zumutbar.

Ziff. 3 dieser Allgemeinverfügung beruht auf § 41 Abs. 4 S. 4 LVwVfG. Eine öffentliche Bekanntgabe ist nach § 41 Abs. 3 S. 2 LVwVfG zulässig, da die Bekanntgabe an die Beteiligten (Betroffenen) untunlich wäre. Diese Allgemeinverfügung wird öffentlich bekanntgegeben durch ortsübliche Bekanntmachung auf der Internetseite des Bodenseekreises – www.bodenseekreis.de –, vgl. § 1 DVO LKrO, § 1 der Satzung des Bodenseekreises über die Form öffentlicher Bekanntmachungen vom 19. Dezember 2018.

Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit tritt die Allgemeinverfügung bei Unterschreitung der Sieben-Tages-Inzidenz von 50 im Landkreis Bodenseekreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen gemäß Ziff. 4 a) automatisch außer Kraft. Die Sieben-Tages-Inzidenz bestimmt sich insoweit nach dem jeweiligen Lagebericht COVID-19 Baden-Württemberg des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg, abrufbar unter: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Fachinformationen/Infodienste_Newsletter/InfektNews/Seiten/Lagebericht_covid-19.aspx. Die Allgemeinverfügung tritt außerdem unabhängig davon gemäß Ziff. 4 b) mit Ablauf des 22. März 2021 automatisch außer Kraft. An diesem Tag findet die nächste Beratung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder statt.

Hinweise:

Diese Allgemeinverfügung ist gemäß § 28 Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 8 IfSG kraft Gesetzes sofort vollziehbar. Widerspruch und Anfechtungsklage haben keine aufschiebende Wirkung.

Die Allgemeinverfügung mit ihrer vollständigen Begründung kann ab sofort beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1-3, 88045 Friedrichshafen nach Terminvereinbarung eingesehen werden. Sie ist außerdem auf der Internetseite des Landkreises Bodenseekreis (www.bodenseekreis.de) abrufbar.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 – 3, 88045 Friedrichshafen erhoben werden.

Friedrichshafen, den 05.03.2021

Lothar Wölfle
Landrat

Anlage

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Bekanntmachung vom 19. Februar 2021

Das Gesundheitsamt des Bodenseekreises erlässt als zuständige Behörde nach § 4 Absatz 2 Nummer 5 der Verordnung der Bundesregierung zum Schutz vor einreisebedingten Infektionsgefahren in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 nach Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag (Coronavirus-Einreiseverordnung – CoronaEinreiseV) vom 13. Januar 2021 (BAnz AT 13.01.2021 V1) in Verbindung mit § 28 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 4a des Gesetzes vom 21. Dezember 2020 (BGBl. I S. 3136, 3137) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Abs. 4a der Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz vom 19. Juli 2007 (GBl. S. 361), die zuletzt durch Verordnung vom 17. Februar 2021 geändert worden ist, nachstehende Verfügung:

§ 1 Begriffsbestimmungen

  1. Grenzpendler im Sinne dieser Allgemeinverfügung sind Personen, die im Land Baden-Württemberg ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in ein Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren.
  2. Grenzgänger im Sinne dieser Allgemeinverfügung sind Personen, die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in das Land Baden-Württemberg begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren.

§ 2 Regelung von Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für Grenzpendler und Grenzgänger bei Einreise aus Hochinzidenzgebieten nach § 4 Absatz 2 Nummer 5 CoronaEinreiseV

  1. Grenzgänger und Grenzpendler, die in einer Kalenderwoche mindestens zwei Einreisen aus einem Hochinzidenzgebiet nach § 3 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 CoronaEinreiseV vornehmen, müssen zweimal in dieser Kalenderwoche über einen Nachweis im Sinne von § 3 Absatz 3 CoronaEinreiseV verfügen.
  2. Grenzpendler und Grenzgänger, die in einer Kalenderwoche ausschließlich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einreisen, müssen lediglich einmal in dieser Kalenderwoche über einen Nachweis im Sinne von § 3 Absatz 3 CoronaEinreiseV verfügen.
  3. Können Grenzpendler und Grenzgänger bei Einreise keinen Nachweis über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen, besteht die Verpflichtung, unverzüglich nach der Einreise eine Testung hinsichtlich einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vornehmen zu lassen.
  4. Nachweise über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind mitzuführen, sobald und soweit diese vorliegen, und auf Anforderung der zuständigen Behörde oder einer von ihr beauftragten Stelle unverzüglich vorzulegen.
  5. Weitergehende Testpflichten bleiben unberührt.

§ 3 Regelung von weiteren Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für nahe Angehörige bei Einreise aus Hochinzidenzgebieten nach § 4 Absatz 2 Nummer 5 CoronaEinreiseV

  1. Personen, die in einer Kalenderwoche mindestens zwei Einreisen aus einem Hochinzidenzgebiet nach § 3 Abs. 2 Satz 1 Nummer 1 CoronaEinreiseV aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten, Lebenspartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts vornehmen, müssen zweimal in dieser Kalenderwoche über einen Nachweis im Sinne des § 3 Abs. 3 CoronaEinreiseV verfügen.
  2. Die in Absatz 1 genannten Personen, die in einer Kalenderwoche ausschließlich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einreisen, müssen lediglich einmal in dieser Kalenderwoche über einen Nachweis im Sinne von § 3 Absatz 3 CoronaEinreiseV verfügen.
  3. Können die in Absatz 1 genannten Personen bei Einreise keinen Nachweis über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen, besteht die Verpflichtung, unverzüglich nach der Einreise eine Testung hinsichtlich einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vornehmen zu lassen.
  4. Nachweise über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind mitzuführen, sobald und soweit diese vorliegen, und auf Anforderung der zuständigen Behörde oder einer von ihr beauftragten Stelle unverzüglich vorzulegen.
  5. Weitergehende Testpflichten bleiben unberührt.

§ 4 Regelung von weiteren Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im grenzüberschreitenden Einsatz bei Einreise aus Hochinzidenzgebieten nach § 4 Absatz 2 Nummer 5 CoronaEinreiseV

Von § 3 Absatz 2 CoronaEinreiseV nicht erfasst sind bei Einreise aus Hochinzidenzgebieten Personen, die Einsatzaufgaben nach Feuerwehrgesetz, Rettungsdienstgesetz oder Polizeigesetz wahrnehmen.

§ 5 Inkrafttreten

Die Allgemeinverfügung gilt am 20. Februar 2021 gemäß § 41 Absätze 3 Satz 2 und 4 Satz 4 Landesverwaltungsverfahrensgesetz einen Tag nach ihrer öffentlichen Bekanntgabe als bekannt gegeben und erhält zeitgleich ihre Wirksamkeit.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1-3, 88045 Friedrichshafen erhoben werden.

Friedrichshafen, den 19. Februar 2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 19. Februar 2021

Der Bundespräsident hat durch Anordnung vom 08.12.2020 (BGBl. I S. 2769) den 26. September 2021 als Wahltag bestimmt. Die Durchführung der Bundestagswahl richtet sich nach dem Bundeswahlgesetz (BWG) in der Fassung vom 23. Juli 1993 (BGBl. I S. 1288, S. 1594), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 14. November 2020 (BGBl. I S. 2395) geändert worden ist, sowie der Bundeswahlordnung (BWO) in der Fassung vom 19. April 2002 (BGBl. I S. 1376), die zuletzt durch Artikel 10 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328), geändert worden ist. Aufgrund von § 32 BWO wird hiermit zur möglichst frühzeitigen Einreichung von Kreiswahlvorschlägen im Gebiet des Wahlkreises 293 Bodensee aufgefordert. Gleichzeitig wird Folgendes bekannt gegeben:

 

1.
Wahlvorschlagsrecht
1.1Kreiswahlvorschläge können eingereicht werden von
1.1.1Parteien
Parteien, die weder im Bundestag noch in einem Landtag seit deren letzter Wahl aufgrund eigener Wahlvorschläge ununterbrochen mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten waren, können als solche einen Kreiswahlvorschlag nur einreichen, wenn sie spätestens am 21. Juni 2021, bis 18:00 Uhr, dem Bundeswahlleiter beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden, Anschrift des Bundeswahlleiters: Statistisches Bundesamt, 65180 Wiesbaden (Postanschrift) bzw. Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden (Hausanschrift), unter Beachtung der Vorschriften des § 18 Abs. 2 BWG ihre Beteiligung an der Wahl angezeigt haben und der Bundeswahlausschuss ihre Parteieigenschaft festgestellt hat. Der Anzeige sollen Nachweise über die Parteieigenschaft nach § 2 Abs. 1 Satz 1 des Parteiengesetzes beigefügt werden.
1.1.2Wahlberechtigten (Andere Kreiswahlvorschläge)
1.2Der Kreiswahlvorschlag (nach dem Muster der Anl. 13 BWO) darf nur den Namen eines/einer Bewerbers/Bewerberin enthalten. Jede/r Bewerber/in kann nur in einem Wahlkreis und hier nur in einem Kreiswahlvorschlag benannt werden. Als Bewerber/Bewerberin kann nur vorgeschlagen werden, wer seine Zustimmung dazu schriftlich erteilt hat (Anl. 15 BWO); die Zustimmung ist unwiderruflich.
1.3

Dem Kreiswahlvorschlag ist eine Bescheinigung der zuständigen Gemeindebehörde nach dem Muster der Anl. 16 BWO beizufügen, dass der/die vorgeschlagene Bewerber/in wählbar ist.

1.4Kreiswahlvorschläge von Parteien sind von mindestens drei Mitgliedern des Landesvorstands, darunter dem/der Vorsitzenden oder seinem/seiner Stellvertreter/in, persönlich und handschriftlich zu unterzeichnen. Hat eine Partei in einem Land keinen Landesverband oder keine einheitliche Landesorganisation, so müssen die Kreiswahlvorschläge von den Vorständen der nächstniedrigeren Gebietsverbände, in deren Bereich der Wahlkreis liegt, unterzeichnet sein. Die Wahlvorschläge müssen den Namen der einreichenden Partei und, sofern sie eine Kurzbezeichnung verwendet, auch diese enthalten.
1.5Kreiswahlvorschläge von Parteien, die weder im Bundestag noch in einem Landtag seit deren letzter Wahl aufgrund eigener Wahlvorschläge ununterbrochen mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten waren, müssen außerdem von mindestens 200 Wahlberechtigten des Wahlkreises persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein (Anl. 14 BWO).
1.6Andere Kreiswahlvorschläge (vgl. oben Nr. 1.1.2) müssen von mindestens 200 Wahlberechtigten des Wahlkreises persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein (Anl. 14 BWO). Dabei haben die drei ersten Unterzeichner ihre Unterschrift auf dem Kreiswahlvorschlag selbst zu leisten (Anl. 13 BWO, gesonderte Bescheinigung des Wahlrechts für diese Unterzeichner auf der Anlage 14 BWO). Die Wahlvorschläge müssen ein Kennwort enthalten.
1.7Muss ein Kreiswahlvorschlag von mindestens 200 Wahlberechtigten unterzeichnet sein, sind die Unterschriften sowie die Bescheinigung des Wahlrechts des jeweiligen Unterstützers durch die zuständige Gemeindebehörde auf den amtlichen Formblättern nach Anl. 14 BWO zu erbringen.
1.8

Jede/r Wahlberechtigte darf nur einen Kreiswahlvorschlag unterzeichnen; hat jemand mehrere Kreiswahlvorschläge unterzeichnet, so ist seine/ihre Unterschrift auf allen weiteren Kreiswahlvorschlägen ungültig. Kreiswahlvorschläge von Parteien dürfen erst nach Aufstellung des Bewerbers/der Bewerberin durch eine Mitglieder- oder Vertreterversammlung unterzeichnet werden. Vorher geleistete Unterschriften sind ungültig.

1.9Die ergänzenden Regelungen in den §§ 20 BWG und 34 BWO sind zu beachten.
2.
Aufstellung von Parteibewerbern/Parteibewerberinnen
2.1

Als Bewerber/Bewerberin einer Partei kann in einem Kreiswahlvorschlag nur benannt werden, wer in einer Versammlung der wahlberechtigten Mitglieder der Partei im Wahlkreis oder in einer Versammlung der von den wahlberechtigten Mitgliedern der Partei im Wahlkreis aus ihrer Mitte gewählten Vertreter in geheimer Abstimmung hierzu gewählt worden ist. Ergänzend ist § 21 BWG zu beachten.

2.2Mit dem Kreiswahlvorschlag (Anl. 13 BWO) sind eine Ausfertigung der Niederschrift über die Wahl des Bewerbers/ der Bewerberin nach dem Muster der Anl. 17 BWO und die Versicherung an Eides statt des Leiters/der Leiterin der Versammlung und zwei von diesem/dieser bestimmten Teilnehmer über die Beachtung der rechtlichen Anforderungen nach dem Muster der Anl. 18 BWO einzureichen (§ 21 Abs. 6 BWG).
2.3Eine Partei kann in jedem Wahlkreis nur einen Kreiswahlvorschlag einreichen.
3.
Frist für die Einreichung der Kreiswahlvorschläge
3.1Kreiswahlvorschläge sind spätestens bis zum 19. Juli 2021, 18:00 Uhr, schriftlich beim Kreiswahlleiter (Anschrift des Kreiswahlleiters: Landratsamt Bodenseekreis, Albrechtstraße 77, 88045 Friedrichshafen) einzureichen. Die Kreiswahlvorschläge werden auch während der Dienststunden bei der Geschäftsstelle des Kreiswahlleiters beim Landratsamt Bodenseekreis, Albrechtstraße 77, 88045 Friedrichshafen, Zimmer Z 603 (Herr Grube) entgegengenommen.
3.2Später eingehende und unvollständige Kreiswahlvorschläge müssen zurückgewiesen werden. Es genügt nicht, wenn sie vor diesem Zeitpunkt zwar zur Post aufgegeben, dem Kreiswahlleiter aber noch nicht zugegangen sind.
4.
Zurücknahme und Änderung von Kreiswahlvorschlägen
4.1Nach Einreichung können Kreiswahlvorschläge durch gemeinsame schriftliche Erklärung der Vertrauensperson und der stellvertretenden Vertrauensperson zurückgenommen werden. Ein von mindestens 200 Wahlberechtigten unterzeichneter Kreiswahlvorschlag kann auch von der Mehrheit der Unterzeichner durch persönliche handschriftliche Erklärung zurückgenommen werden.
4.2Für die Änderung von Kreiswahlvorschlägen, die nach Ablauf der Einreichungsfrist nur bei Tod oder Wählbarkeitsverlust des Bewerbers/ der Bewerberin möglich ist, gilt Nr. 4.1 Satz 1 entsprechend. Mängel können nach Ablauf der Einreichungsfrist nur noch bei an sich gültigen Wahlvorschlägen, nicht jedoch bei Mängeln nach § 25 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 – 5 BWG, behoben werden.
4.3Nach der Entscheidung des Kreiswahlausschusses über die Zulassung der Kreiswahlvorschläge, die am 30. Juli 2021 erfolgen wird, ist jede Zurücknahme, Änderung oder Mängelbeseitigung ausgeschlossen.
5.
Sonstiges
5.1

Es wird empfohlen, mit der Einreichung der Kreiswahlvorschläge nicht bis zum letzten Tag der Einreichungsfrist zu warten, damit bei eventuellen Mängeln der Kreiswahlvorschlag nach Möglichkeit noch innerhalb der vorgeschriebenen Frist den gesetzlichen Erfordernissen entsprechend berichtigt bzw. ergänzt werden kann.

5.2Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Kreiswahlleiters, 88045 Friedrichshafen, Albrechtstraße 77, Zimmer Z 603, Herr Grube, Telefon 07541/204-5232, Fax 07541 204-7232, E-Mail: wahlen@bodenseekreis.de

Friedrichshafen, den 19.02.2021
gez. Christoph Keckeisen, Kreiswahlleiter  

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Bekanntmachung vom 22. Februar 2021

Der Abwasserverband Lipbach-Bodensee beantragt die Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Kläranlage Immenstaad zur Einleitung von gereinigtem Abwasser in den Bodensee.

Da dieses Vorhaben in den Anwendungsbereich des UVPG fällt, wurde eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 7 Abs. 1 UVPG i. V. m. Nr. 13.1.2 der Anlage 1 zum UVPG durchgeführt.

Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass für das beantragte Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht.

Im Rahmen der überschlägigen Prüfung durch die allgemeine Vorprüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien wurde festgestellt, das erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen von der Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Kläranlage Immenstaad zur Einleitung von gereinigten Abwasser in den Bodensee nicht zu erwarten sind und somit für das Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht.

Gemäß § 5 Abs. 3 Satz 1 UVPG ist diese Feststellung nicht selbständig anfechtbar.

Friedrichshafen, 22. Februar 2021
Landratsamt Bodenseekreis

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Bekanntmachung vom 15. Februar 2021

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Bodenseekreis hebt hiermit die Allgemeinverfügung zur Umsetzung von Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im Bodenseekreis vom 11.02.2021 mit sofortiger Wirkung auf.

Begründung
Die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Landkreis Bodenseekreis, wurde an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten.

Rechtsbehelfsbelehrung
Gegen diese Aufhebungsverfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 – 3, 88045 Friedrichshafen, erhoben werden.


Friedrichshafen, den 15.02.2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 11. Februar 2021 (außer Kraft am 15. Februar 2021)

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Bodenseekreis erlässt gemäß §§ 28 Abs. 1, 28a Abs. 1 bis 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit § 1 Abs. 6a der Verordnung des Sozialministeriums über Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz Baden-Württemberg (IfSGZustV BW) und § 35 Satz 2 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes (LVwVfG) für das Gebiet des Landkreises Bodenseekreis folgende

Allgemeinverfügung:

1.Der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft ist in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags nur bei Vorliegen folgender triftiger Gründe gestattet:
a)Abwendung einer konkreten Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
b)Besuch von Veranstaltungen im Sinne des § 10 Abs. 4 CoronaVO,
c)Versammlungen im Sinne des § 11 CoronaVO,
d)Veranstaltungen im Sinne des § 12 Abs. 1 und 2 CoronaVO,
e)Ausübung beruflicher und dienstlicher Tätigkeiten, einschließlich der unaufschiebbaren beruflichen, dienstlichen oder akademischen Ausbildung sowie der Teilnahme ehrenamtlich tätiger Personen an Übungen und Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst,
f)Besuch von Ehegatten, Lebenspartnern sowie Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft in deren Wohnung oder sonstigen Unterkunft,
g)Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Leistungen,
h) Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, insbesondere die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich,
i)Begleitung und Betreuung von sterbenden Personen und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen,
j) unaufschiebbare Handlungen zur Versorgung von Tieren sowie Maßnahmen der Tierseuchenprävention und zur Vermeidung von Wildschäden,
k)Maßnahmen der Wahlwerbung für die in § 1b Abs. 2 CoronaVO genannten Wahlen und Abstimmungen, insbesondere die Verteilung von Flyern und Plakatierung vorbehaltlich behördlicher Erlaubnisse, und
l) sonstige vergleichbar gewichtige Gründe.
2.Diese Allgemeinverfügung gilt am Tage nach der Veröffentlichung als bekannt gegeben.
3.Diese Allgemeinverfügung ist befristet bis einschließlich 17.02.2021, 24 Uhr (Aschermittwoch). Sie wird unabhängig davon aufgehoben, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Landkreis Bodenseekreis an mindestens drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde. Sie wird unabhängig davon aufgehoben, sobald die Sieben-Tages-Inzidenz von 50, bezogen auf den Landkreis Bodenseekreis an mindestens drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde. Für die Feststellung des Überschreitens/Unterschreitens der Inzidenz von 50/100.000 Einwohnern ist der Lagebericht des Landesgesundheitsamtes zugrunde zu legen.

Gründe

1. Sachverhalt

Im Bodenseekreis liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Anzahl der neu gemeldeten SARS-CoV-2-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vorangehenden sieben Tagen, seit dem 30.10.2020 dauerhaft über einem Wert von 50. Auch wenn die Fallzahlen in den vergangenen Wochen stark gesunken sind, liegen sie dennoch weiterhin über dem Wert von 50. Zuletzt lag die 7-Tage-Inzidenz bei 63,1 (Stand: 10.02.2021).

Die Zahl der an COVID-19 gestorbenen Personen ist seit Mitte Dezember 2020 (15.12.2020: 16 bestätigte Todesfälle) stark gestiegen und lag zuletzt bei 130 (Stand: 10.02.2021).

Hinzu kommt seit einigen Tagen das Auftreten von Varianten des Coronavirus im Bodenseekreis. Seit Anfang Februar wurde im Bodenseekreis 28-mal labordiagnostisch eine Virusvariante nachgewiesen.

Vertreter besorgniserregender Virusvarianten (variants of concern, kurz VOC) wurden weltweit, aber auch in Europa, identifiziert. Die Dynamik der Verbreitung der Varianten in einigen Staaten ist nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts (RKI) besorgniserregend. Für diese und zukünftig auftretende Virusvarianten gälte, dass sich der Schweregrad der Erkrankung und die Übertragbarkeit im Vergleich gegenüber der initial zirkulierenden Virusvariante möglicherweise verändern können. Weiterhin bestehe das Risiko, dass die Wirksamkeit der aktuell verwendeten Impfstoffe gegen die neuen Varianten reduziert sein könnte, da die durch die Impfung gebildeten neutralisierenden Antikörper gegen das veränderte Virus schlechter schützen. Dies werde derzeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien weiter untersucht.

Wie sich diese neuen Varianten auf die Situation in Deutschland auswirken werden, ist nach Angaben des RKI noch unklar. Es sei möglich, dass die neuen Varianten die Pandemiebekämpfung in Deutschland erschweren.

 

II. Rechtliche Würdigung

1.Diese Allgemeinverfügung findet ihre Grundlage in § 28 Abs. 1 und § 28a Abs. 1 bis 3 IfSG.
2. Das Landratsamt Bodenseekreis – Gesundheitsamt – ist für den Erlass dieser Allgemeinverfügung gemäß § 1 Abs. 6a IfSGZustV BW zuständig. Von einer Anhörung nach § 28 Abs. 1 LVwVfG wird gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 1 LVwVfG wegen der Notwendigkeit einer sofortigen Entscheidung (Gefahr im Verzug) abgesehen.
3.a)Gemäß § 28 Abs. 1 S. 1 IfSG trifft die zuständige Behörde die notwendigen Schutzmaßnahmen, insbesondere die in § 28a Absatz 1 genannten, soweit und solange es zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten erforderlich ist, wenn Kranke, Krankheitsverdächtige, Ansteckungsverdächtige oder Ausscheider festgestellt werden; die zuständige Behörde kann insbesondere Personen verpflichten, den Ort, an dem sie sich befinden, nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen zu verlassen oder von ihr bestimmte Orte oder öffentliche Orte nicht oder nur unter bestimmten Bedingungen zu betreten.
Gemäß § 28a Abs. 1 Nr. 3 IfSG können notwendige Schutzmaßnahmen im Sinne des § 28 Abs. 1 S. 1 zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 für die Dauer der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Abs. 1 S. 1 IfSG durch den Deutschen Bundestag insbesondere Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen im privaten sowie im öffentlichen Raum sein.
Gemäß § 28a Abs. 2 S. 1 Nr. 2 IfSG ist die Anordnung einer Ausgangsbeschränkung nach § 28 Abs. 1 Nr. 3 IfSG i.V.m. § 28 Abs. 1 IfSG, nach der das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur zu bestimmten Zeiten oder zu bestimmten Zwecken zulässig ist, nur zulässig, soweit auch bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen eine wirksame Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 erheblich gefährdet wäre.
Die genannten Voraussetzungen liegen für den Erlass der nächtlichen Ausgangsbeschränkung im Bodenseekreis gemäß dieser Allgemeinverfügung vor.
Die Voraussetzungen des § 28a Abs. 2 S. 1 Nr. 2 IfSG liegen vor. Ohne den Erlass einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung in der Form, wie sie durch Ziff. 1 dieser Allgemeinverfügung ergeht, wäre auch bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen eine wirksame Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 erheblich gefährdet.
Eine „Gefährdung“ in diesem Sinne liegt vor, wenn der Verzicht auf die Ausgangsbeschränkung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit bei im Übrigen ungehindertem Ablauf und auch bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen wahrscheinlich zu einem Schaden für das Ziel der Eindämmung der Verbreitung von COVID-19 und die damit geschützten Rechtsgüter von Leben und Gesundheit einer potentiell großen Zahl von Menschen (vgl. Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG) führt. Hier bestünde bei Verzicht auf eine nächtliche Ausgangsbeschränkung eine Gefahr für die Eindämmung der COVID-19-Pandemie und damit für Leben und Gesundheit einer potenziell großen Anzahl von Personen.
Ohne eine nächtliche Ausgangsbeschränkung wäre mit einem erheblichen Anstieg von Neuinfektionen mit dem Coronavirus und damit der Verbreitung von COVID-19 zu rechnen. Wäre es gestattet, die eigene Wohnung nach 21 Uhr ohne einen triftigen Grund (vgl. Ziff. 1 a) bis l)) zu verlassen, könnte sich jeder in dieser Zeit frei im öffentlichen Raum bewegen. Eine Person könnte sich mit ihren Haushaltsangehörigen sowie einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt (vgl. § 9 CoronaVO) im öffentlichen Raum treffen. Es steht auch zu befürchten, dass sich an bestimmten „Hotspots“ viele solcher Gruppen sammeln. Allgemein ist es also sehr wahrscheinlich, dass bei Verzicht auf die nächtliche Ausgangsbeschränkung die Zahl der Kontakte unmittelbar steigen und die Eindämmung der Pandemie erschweren wird.
Nach der derzeit gültigen Beschränkung privater Ansammlung ist es möglich, sich mit einer weiteren, nicht dem eigenen Haushalt angehörenden Person zu treffen. Bei Verzicht auf eine nächtliche Ausgangsbeschränkung muss damit gerechnet werden, dass mehr private Treffen in den Abend- und Nachtstunden wahrgenommen werden (abseits der auch nach dieser Allgemeinverfügung zulässigen privaten Treffen mit Ehegatten etc.).
Die Allgemeinverfügung ist auf die Zeit der „Fasnet“ befristet. Die allgemeine Lebenserfahrung zeigt, dass sich besonders in dieser Zeit Personen ermuntert fühlen, sich anzusammeln und sich ins Freie zu begeben, insbesondere zur Abend- und Nachtzeit. Die Gefahr für die Eindämmung der Pandemie ist demnach in dieser, von der Allgemeinverfügung abgedeckten Zeit, besonders hoch.
Die Gefahr, die hier bei Verzicht auf eine nächtliche Ausgangsbeschränkung vorläge, ist auch erheblich. Die Erheblichkeit der Gefahr ist hier einerseits bedingt durch die mittlerweile zwar niedrigeren, aber nach wie vor besorgniserregenden Infektionszahlen im Bodenseekreis. Die häufig als Gradmesser bemühte 7-Tage-Inzidenz von 50 ist noch nicht unterschritten. Was die Gefahr im Bodenseekreis erst Recht zu einer erheblichen macht, sind die aufgetretenen Fälle von Virusvarianten. Die oben beschriebenen Situationen, durch die bei Verzicht auf eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein Anstieg der Kontakte und damit der Infektionszahlen wahrscheinlich ist, werden dadurch noch um ein wesentliches verschärft, dass auch mit einer Verbreitung der Virusvarianten gerechnet werden muss. Jeder zusätzliche Kontakt ist hier mit einer im Vergleich zum „normalen“ Coronavirus erhöhten Gefahr verbunden.
Der Erlass dieser Allgemeinverfügung, insbesondere Ziff. 1, steht auch im Einklang mit § 28a Abs. 3 IfSG.
b) Die durch Ziff. 1 dieser Allgemeinverfügung angeordnete nächtliche Ausgangsbeschränkung sieht vor, dass das Verlassen der Wohnung oder sonstigen Unterkunft bei Vorliegen triftiger Gründe, die abschließend genannt sind, gestattet ist. Damit wird auch § 28a Abs. 6 S. 2 IfSG Rechnung getragen.
c) Ziff. 1 dient dem Zweck einer effektiven Bekämpfung des Coronavirus und der Eindämmung der Verbreitung von COVID-19. Hierzu ist sie auch geeignet.
Ziff. 1 ist zur Erreichung des Zwecks auch erforderlich. Gleich geeignete, dabei aber mildere Mittel sind nicht ersichtlich. Ein völliger Verzicht auf eine nächtliche Ausgangsbeschränkung wäre, wie oben bereits dargestellt, nicht zielführend, da die damit einhergehende Zunahme von Kontakten das Infektionsgeschehen befeuern würde. Auch eine Ausweitung der triftigen Gründe ist nicht zielführend. Auch wenn tagsüber „mehr erlaubt ist“, so muss zumindest für die Abend- und Nachtzeit, wo dies im Übrigen dann auch einen geringeren Eingriff in die betroffenen Rechte darstellt, eine strikte Beschränkung gegeben sein, um insoweit das Infektionsgeschehen einzudämmen. Als Ausnahme bspw. Sport und Bewegung zuzulassen, wäre angesichts der oben dargestellten, zu vermeidenden Kontaktsituationen ebenfalls nicht zielführend.
Ziff. 1 dieser Allgemeinverfügung ist auch angemessen.
Im Rahmen der Angemessenheit ist eine Abwägung der widerstreitenden Rechte und Interessen vorzunehmen
Gegenüber stehen sich hier auf der einen Seite die Rechte der von der Allgemeinverfügung betroffenen Personen, also insbesondere (aber nicht nur) die Einwohnerinnen und Einwohner des Bodenseekreises. Betroffen ist insofern insbesondere die allgemeine Handlungsfreiheit, Art. 2 Abs. 1 GG sowie das Recht auf Freizügigkeit, Art. 11 Abs. 1 GG.
Auf der anderen Seite steht das Interesse der Allgemeinheit am Schutz von Leben und Gesundheit, grundrechtlich verankert in Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG, sowie das Interesse an einer funktionierenden Gesundheitsversorgung.
Gleichwohl das Recht auf Leben und Gesundheit im Grundgesetz einen besonders hohen Rang einnimmt, während die allgemeine Handlungsfreiheit unter dem Vorbehalt der Einschränkung durch die verfassungsmäßige Ordnung und die Freizügigkeit auch zur Bekämpfung von Seuchengefahr eingeschränkt werden kann, besteht kein Automatismus, dass Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG die anderen betroffenen Rechte überwiegt.
Dennoch ergibt hier eine Abwägung der betroffenen Rechte und Interessen, dass das Interesse der Allgemeinheit an Leben und Gesundheit und funktionierender Gesundheitsversorgung überwiegt.
Angesichts der oben beschriebenen Gefahren sind Leben und Gesundheit einer großen Anzahl von Menschen unmittelbar gefährdet, wenn auf eine nächtliche Ausgangsbeschränkung verzichtet wird. Steigen die Infektionszahlen, was ohne nächtliche Ausgangsbeschränkung zu erwarten ist, so hat dies auch eine direkte Auswirkung auf das Gesundheitssystem und dessen uneingeschränkte Funktionsfähigkeit. Auch im Hinblick auf die Virusvarianten, deren Verbreitung ein ungehindertes Bewegen ohne Ausgangsbeschränkung befördern würde, muss die Gefahr für Leben und Gesundheit besonders hoch eingestuft werden. Dabei geht es zunächst um die potenziell schnellere Übertragbarkeit. Dadurch könnten innerhalb kürzester Zeit noch mehr Menschen an COVID-19 erkranken, was sich wiederum direkt auf das Gesundheitssystem auswirken würde. Personen, die auf eine medizinische Versorgung, auch abseits von Corona, angewiesen sind, könnten dadurch benachteiligt werden. Zudem steht zu befürchten, dass die Virusvarianten auch mit schwereren Verläufen einhergehen, was die Gefahr für die Allgemeinheit noch größer macht.
Demgegenüber stellt es für die von der nächtlichen Ausgangsbeschränkung betroffenen Personen zwar zunächst keinen unerheblichen Eingriff dar, die Wohnung nur noch mit triftigem Grund verlassen zu dürfen. Dieser Eingriff wird aber durch die Vielzahl an triftigen Gründen relativiert, die die meisten notwendigen Tätigkeiten erfassen. Zudem ist der Eingriff zur Abend- und Nachtzeit insoweit zu relativieren, als hier ein großer Teil der Betroffenen ohnehin zuhause bleiben würde. Stellt man dem die Gefahr für die Allgemeinheit gegenüber, so ist dieser Eingriff zumutbar.
4.Die Allgemeinverfügung steht auch im Einklang mit der CoronaVO. Nach § 20 Abs. 1 CoronaVO bleibt das Recht der zuständigen Behörden, weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen zu erlassen, von der CoronaVO unberührt. 
5.Ziff. 2 dieser Allgemeinverfügung beruht auf § 41 Abs. 4 S. 4 LVwVfG. Eine öffentliche Bekanntgabe ist nach § 41 Abs. 3 S. 2 LVwVfG zulässig, da die Bekanntgabe an die Beteiligten (Betroffenen) untunlich wäre. Diese Allgemeinverfügung wird öffentlich bekanntgegeben durch ortsübliche Bekanntmachung auf der Internetseite des Bodenseekreises – www.bodenseekreis.de –, vgl. § 1 DVO LKrO, § 1 der Satzung des Bodenseekreises über die Form öffentlicher Bekanntmachungen vom 19. Dezember 2018.

Hinweise:

Diese Allgemeinverfügung ist gemäß § 28 Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 8 IfSG kraft Gesetzes sofort vollziehbar. Widerspruch und Anfechtungsklage haben keine aufschiebende Wirkung.

Die Allgemeinverfügung mit ihrer vollständigen Begründung kann ab sofort beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen nach Terminvereinbarung eingesehen werden. Sie ist außerdem auf der Internetseite des Landkreises Bodenseekreis (www.bodenseekreis.de) abrufbar.

Eine Missachtung der Ziffern 1 und 2 dieser Allgemeinverfügung kann gemäß § 73 Abs. 1a Nr. 6 IfSG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 EUR geahndet werden.

 

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis erhoben werden.

Dafür stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Schriftlich oder zur Niederschrift:
    Der Widerspruch kann schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Unsere Anschriften sind:
    Postanschrift: Landratsamt Bodenseekreis, 88041 Friedrichshafen;
    Hausanschrift: Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 – 3, 88045 Friedrichshafen.
  2. Auf elektronischem Weg:
    Der Widerspruch kann auch auf elektronischen Weg erhoben werden. Dafür stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
    Der Widerspruch kann durch E-Mail mit qualifizierter elektronischer Signatur erhoben werden. Unsere E-Mail-Adresse lautet: info@bodenseekreis.de.  Der Widerspruch kann auch durch De-Mail in der Sendevariante mit bestätigter sicherer Anmeldung nach dem De-Mail-Gesetz erhoben werden. Unsere De-Mail-Adresse lautet: info@bodenseekreis.de-mail.de. 

Friedrichshafen, 11.02.2021

Lothar Wölfle
Landrat

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Bekanntmachung vom 2. Februar 2021

Der Kreiswahlausschuss hat in seiner Sitzung am 19. Januar 2021 folgende Wahlvorschläge zur Landtagswahl am 14. März 2021 im Wahlkreis Nr. 67 Bodensee zugelassen:
 

Nr. 1BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
Bewerber:Hahn, Martin, Landtagsabgeordneter, Landwirt
geb. 1963 in Stockach
wohnhaft Helchenhof 24 in 88662 Überlingen
Ersatzbewerberin:Scholz, Franziska, Studentin
geb. 2000 in Weingarten
wohnhaft Mesmerstraße 16 in 88709 Meersburg
Nr. 2Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Bewerberin:Emerich, Dominique Christine, Rechtsanwältin
geb. 1983 in Bad Friedrichshall
wohnhaft Seestraße West 12 in 88090 Immenstaad
Ersatzbewerber:Salomon, Pascal, Elektrotechniker
geb. 1994 in Friedrichshafen
wohnhaft Alter Weinberg 13 in 88048 Friedrichshafen
Nr. 3Alternative für Deutschland (AfD)
Bewerber:Högel, Christoph, Elektrotechniker, B. Eng.
geb. 1990 in Gera
wohnhaft Poststraße 23 in 88048 Friedrichshafen
Ersatzbewerber:Piekniewski, Andreas, Lehrer
geb. 1965 in Heidelberg
wohnhaft Schedlerstraße 3 in 88677 Markdorf
Nr. 4Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Bewerberin:Brancazio, Jasmina, Geschäftsführerin
geb. 1985 in Friedrichshafen
wohnhaft Klosterstraße 11 in 88045 Friedrichshafen
Ersatzbewerber:Mattes Dr., Boris Nicolaus, Rechtsanwalt
geb. 1978 in Friedrichshafen
wohnhaft Mesmerstraße 3 in 88709 Meersburg
Nr. 5Freie Demokratische Partei (FDP)
Bewerber:Hoher, Klaus, Landwirt
geb. 1968 in Überlingen
wohnhaft Waldstraße 1, 88682 Salem
Ersatzbewerberin:Eger, Carmen, Juristin
geb. 1990 in Friedrichshafen
wohnhaft Seestraße 12 in 88045 Friedrichshafen
Nr. 6DIE LINKE (DIE LINKE)
Bewerber:Frank, Sander, Student
geb. 1997 in Basel
wohnhaft Friedrichstraße 49 in 88045 Friedrichshafen
Ersatzbewerberin:Jakowlew, Inge, Dipl.-Sozialpädagogin
geb. 1967 in Merzig
wohnhaft Josef-Mauch-Straße 3 in 88045 Friedrichshafen
Nr. 7Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt (ÖDP)
Bewerberin:Morcher Dr., Marion, Human- und Neurobiologin
geb. 1963 in Nabburg
wohnhaft Olgastraße 61/2 in 88045 Friedrichshafen
Ersatzbewerberin:Hiß-Petrowitz, Sylvia, Krankenschwester
geb. 1962 in Lörrach
wohnhaft Friedrichstraße 85 in 88045 Friedrichshafen
Nr. 9Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz,
Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)
Bewerber:Grimm, Corbinian, Student
geb. 1995 in Friedrichshafen
wohnhaft Masurenweg 6 in 88045 Friedrichshafen
Ersatzbewerber:Janoschka, Marco Daniel, Student
geb. 1994 in Bruchsal
wohnhaft Sandöschstraße 28 in 88045 Friedrichshafen
Nr. 10FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER)
Bewerber:Brillisauer, Thomas, Bankfachwirt
geb. 1972 in Wangen im Allgäu
wohnhaft Schmittenhalde 17/2 in 88147 Achberg
Kein Ersatzbewerber
Nr. 14Basisdemokratische Partei Deutschland (dieBasis)
Bewerberin:Padberg, Heike, Oberbrandrätin a.D.
geb. 1965 in Essen
wohnhaft Lindauer Straße 15 in 88085 Langenargen
Ersatzbewerber:Padberg, Martin, Dipl.-Geograph
geb. 1961 in Essen
wohnhaft Lindauer Straße 15 in 88085 Langenargen
Nr. 17Klimaliste Baden-Württemberg (KlimalisteBW)
Bewerber:Boch, Daniel, Student
geb. 1996 in Heidelberg
wohnhaft Werastraße 33 in 88045 Friedrichshafen
Ersatzbewerberin:Kybart, Amelie, Studentin
geb. 2001 in Stuttgart
wohnhaft Werastraße 33 in 88045 Friedrichshafen
Nr. 20Partei WIR2020 (W2020)
Bewerber:Preusch, Jonas, Student
geb. 2001 in Ravensburg
wohnhaft Krumbach 46 in 88069 Tettnang
Ersatzbewerber:Zok, Andreas, Mechatroniker
geb. 1977 in Donaueschingen
wohnhaft Römerstraße 9 in 88662 Überlingen
Nr. 21Volt Deutschland (Volt)
Bewerber:Bischof, Stefan, Physiker
geb. 1985 in Kirchheim unter Teck
wohnhaft Regenerstraße 8 in 88045 Friedrichshafen
Ersatzbewerber:Bramlage, Laurenz, Student
geb. 1997 in Duisburg
wohnhaft Paulinenstraße 92 in 88046 Friedrichshafen

 

Es wird darauf hingewiesen, dass die Wahlvorschläge landeseinheitlich zugewiesene Nummern haben, vgl. § 32 Abs. 2 Landtagswahlgesetz (LWG) i. V. m. § 27 Abs. 2 Landeswahlordnung (LWO), die auch im Stimmzettel zu verwenden sind.

Die zugelassenen Wahlvorschläge werden hiermit nach § 32 Abs. 1 LWG i. V. m. § 27 Abs. 2 LWO bekannt gemacht.

Friedrichshafen, 2. Februar 2021

gez. Christoph Keckeisen
Kreiswahlleiter

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Bekanntmachung vom 1. Februar 2021

Der Kreiswahlausschuss hat in öffentlicher Sitzung am 19. Januar 2021 beschlossen, die nachfolgend aufgeführten Wahlvorschläge in der nach § 32 Abs. 2 des Landtagswahlgesetzes vorgeschriebenen Reihenfolge zur Landtagswahl am 14. März 2021 zuzulassen:


I. Wahlkreis Nr. 68 Wangen
(umfassend das Gebiet der Gemeinden Achberg, Aichstetten, Aitrach, Amtzell, Argenbühl, Aulendorf, Bad Waldsee, Bad Wurzach, Bergatreute, Isny im Allgäu, Kißlegg, Leutkirch im Allgäu, Vogt, Wangen im Allgäu und Wolfegg des Landkreises Ravensburg, sowie die Gemeinden Berkheim, Dettingen an der Iller, Erolzheim, Kirchberg an der Iller, Kirchdorf an der Iller, Rot an der Rot und Tannheim des Landkreises Biberach)

 

Wahlvorschlag
Parteiname
Kurzbezeichnung
a) Bewerber/in
b) Ersatzbewerber/in
1BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENGRÜNE

a) Krebs, Petra, Krankenschwester, geb. 1969, Wangen im Allgäu, wh. Schickhardtstraße 30, 88239 Wangen im Allgäu

b) Natalis, Dorothee, Ärztin, geb. 1963, Lörrach, wh. Wehrlang 5, 88316 Isny im Allgäu

2Christlich Demokratische Union DeutschlandsCDU

a) Maser, Raimund, Landtagsabgeordneter, Dipl.-Betriebswirt (BA), geb. 1975, Wangen im Allgäu,
wh. Nach Stadels 3, 88353 Kißlegg

b) Reitsam-Surbeck, Silke, Rechtsanwältin, geb. 1970, Ravensburg, wh. Singenberg 48, 88279 Amtzell

3Alternative für DeutschlandAfD

a) Dietz, Helmut, Rentner, geb. 1950, Heidenheim, wh. Büchelweg 18, 88212 Ravensburg

b) Haug, Carmen, Angestellte, geb. 1976, Ravensburg, wh. Durlesbacher Straße 27, 88339 Bad Waldsee

4Sozialdemokratische Partei DeutschlandsSPD

a) Marquart, Rainer, Geschaftsführer, geb. 1969, Ravensburg, wh. Saulgauer Straße 3, 88326 Aulendorf

b) Schupp, Rainer, Techniker für Informationstechnik, geb. 1975, Isny im Allgäu, wh. Obere Halde 19, 88260 Argenbühl

5Freie Demokratische ParteiFDP

a) Scharr, Frank, Unternehmer, geb. 1955, Stuttgart, wh. Hans-vom-Stall-Straße 23/1, 88239 Wangen im Allgäu

b) Braun, Lena, Verwaltungsfachwirtin, geb. 1991, Bad Waldsee, wh. Am Munzenried 4, 88339 Bad Waldsee

6DIE LINKEDIE LINKE

a) Muric, Enes, Student, geb. 1998, Wangen im Allgäu, wh. Mozartstraße 33, 72762 Reutlingen

b) Werner, Jan, Student, geb. 2001, Memmingen, wh. Jacob-Burckhardt-Straße 4, 78464 Konstanz

7Ökologisch-Demokratische Partei/Familie und UmweltÖDP

a) Rogg, Frank, Industriemechaniker, geb. 1991, Weingarten, wh. An der Kiesgrube 2, 88410 Bad Wurzach

b) Rogg, Magdalena, Lehramtsreferendarin, geb. 1993,
Tettnang, wh. An der Kiesgrube 2,
88410 Bad Wurzach

10FREIE WÄHLERFREIE WÄHLER

a) Wirthwein, Klaus, Metzgermeister, geb. 1957, Darmstadt, wh. Panoramastraße 20, 88147 Achberg

b) -

11Menschliche Welt - für das Wohl und Glücklichsein allerMENSCHLICHE WELT

a) Pietsch, Sona, Studentin der Psychologie, Yoga-Lehrerin, geb. 1994, Pettendorf, wh. Reich 2, 88267 Vogt

b) -

14Basisdemokratische Partei DeutschlanddieBasis

a) Padberg, Heike, Oberbrandrätin a.D., geb. 1965, Essen, wh. Lindauer Straße 15, 88085 Langenargen

b) Padberg, Martin, Dipl.-Geograph, geb. 1961, Essen, wh. Lindauer Straße 15, 88085 Langenargen

17Klimaliste Baden-WürttembergKlimaliste BW

a) Deuschel, Rainer, Förster, geb. 1956, Ludwigshafen am Rhein,
wh. Sonnentaustraße 75, 88410 Bad Wurzach

b) Krämer, Selina, Studentin (Lehramt), geb. 1998, Wangen im Allgäu, wh. Gustav-Freytag-Straße 17/1, 88239 Wangen im Allgäu

20Partei WIR2020W2020

a) Lenz, Anette, Dipl.-Finanzwirtin, geb. 1968, Wangen im Allgäu, wh. Haldenweg 60, 88212 Ravensburg

b) Kunkel, Conny, Gesundheits- und Krankenpflegerin, geb. 1972, Dresden, wh. Bindstraße 47, 88239 Wangen im Allgäu

21Volt DeutschlandVolt

a) Stiefenhofer, Daniel, Dipl.-Elktroingenieur (FH), geb. 1975, Isny im Allgäu, wh. Spalterstraße 3, 88069 Tettnang

b) -

II. Wahlkreis Nr. 69 Ravensburg
(umfassend das Gebiet der Gemeinden Altshausen, Baienfurt, Baindt, Berg, Bodnegg, Borns, Ebenweiler, Ebersbach-Musbach, Eichstegen, Fleischwangen, Fronreute, Grünkraut, Guggenhausen, Horgenzell, Hoßkirch, Königseggwald, Ravensburg, Riedhausen, Schlier, Unterwaldhausen, Waldburg, Weingarten, Wilhelmsdorf und Wolpertswende des Landkreises Ravensburg, sowie die Gemeinden Meckenbeuren, Neukirch und Tettnang des Bodenseekreises)

 

Wahlvorschlag
Parteiname
Kurzbezeichnung
a) Bewerber/in
b) Ersatzbewerber/in
1BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENGRÜNE

a) Lucha, Manfred, Landtagsabgeordneter, Minister für Soziales und Integration, geb. 1961, Garching an der Alz, wh. Welfenstraße 3, 88212 Ravensburg

b) Kremer, Carmen, Beauftragte für.
Chancengleichheit, geb. 1964, Ravensburg, wh. Brahmsweg 13, 88267 Vogt

2Christlich Demokratische Union DeutschlandsCDU

a) Schuler, August, Landtagsabgeordneter,
geb. 1957, Ravensburg, wh. Marienplatz 19, 88212 Ravensburg

b) Zwisler, Sylvia, Betriebswirtin (VWA), geb. 1962, Ravensburg, wh. Hoher Rain 41, 88069 Tettnang

3Alternative für DeutschlandAfD

a) Dietz, Helmut, Rentner, geb. 1950, Heidenheim, wh. Büchelweg 18, 88212 Ravensburg

b) Haug, Carmen, Angestellte, geb. 1976, Ravensburg, wh. Durlesbacher Straße 27, 88339 Bad Waldsee

4Sozialdemokratische Partei DeutschlandsSPD

a) Wolf, Jonathan, Heilerziehungspfleger, geb. 1980, Ravensburg, wh. Andreas-Hofer-Straße 19, 88074 Meckenbeuren

b) Hertlein Antonio, Student, geb. 2002, Ravensburg, wh. Hauptstraße 2, 88281 Schlier

5Freie Demokratische ParteiFDP

a) Waidmann, Markus, Dipl.-Ökonom, geb. 1964, Bremen, wh. Hermann-Löns-Weg 10, 88212 Ravensburg

b) Dr. Kuglmeier, Klaus, Tierarzt, geb. 1955, Neu-Ulm, wh. Hopfengut 28, 88069 Tettnang

6DIE LINKEDIE LINKE

a) Sekul, Korbinian, Schreiner, geb. 1997, Ravensburg, wh. Laubbronnen 2, 88326 Aulendorf

b) Runge, Jasmin, Studentin der Rechtswissenschaften, geb. 1993, Kalutara, wh. Rathausstraße
14, 88273 Fronreute

7Ökologisch-Demokratische Partei/Familie und UmweltÖDP

a) Scharpf, Maximilian, Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger,
geb. 1982, Tettnang, wh. Berg 15, 88267 Vogt

b) Eichwald, Erika, Dipl.-Maschinenbauingenieurin,
geb. 1939, Dortmund, wh. Eythstraße 32, 88250 Weingarten

9Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische InitiativeDie PARTEI

a) Buchele, Rolf, Industriemechaniker, geb. 1992, Ravensburg, wh. Schloßhalde 42, 88213 Ravensburg

b) Pasa, Cem, Arzt, geb. 1988, Konstanz, wh. Schloßhalde 44, 88213 Ravensburg

10FREIE WÄHLERFREIE WÄHLER

a) Ruchti, Günter, Geschäftsführer, geb. 1967, Ravensburg, wh. Im alten Stadion 53, 88250 Weingarten

b) -

11Menschliche Welt - für das Wohl und Glücklichsein allerMENSCHLICHE WELT

a) Pietsch, Sona, Studentin der Psychologie, Yoga-Lehrerin, geb. 1994, Pettendorf, wh. Reich 2, 88267 Vogt

b) -

14Basisdemokratische Partei DeutschlanddieBasis

a) Herzog, Regina, Kinder-Erzieherin, geb. 1978, Ferganag, wh. Drosteweg 4, 88069 Tettnang

b) Kastens, Sabine, Produktmanagerin, geb. 1984, Weingarten, wh. Banater Weg 4, 88069 Tettnang

17Klimaliste Baden-WürttembergKlimaliste BW

a) Mayer, Saskia, Ärztin, geb. 1992, Schramberg, wh. Josefine-Scheuerle-Weg 11, 88213 Ravensburg

b) Klauer Robert, Projektmanager, geb. 1991, Magdeburg, wh. Hirschgraben 19, 88214 Ravensburg

20Partei WIR2020W2020

a) Tastaban-Fugel, Servet-Feza, Fachkoordinatorin, geb. 1966, Ravensburg, wh. Feuchtmayrstraße 32, 88250 Weingarten

b) Lenz Anette, Dipl.-Finanzwirtin, geb. 1968, Wangen im Allgäu, wh. Haldenweg 60, 88212 Ravensburg

21Volt DeutschlandVolt

a) Blechschmidt, Vinzent, Angestellter, geb. 1986, Erlabrunn, wh. Birkenstraße 32, 88214 Ravensburg

b) -

Hinweis:
Die Wahlvorschläge haben nach § 32 Abs. 2 Landtagswahlgesetz landeseinheitlich zugewiesene laufende Nummern, von denen im Stimmzettel nicht abgewichen werden darf. Fehlende laufende Nummern sind Wahlvorschlägen zuzuordnen, die im Wahlkreis Nr. 68 Wangen bzw. im Wahlkreis Nr. 69 Ravensburg nicht vertreten sind.

Ravensburg, den 1. Februar 2021

gez. Peter Hagg
Kreiswahlleiter für die Wahlkreise Nr. 68 Wangen und Nr. 69 Ravensburg 

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Bekanntmachung vom 28. Januar 2021

Zweckverband Breitband Bodenseekreis

Einladung zur 7. Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbands Breitband Bodenseekreis
Am Donnerstag, 11.02.21 von 10:30-12:30 Uhr findet die öffentliche Sitzung der Verbandsversammlung im Säntissaal des Landratsamtes Bodenseekreis in Friedrichshafen, Albrechtstraße 77, 7. OG statt.

Tagesordnung
- Öffentlich -

  1. Begrüßung durch den Vorsitzenden
  2. Wahl des Verbandsvorsitzenden und seiner Stellvertreter
  3. Sachstandsbericht der Geschäftsführung    
  4. Änderung der Zweckverbandssatzung
  5. Zweckverbandsumlage 2021
  6. Verschiedenes

Vorab findet eine nichtöffentliche Sitzung der Verbandsversammlung statt.

1. Stellv. Verbandsvorsitzender
Lothar Wölfle                                                      

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Bekanntmachung vom 28. Januar 2021

Hochwasserschutzmaßnahme Immenstaad, Ertüchtigung Hochwasserrückhaltebecken (HRB) an der B 31

Bekanntgabe des Ergebnisses der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalles nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (§ 7 Abs. 1 i. V. m. § 5 Abs. 2 UVPG)
 
Nachdem die westliche Ortslage von Immenstaad durch den Kogenbach in den letzten Jahren mehrfach überschwemmt wurde, beabsichtigt die Gemeinde Immenstaad im Rahmen einer Hochwasserschutzmaßnahme als weiteren Umsetzungsschritt die Ertüchtigung des HRB an der B 31. Die Entlastungsleitung am Landesteg wurde bereits im Frühjahr 2020 umgesetzt. Zur Erzielung des erforderlichen Speichervolumens ist nun die Ertüchtigung des vorhandenen HRBs an der B 31 vorgesehen. Das tatsächliche Beckenvolumen beträgt aktuell bei Vollfüllung lediglich ca. 750 m³. Dies soll auf 1.300 m³ erhöht werden und das vorhandene Drosselbauwerk soll zur Verbesserung der Abflussleistung ausgetauscht werden. In einem gesonderten Verfahren ist die Herstellung eines zusätzlichen Rückhalteraums in den Obstanlagen bei Kippenhausen beabsichtigt.

Nach § 7 Abs. 1 S. 1 Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) i. V. m. Nr. 13.18.1 der Anlage 1 Liste „UVP-pflichtige Vorhaben“ zum UVPG bedarf der Ausbau eines Gewässers, sofern es sich nicht um eine naturnahe Umgestaltung handelt, einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung, ob eine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass bei planmäßiger Ausführung des Vorhabens sowie Einhaltung der Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Plangenehmigung mit einer Beeinträchtigung von Schutzgütern nicht zu rechnen ist. Bei der überschlägigen Prüfung durch die allgemeine Vorprüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien wurde festgestellt, dass erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen von dem Vorhaben nicht zu erwarten sind und somit für das beantragte Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Wesentliche Gründe für diese Feststellung sind:

Merkmale des Vorhabens:
Ziel der Planung ist die Vergrößerung des Nutzvolumens des vorhandenen HRBs für einen verbesserten Hochwasserschutz der Ortslage von Immenstaad. Die Oberkante des Damms soll stellenweise erhöht werden und der innerhalb des HRB gelegene Leitdamm soll verkleinert werden, sodass das Becken an Volumen gewinnt. Darüber hinaus soll die Sohle des Beckens in nördlicher Richtung vertieft werden. Durch diese Maßnahmen kann das Beckenvolumen trotz Einrückung des Damms, auf insgesamt 1.300 m³ erhöht werden. Der vorhandene Drosselschieber soll durch einen schwimmgesteuerten Drosselschieber ersetzt werden. Dies bietet den Vorteil, dass das Nutzvolumen des HRB besser ausgenutzt werden kann. Durch die Maßnahme sind keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten. Das HRB besteht bereits jetzt zum Hochwasserschutz, ist jedoch im Bestand nicht in der Lage die ankommenden Abflüsse zurückzuhalten.

Standort des Vorhabens:
Das bereits vorhandene HRB liegt im Bereich des Landschaftsschutzgebietes 4.35.031 „Bodenseeufer“. Es wird die bereits vorhandene Hochwasserschutzanlage umgestaltet. Sonstige ökologische Empfindlichkeiten des Gebietes und weitere Schutzgebiete entsprechend Anlage 3 zum UVPG sind nicht ersichtlich.

Art und Merkmale der möglichen Auswirkungen:
Durch die vorgesehenen Maßnahmen zur Ertüchtigung dieser bereits vorhandenen Hochwasserschutzanlage sind keine erheblichen Auswirkungen auf die Schutzgüter und den ökologischen Zustand und keine Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu erwarten. Das bestehende HRB soll lediglich zum besseren Hochwasserschutz der westlichen Ortslage von Immenstaad bei einem HQ100 ertüchtigt werden.

Gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 UVPG ist diese Feststellung nicht selbständig anfechtbar.

Friedrichshafen, den 28. Januar 2021
Landratsamt Bodenseekreis

 

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Bekanntmachung vom 28. Januar 2021

Hochwasserschutzmaßnahme Immenstaad, Rückhalt Obstanlagen bei Kippenhausen

Bekanntgabe des Ergebnisses der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalles nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (§ 7 Abs. 1 i. V. m. § 5 Abs. 2 UVPG)
 
Nachdem die westliche Ortslage von Immenstaad durch den Kogenbach in den letzten Jahren mehrfach überschwemmt wurde, beabsichtigt die Gemeinde Immenstaad im Rahmen einer Hochwasserschutzmaßnahme als weiteren Umsetzungsschritt die Errichtung einer Verwallung unterhalb des Seelbachknicks im Bereich der Obstanlagen bei Kippenhausen. Die Entlastungsleitung am Landesteg wurde bereits im Frühjahr 2020 umgesetzt. In einem weiteren Verfahren ist die Ertüchtigung des Hochwasserrückhaltebeckens an der B 31 beabsichtigt.

Nach § 7 Abs. 1 S. 1 Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) i. V. m. Nr. 13.18.1 der Anlage 1 Liste „UVP-pflichtige Vorhaben“ zum UVPG bedarf der Ausbau eines Gewässers, sofern es sich nicht um eine naturnahe Umgestaltung handelt, einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung, ob eine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Deich- und Dammbauten, die den Hochwasserabfluss beeinflussen, stehen dem Gewässerausbau gleich. Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass bei planmäßiger Ausführung des Vorhabens sowie Einhaltung der Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Plangenehmigung mit einer Beeinträchtigung von Schutzgütern nicht zu rechnen ist. Bei der überschlägigen Prüfung durch die allgemeine Vorprüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 3 zum UVPG aufgeführten Kriterien wurde festgestellt, dass erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen von dem Vorhaben nicht zu erwarten sind und somit für das beantragte Vorhaben keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Wesentliche Gründe für diese Feststellung sind:

Merkmale des Vorhabens:
Ziel der Planung ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Ortslage von Immenstaad durch die Rückhaltung von Wasser. Die Verwallung bzw. der Erddamm dient der Herstellung des erforderlichen Speichervolumens von 9.700 m³. Der Seelbach/Seggaddelgraben überströmt bei größeren Regenereignissen ab einer Abflussmenge von mehr als 0,76 m³/s im Bereich des Seelbachknicks in den Ludigraben und hierdurch in das Einzugsgebiet des Kogenbaches. Bereits im Bestand erfolgt durch das östlich und westlich ansteigende Gelände, das eine Senke bildet, ein Einstau mit einem Volumen von ca. 1.000 m³. Der Ludigraben dient Entwässerungszwecken und liegt über das Jahr mehrfach trocken. Zur Erzielung des erforderlichen Speichervolumens ist im Bereich der Obstanlagen die Errichtung einer Verwallung bzw. eines Erddamms auf einer Länge von 60 m und einer Höhe von maximal 0,85 m über dem anstehenden Gelände geplant. Der Damm ist mit einer Kronenbreite von 3,0 m geplant. Zur Hochwasserableitung ist im Dammquerschnitt ein Rohr DN 500 geplant. Vor der Rohrdrossel ist ein Stabrechen vorgesehen. Mittels der geplanten Verwallung kann mit einem geringen Aufwand ein großes Rückhaltevolumen geschaffen werden. Das Wasser soll durch ein Rohr gedrosselt in Richtung Kogenbach abfließen, was wiederum das Hochwasserrückhaltebecken an der B 31 entlasten soll.

Standort des Vorhabens:
Die geplante Verwallung befindet sich inmitten von Intensivobstanlagen. Ökologische Empfindlichkeiten des Gebietes und Schutzgebiete entsprechend Anlage 3 zum UVPG sind nicht ersichtlich. Die geplante Maßnahme soll zum Hochwasserschutz der westlichen Ortslage von Immenstaad errichtet werden.

Art und Merkmale der möglichen Auswirkungen:
Erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die
Schutzgüter sind nicht zu erwarten und es sind keine erheblichen Verschlechterungen hinsichtlich des ökologischen Zustands und keine Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu erwarten.

Gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 UVPG ist diese Feststellung nicht selbständig anfechtbar.

Friedrichshafen, den 28. Januar 2021
Landratsamt Bodenseekreis

 

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Bekanntmachung vom 28. Januar 2021

Auf Grund der § 22 Abs. 1 und 2, § 26, § 32 Abs. 2 und 3 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. IS. 2542), zuletzt geändert durch Art. 290 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S.1328), sowie § 23 Abs. 4, Abs. 7 und Abs. 9 des Gesetzes des Landes Baden-Württemberg zum Schutz der Natur und zur Pflege der Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) in der Fassung vom 23. Juni 2015 (GBl.2015, S. 585), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 17. Dezember 2020 (GBl.2020, S. 1233) wird verordnet: 
 

Artikel 1

Zweck

Durch diese Verordnung wird der Geltungsbereich der „Verordnung zum Schutz der Landschaftsteile am württembergischen Bodenseeufer“ vom 13. September 1940 reduziert, um der Gemeinde Kressbronn zu ermöglichen, Baurecht für ein Hotel im Bereich der ehemaligen Bodanwerft zu schaffen.

Zu diesem Zweck wird die „Verordnung des Landratsamtes Tettnang zum Schutz der Landschaftsteile am württembergischen Bodenseeufer“ vom 13. September 1940 in der Gemeinde Kressbronn geändert.
 

Artikel 2

Aufhebung

Der in § 2 Nr. 1 definierte räumliche Geltungsbereich der „Verordnung zum Schutz der Landschaftsteile am württembergischen Bodenseeufer“ wird im Bereich der ehemaligen Bodanwerft in der Gemeinde und Gemarkung Kressbronn für die Flächen östlich des Flurstücks 1765/1 aufgehoben.

Die Reduzierung der Schutzgebietsfläche beträgt etwa 2,7 ha.
 

Artikel 3

Abgrenzung und Niederlegung

Die Grenzen der in Artikel 2 aufgeführten Flächen sind in einer Detailkarte im Maßstab 1 : 2.500 mit einer integrierten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 des Landratsamtes Bodenseekreis vom 24. März 2020 gelb, die geänderte Schutzgebietsgrenze grün, eingetragen.

Im Falle eines Widerspruchs zwischen der textlichen Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung gelten die in der Karte getroffenen Festlegungen.

Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Bodenseekreis - untere Naturschutzbehörde -, Glärnischstraße 1 - 3, Friedrichshafen während der Sprechzeiten zur kostenlosen Einsichtnahme durch jedermann niedergelegt.
 

Artikel 4

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.
 

Landratsamt Bodenseekreis
- Umweltschutzamt -
 

Friedrichshafen, 22. Januar 2021

Gez.
Lothar Wölfle
 

Verkündungshinweis:

Nach § 25 NatSchG ist eine Verletzung der in § 24 NatSchG genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach dem Erlass der Verordnung schriftlich beim Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, Friedrichshafen, geltend gemacht wird. Der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.

- Landratsamt Bodenseekreis -
 

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Bekanntmachung vom 15. Januar 2021

REGIONALVERBAND BODENSEE-OBERSCHWABEN

Öffentliche Bekanntmachung über die Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Gesamtfortschreibung des Regionalplans Bodensee-Oberschwaben - Gebiet der Landkreise Ravensburg, Bodensee und Sigmaringen - (ohne Kap. 4.2 Energie) - 2. Offenlage

gemäß § 10 Absatz 1 des Raumordnungsgesetzes (ROG) in der Fassung vom 22. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2986), zuletzt geändert durch Artikel 159 der Verordnung vom 19. Juni 2020 (BGBl. I S. 1328) in Verbindung mit § 12 Absatz 3 des Landesplanungsgesetzes (LplG) in der Fassung vom 10. Juli 2003 (GBl. S. 385), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 28. November 2018 (GBl. S. 439, 446).

Die Verbandsversammlung des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben hat am 20. Juli 2018 in öffentlicher Sitzung den Entwurf zur Fortschreibung des Regionalplans Bodensee-Oberschwaben (förmlich eingeleitet durch Beschluss der Verbandsversammlung vom 23.11.2007) beschlossen. Der Entwurf enthält Festlegungen zur Regionalen Siedlungsstruktur (Zentrale Orte, Entwicklungsachsen, Siedlungsbereiche, Gemeinden mit Beschränkung auf Eigenentwicklung, Schwerpunkte des Wohnungsbaus, Schwerpunkte für Industrie und Gewerbe, Schwerpunkte für Einzelhandelsgroßprojekte), zur Regionalen Freiraumstruktur (Regionale Grünzüge und Grünzäsuren, Gebiete für besondere Nutzungen im Freiraum, Gebiete zur Sicherung von Wasservorkommen) und zur Regionalen Infrastruktur (Verkehr).

In der öffentlichen Sitzung der Verbandsversammlung am 23. Oktober 2020 wurde den Änderungen der Plansätze und der Raumnutzungskarte aufgrund der Berücksichtigung entsprechender Belange aus der ersten Offenlage im Rahmen der Abwägung zugestimmt und beschlossen, diese dem zweiten Anhörungsentwurf zur Fortschreibung des Regionalplans zugrunde zu legen. Außerdem wurde beschlossen, das Kapitel „Gebiete für den Abbau oberflächennaher Rohstoffe und die Sicherung von Rohstoffen“ in die Gesamtfortschreibung zu integrieren sowie die Kapitel „Gebiete für den vorbeugenden Hochwasserschutz“ und „Abfall“ aufzunehmen. Der vorliegende Planentwurf berücksichtigt somit auch diese genannten Kapitel (Rohstoffe, Hochwasserschutz, Abfall). Der vorliegende Entwurf grenzt auch die im Gebiet der Gemeinden Eriskirch, Kressbronn a. B. und Langenargen festgelegten Regionalen Grünzüge neu ab bzw. ersetzt diese durch Grünzäsuren. Das Verfahren zur „Änderung des Regionalplans 1996 durch Neuabgrenzung der Regionalen Grünzüge im östlichen Uferbereich des Bodensees (Gebiet der Gemeinden Eriskirch, Kressbronn a. B. und Langenargen)“ wird nicht als separates Verfahren weitergeführt, sondern ist in dieses Verfahren zur Gesamtfortschreibung integriert.

Der Planentwurf samt Begründung und Umweltbericht sowie die Datenschutzerklärung liegen vom 25. Januar 2021 bis einschließlich 26. Februar 2021 zur kostenlosen Einsicht für jedermann bei folgenden Stellen während der Sprechzeiten aus:

Regionalverband Bodensee-Oberschwaben
Hirschgraben 2, 88214 Ravensburg
Sprechzeiten: Montag bis Freitag 09:00 - 12:00 Uhr; Montag bis Donnerstag 14:00 - 16:00 Uhr; sowie nach Terminvereinbarung

Landratsamt Bodenseekreis
Albrechtstraße 77, 88045 Friedrichshafen, Raum Z 501
Die Einsichtnahme ist coronabedingt nur nach vorheriger Terminvereinbarung zu folgenden Sprechzeiten möglich: Montag bis Freitag 08:00 - 12:00 Uhr; Donnerstag 14:00 - 17:00 Uhr
Terminvereinbarung per E-Mail unter bauleitplanung@bodenseekreis.de oder telefonisch unter 07541 204-5897 oder -5274

Landratsamt Sigmaringen
Leopoldstraße 4, 72488 Sigmaringen, Infothek
Sprechzeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch 07:30 - 17:00 Uhr; Donnerstag 07:30 - 18:00 Uhr; Freitag 07:30 - 12:30 Uhr

Landratsamt Ravensburg
Kreishaus II, Gartenstraße 107, 88212 Ravensburg, Bau- und Umweltamt, Pforte
Die Einsichtnahme ist coronabedingt nur nach vorheriger Terminvereinbarung zu folgenden Sprechzeiten möglich: Montag bis Freitag 08:00 - 12:00 Uhr; Montag bis Mittwoch 13:30 - 15:30 Uhr; Donnerstag 13:30 - 17:30 Uhr
Terminvereinbarung per E-Mail unter bu@rv.de oder telefonisch unter 0751 85-4110

Der Planentwurf samt Begründung und Umweltbericht sowie weitere zweckdienliche Unterlagen können während des genannten Zeitraums auch im Internet unter www.rvbo.de/Planung/Fortschreibung-Regionalplan eingesehen und abgerufen werden.

Zu dem Planentwurf, dessen Begründung und dem Umweltbericht kann jedermann gegenüber dem Regionalverband Bodensee-Oberschwaben bis spätestens 26. Februar 2021 schriftlich, zur Niederschrift oder elektronisch unter info@rvbo.de Stellung nehmen.

Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben prüft die vorgebrachten Stellungnahmen und teilt das Ergebnis der Prüfung den Absendern mit. Haben mehr als 50 Personen Stellungnahmen mit im Wesentlichen gleichem Inhalt abgegeben, kann die Mitteilung des Ergebnisses der Prüfung dadurch ersetzt werden, dass Einsicht in das Ergebnis beim Regionalverband oder einem Landkreis der Region während der Sprechzeiten ermöglicht wird. Darauf wird gegebenenfalls durch öffentliche Bekanntmachung hingewiesen.

Personenbezogene Daten werden in diesem Verfahren zur Fortschreibung des Regionalplans Bodensee-Oberschwaben (2. Offenlage) zur Erfüllung einer der in der Zuständigkeit des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben liegenden öffentlichen Aufgabe unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sowie des Landesdatenschutzgesetzes (LDSG) entsprechend der Datenschutzerklärung des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben www.rvbo.de/Datenschutz verarbeitet. Die Datenverarbeitung kann auch zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erfolgen. Die Rechtsgrundlagen hierfür sind § 4 LDSG i. V. m. Artikel 6 Abs. 1 lit e) DS-GVO sowie Artikel 6 Abs. 1 lit c) DS-GVO. Die Datenschutzerklärung enthält nähere Informationen zum Auskunftsrecht, zum Recht auf Berichtigung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung, zum Recht auf Widerspruch und Beschwerde. Sie liegt auch bei den zur Einsicht bereitgehaltenen Unterlagen aus.

Ravensburg, 15. Januar 2021

Kugler
Verbandsvorsitzender


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Bekanntmachung vom 11. Januar 2021

Auf Grund von §§ 13 der Geflügelpest-Verordnung in der Fassung vom 15. Oktober 2018 (BGBl. I S. 1665) i. V. m. §§ 38 Absatz 11 und 6 Absatz 1 des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) in der Fassung vom 21. November 2018 (BGBl. I S. 1938), das zuletzt durch Art. 100 des Gesetzes vom 20. November 2019 (BGBl. I S. 1626) geändert worden ist, des § 4 der Viehverkehrsverordnung in der Fassung vom 26. Mai 2020 (BGBl. I S. 1170) und § 2 Absatz 2 des Tiergesundheitsausführungsgesetzes (TierGesAG) vom 19. Juni 2018 (GBl. S. 223) erlässt das Landratsamt Bodenseekreis - Veterinäramt - folgende

Allgemeinverfügung

1.Alle Geflügelhalter im Bodenseekreis haben mit sofortiger Wirkung das Geflügel aufzustallen. Dies gilt sowohl für gewerbliche wie für private Haltungen. Die Aufstallung hat in geschlossenen Ställen zu erfolgen oder unter einer Vorrichtung, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss.
2. Geflügelhalter haben je Werktag die Anzahl der verendeten Tiere in das Bestandsregister nach § 2 Absatz 2 der Geflügelpest-Verordnung einzutragen. Wer mindestens 10 Stück Geflügel hält, hat zusätzlich die Gesamtzahl der gelegten Eier jedes Bestandes in das Bestandsregister einzutragen.
3.

Folgende Biosicherheitsmaßnahmen sind einzuhalten:

a.Das Tränken mit Dach- und Oberflächenwasser ist verboten. Futter und Einstreu sind für Wildvögel unzugänglich zu lagern.
b.Die Geflügelhaltungen sind gegen unbefugten Zutritt zu sichern.
c.Beim Betreten der Geflügelhaltungen ist betriebseigene Schutzkleidung, einschließlich Stiefel oder Einwegschutzkleidung anzulegen. Betriebseigene Schutzkleidung ist nach Gebrauch mindestens 1 Mal pro Woche zu waschen. Einwegschutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich unschädlich zu beseitigen.
d.Es ist eine Möglichkeit zum Waschen der Hände vorzusehen.
e.Nach jeder Einstallung oder Ausstallung von Geflügel sind die dazu eingesetzten Gerätschaften zu reinigen und zu desinfizieren.
f.Vom Tierhalter für den eigenen Bestand eingesetzte Transportfahrzeuge und –behältnisse für Geflügel sind nach jeder Verwendung zu reinigen und zu desinfizieren.
g.Fahrzeuge, Maschinen und sonstige Gerätschaften, die in der Geflügelhaltung eingesetzt und in mehreren Ställen oder von mehreren Betrieben gemeinsam benutzt werden, sind jeweils vor der Benutzung in einem anderen Stall oder im abgebenden Betrieb vor der Abgabe zu reinigen und zu desinfizieren.
h.Der Raum, der Behälter oder die sonstigen Einrichtungen zur Aufbewahrung von verendetem Geflügel ist nach jeder Abholung, mindestens jedoch einmal im Monat, zu reinigen und zu desinfizieren.
i.Im Bedarfsfall ist eine ordnungsgemäße Schadnagerbekämpfung durchzuführen.
4.Geflügelbörsen und Märkte sowie Veranstaltungen anderer Art, bei denen Geflügel verkauft oder zur Schau gestellt wird, sind im Bodenseekreis nicht erlaubt.
5.Die sofortige Vollziehung der unter Ziffer 1 bis 4 der Allgemeinverfügung getroffenen Regelungen wird angeordnet, soweit nicht bereits Sofortvollzug von Gesetzes wegen vorgeschrieben ist.
6.Die Allgemeinverfügung gilt am Tag nach ihrer Veröffentlichung als bekannt gegeben und gilt bis zum 15.03.2021.

Begründung

I.

Am 29.12.2020 wurde in Konstanz am Seerhein ein verendeter Schwan aufgefunden. Das Tier wurde vom Veterinäramt des Landratsamts Konstanz mittels Rachen-Kloakentupfer beprobt. Bei der Untersuchung der Probe am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg und dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI) Insel Riems wurde am 08.01.2021 das Virus der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI, Geflügelpest) vom Subtyp H5 nachgewiesen. Daraufhin wurde am 09.01.2021 vom Landratsamt Konstanz der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt.

Am 04.12.2020 hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seine Risikoeinschätzung zum Auftreten von HPAIV H5 in Deutschland aktualisiert (aktuelle Fassung abrufbar unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/).

In dieser Risikobewertung werden das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen Deutschlands und Europas und das Risiko des Eintrags in deutsche Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen über Wildvögel als hoch eingeschätzt. Der Nachweis von HPAIV ist auch bei klinisch gesund beprobten Enten und Gänsen erfolgt. Das FLI empfiehlt in seiner Risikoeinschätzung u.a. die Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelbetrieben sowie die risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel in Regionen mit hoher Wildvogeldichte und in der Nähe von Wildvogelrast- und Wildvogelsammelplätzen.

Das hochpathogene Virus wurde nun auch in Hausgeflügelhaltungen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie in mehreren Mitgliedstaaten festgestellt. Darüber hinaus hat das Seuchengeschehen zwischenzeitlich auch andere Wildvogelarten als Wasservögel erfasst (Greifvögel, Krähen). Daher ist die Weiterverbreitung des Seuchengeschehens zu befürchten.

In Baden-Württemberg wurden die in § 13 Absatz 2 der Geflügelpest-Verordnung genannten Risikogebiete mit hoher Wildvogeldichte und Wildvogel-Rastplätzen unter Berücksichtigung der Daten aus den ornithologischen Wildvogelzählungen unter Berücksichtigung der bisher von der Geflügelpest betroffenen Wildvogelarten und zurückliegenden Seuchenausbrüchen definiert. Hierbei wurde auf die gemäß EU-Beschluss Nr. 2010/367/EU, Teil 2 in Bezug auf die Übertragung hinsichtlich hochpathogener Geflügelpest relevanten Wasservogelarten und ihrem zahlenmäßigen Vorkommen beachtet.


II.

Nach § 2 Absatz 1 Nummer 3 und Absatz 2 Satz 1 und § 4 Absatz 1 TierGesAG ist die untere Tiergesundheitsbehörde das Landratsamt Bodenseekreis – Veterinäramt sachlich und örtlich zuständig für den Erlass dieser Allgemeinverfügung.


Zu Ziffer 1:

Die Anordnung der Aufstallung des Geflügels erfolgt auf Grundlage des § 13 Absatz 1 Satz 1 der Geflügelpest-Verordnung in Verbindung mit § 38 Absatz 11 und § 6 Absatz 1 Nummer 11a TierGesG.

Gemäß § 13 Absatz 1 Satz 1 der Geflügelpest-Verordnung ordnet die zuständige Behörde eine Aufstallung des Geflügels an, soweit dies auf der Grundlage einer Risikobewertung zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel erforderlich ist. Die Behörde hat im Rahmen von § 13 Absatz 1 Satz 1 der Geflügelpest-Verordnung kein Ermessen, sondern muss die Aufstallung anordnen, wenn die Tatbestandsvoraussetzungen vorliegen.

Für die Risikobewertung sind gemäß § 13 Absatz 2 der Geflügelpest-Verordnung die örtlichen Gegebenheiten einschließlich der Nähe zu einem Gebiet, in dem sich wildlebende Wat- und Wasservögel sammeln, rasten oder brüten, das sonstige Vorkommen oder Verhalten von Wildvögeln, die Geflügeldichte oder der Verdacht auf Geflügelpest oder der Ausbruch der Geflügelpest in einem Kreis, der an einen Kreis angrenzt, in dem eine Anordnung nach Absatz 1 getroffen werden soll, zu berücksichtigen. Zu berücksichtigen ist ferner, soweit vorhanden, eine Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institutes. Weitere Tatsachen können der Risikobewertung zu Grunde gelegt werden, soweit dies für eine hinreichende Abschätzung der Gefahrenlage erforderlich ist.

Durch die amtliche Feststellung des Ausbruches der Geflügelpest bei Wildvögeln im Landkreis Konstanz sowie weiterer Ausbrüche in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen ist die Erforderlichkeit der Aufstallung von Geflügel zur Vermeidung der Einschleppung oder Verschleppung der Geflügelpest durch Wildvögel im Sinne des §13 Absatz 1 der Geflügelpest-Verordnung gegeben. Dies wird in der aktuellen Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Institutes bestätigt. Der derzeitige Vogelzug ist noch nicht abgeschlossen. Infolge des Erregernachweises bei gesund erlegten Wildenten ist davon auszugehen, dass das Flugvermögen auch durch eine HPAIV-Infektion nicht eingeschränkt ist und somit eine Weiterverbreitung auch über größere Flugstrecken erfolgen kann.

In dem Gutachten des Friedrich-Löffler-Instituts wird das Risiko des Eintrags von Geflügelpest des Subtyps H5 durch Wildvögel in Nutzgeflügelbestände bundesweit als hoch eingeschätzt und neben der konsequenten Durchsetzung von Vorsorgemaßnahmen (insbesondere der Biosicherheit) empfohlen, Geflügel risikobasiert, zumindest im Umfeld von HPAIV-Fundorten aufzustallen. Aufgrund des genannten Gutachtens sowie der festgestellten Ausbrüche der Geflügelpest bei Wildvögeln in Baden-Württemberg hat die Risikobewertung zu dem Ergebnis geführt, dass es erforderlich ist, Geflügel in den ausgewiesenen Risikogebieten aufzustallen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es erforderlich, Kontakte zu Wildvögeln in jeglicher Form zu minimieren und wenn möglich zu verhindern. Geflügel in Freilandhaltungen hat im Vergleich zu ausschließlich im Stall gehaltenem Geflügel weitaus größere Möglichkeiten, mit diversen Umweltfaktoren in Kontakt zu geraten. Die präventive Aufstallung von Geflügel ist geboten, um ein Übergreifen der Geflügelpest auf Nutzgeflügelbestände zu verhindern und damit die tierische Erzeugung (Eier und Geflügelfleisch) von hochwertigen Lebensmitteln in Baden-Württemberg nicht zu gefährden.

Die Übertragung von Influenzaviren bei Geflügel erfolgt vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch Kontakt mit Kot und anderweitig viruskontaminierten Materialien wie etwa Einstreu, Gerätschaften, Schuhwerk oder Schutzkleidung. Unter der Vielzahl von in Betracht kommenden Faktoren sind auch Wildvögel als Eintragsquelle zu berücksichtigen. Virushaltige Ausscheidungen von Wildvögeln können jederzeit z.B. Oberflächengewässer, Futtermittel und Einstreu bei im Auslauf gehaltenem Geflügel mit Influenzaviren, die für das Geflügel pathogen sind, kontaminieren.

Die in Ziffer 1 genannte Aufstallung ist geeignet, das Risiko derartiger Übertragungswege zu minimieren und die Verhinderung einer Infektion von Hausgeflügel mit H5 HPAI zu erreichen. Die Aufstallung ist erforderlich, da kein anderes, milderes Mittel zur Verfügung steht, welches zur Zweckerreichung gleichermaßen geeignet ist. Die Anordnung ist auch angemessen, da die wirtschaftlichen Nachteile, welche die betroffenen Tierhalter durch die Aufstallung erleiden, im Vergleich zum gesamtwirtschaftlichen Schaden, der durch einen einzigen Geflügelpestausbruch für die gesamte Geflügel- und Lebensmittelwirtschaft in Baden-Württemberg entstehen kann, nachrangig sind. Insofern überwiegt das öffentliche Interesse an der Aufstallung die privaten Interessen der betroffenen Tierhalter. Weitere Ausnahmen von der Aufstallungspflicht sind im Einzelfall unter Genehmigungsvorbehalt und weiteren Auflagen zur Risikominimierung möglich, sofern die Aufstallung wegen der bestehenden Haltungsverhältnisse nicht möglich oder eine artgerechte Haltung erheblich beeinträchtigt ist (z.B. Laufvögel, Wassergeflügel).

Nach § 13 Absatz 5 Satz 1 der Geflügelpest-Verordnung haben die virologischen Untersuchungen in einer von der zuständigen Behörde bestimmten Untersuchungseinrichtung zu erfolgen.
 

Zu Ziffer 2:

Die Anordnungen der Erfassung der ergänzenden Angaben in Nummer 2 dieser Allgemeinverfügung erfolgen auf der Grundlage § 38 Absatz 11 und § 6 Absatz 1 Nummer 5 Buchstabe e TierGesG. Danach kann die zuständige Behörde zur Vorbeugung vor Tierseuchen und deren Bekämpfung eine Verfügung erlassen, soweit durch Rechtsverordnung eine Regelung nicht getroffen worden ist oder eine durch Rechtsverordnung getroffene Regelung nicht entgegensteht.

§ 2 Absatz 2 Nummer 3 und 4 der Geflügelpest-Verordnung regelt bereits die Pflicht zur Erfassung der Anzahl der verendeten Tiere sowie der Gesamtzahl der gelegten Eier jedes Bestandes. Die Pflicht bezieht sich jedoch nur auf Geflügelhaltungen mit mindestens 100 bzw. 1.000 Tieren. Die Anordnungen in Nummer 2 erweitern den Anwendungsbereich dieser Pflichten auf kleinere Geflügelhaltungen.

Diese Kriterien können auf einen Seucheneintrag hinweisen und ggf. ergänzende diagnostische Abklärungsuntersuchungen erforderlich machen. Infolge des aktuell bestehenden hohen Eintragsrisikos sind diese Aufzeichnungen nun auch für kleinere Bestände erforderlich und zumutbar. Die Erfassung dieser ergänzenden Angaben sind auch bei kleinen Beständen geeignet, ein mögliches Krankheitsgeschehen zeitnah zu erkennen, um die nach § 4 Absatz 1 der Geflügelpest-Verordnung vom Tierhalter zu veranlassende diagnostische Abklärung zeitnah durchzuführen.
 

Zu Ziffer 3:

Die Anordnung der Maßnahmen unter Ziffer 3 dieser Allgemeinverfügung erfolgt ergänzend zu § 6 Absatz 1 der Geflügelpest-Verordnung für kleinere Geflügelhaltungen mit bis zu einschließlich 1.000 Tieren. Die Anordnungen stützen sich auf § 6 Absatz 2 der Geflügelpest-Verordnung. Danach kann die zuständige Behörde für kleinere Bestände Schutzmaßnahmen nach § 6 Absatz 1 der Geflügelpest-Verordnung anordnen, soweit dies aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist.

Da die Übertragung von Influenzaviren bei Geflügel vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch Kontakt mit Kot und anderweitig viruskontaminierten Materialien wie etwa Einstreu, Gerätschaften, Schuhwerk oder Schutzkleidung erfolgt, ist es erforderlich, die Geflügelhaltungen im Landkreis zu schützen und den Eintrag oder die Verschleppung des Virus in bzw. aus Nutzgeflügelbestände zu vermeiden. Die Anordnung der unter Nummer 3 der Verfügung genannten Maßnahmen, wie das Vorhalten von Einrichtungen zur Schuhdesinfektion und zum Händewaschen, die Verwendung von Schutzkleidung und die Durchführung von Desinfektionsmaßnahmen sind geeignet, das Risiko des Eintrags von Geflügelpestvirus in Geflügelhaltungen bzw. dessen Verbreitung zu vermindern. Die Gefahr eines Erregereintrags wird durch entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen reduziert. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit gelten diese Anforderungen in seuchenfreien Zeiten nur für größere Betriebe, unabhängig von einem Seuchengeschehen. Infolge des derzeitigen erhöhten Eintragsrisikos durch die nachgewiesenen Geflügelpestinfektionen in der Wildvogelpopulation ist diese Forderung auch an kleine Betriebe zu stellen, um die im Falle des Seuchenausbruches für alle Betriebe geltenden Bekämpfungs- und Restriktionsmaßnahmen möglichst abzuwenden.
 

Zu Ziffer 4:

Gemäß § 38 Abs. 11 i. V. m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Tiergesundheitsgesetz kann die zuständige Behörde zur Vorbeugung von Tierseuchen und deren Bekämpfung Verfügungen über die Durchführung von Veranstaltungen, anlässlich derer Tiere zusammenkommen, erlassen. Das gemäß Nummer 4 angeordnete Verbot von Geflügelmärkten und Veranstaltungen ähnlicher Art im Bodenseekreis, bei denen Tiere empfänglicher Arten verkauft oder zur Schau gestellt werden, ist erforderlich, da durch den bei solchen Veranstaltungen gegebenen engen Kontakt von Tieren ein bislang nicht abschätzbares Infektionsrisiko besteht und durch einen Verkauf eine Verschleppung von potentiell infizierten Tieren möglich ist. Das gleiche gilt für die Vermarktung von Geflügel aus den definierten Gebieten über Geflügelbörsen oder Geflügelmärkte. Bezüglich der Angemessenheit der Maßnahme wird auf die Ausführungen zu Ziffer 1 verwiesen.
 

zu Ziffer 5:

Die in Ziffer 3 dieser Allgemeinverfügung, für eine wirksame Tierseuchenbekämpfung getroffenen Regelungen zur Reinigung, Desinfektion und Entwesung sind gemäß § 37 Satz 1 Nr. 7 TierGesG sofort vollziehbar.

Gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) wird die sofortige Vollziehung der Maßnahmen in den Ziffern 1, 2 und 4 dieser Allgemeinverfügung angeordnet, da es sich bei der Geflügelpest um eine hochansteckende und leicht übertragbare Tierseuche handelt, deren Ausbruch mit hohen wirtschaftlichen Schäden und weitreichenden Handelsrestriktionen einhergeht. Die Maßnahmen zum Schutz vor der Verschleppung der Seuche müssen daher sofort und ohne eine zeitliche Verzögerung greifen. Es kann nicht abgewartet werden, bis die Rechtmäßigkeit der amtlichen Feststellung der Seuche gerichtlich festgestellt wird. Insofern überwiegt das öffentliche Interesse an der sofortigen Vollziehung ein entgegenstehendes privates Interesse an der aufschiebenden Wirkung eines eventuellen Widerspruchs.
 

zu Ziffer 6:

Nach § 41 Abs. 4 LVwVfG gilt bei öffentlicher Bekanntgabe eines schriftlichen Verwaltungsaktes dieser zwei Wochen nach der ortsüblichen Bekanntmachung als bekannt gegeben. In einer Allgemeinverfügung kann als ein hiervon abweichender Tag jedoch frühestens der auf die Bekanntmachung folgende Tag bestimmt werden. Da die Maßnahmen im Interesse einer wirksamen Seuchenbekämpfung unverzüglich greifen müssen, wurde von dieser Regelung Gebrauch gemacht.

 

Hinweise

  1. Auf die Vorgaben gem. § 3 und § 4 Absatz 1 Nummer 1 der Geflügelpestverordnung hinsichtlich der allgemein geltenden Vorgaben zur Fütterung und Tränkung sowie zur Früherkennung bei gehäuften Verlusten wird hingewiesen.
  2. Wer Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln oder Laufvögel halten will, hat dies der zuständigen Behörde nach § 26 Absatz 1 Satz 1 der Viehverkehrsverordnung vor Beginn der Tätigkeit unter Angabe seines Namens, seiner Anschrift und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt voraussichtlich gehaltene Tiere, ihrer Nutzungsart und ihres Standortes, bezogen auf die jeweilige Tierart, anzuzeigen. Darüber hinaus hat der Geflügelhalter der zuständigen Behörde nach § 2 Absatz 1 der Geflügelpest-Verordnung mitzuteilen, ob das Geflügel (ausgenommen Tauben) im Stall oder im Freien gehalten wird.
  3. Geflügelhalter haben ein Register nach § 2 Absatz 2 Satz 2 der Geflügelpest-Verordnung zu führen.
  4. Es können von der zuständigen Behörde nach § 13 Absatz 3 Geflügelpest-Verordnung im Einzelfall auf Antrag Ausnahmen von der in dieser Verfügung angeordneten Aufstallungspflicht genehmigt werden, soweit
    1. eine Aufstallung wegen der bestehenden Haltungsverhältnisse nicht möglich ist,
    2. sichergestellt ist, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise wirksam unter- bunden wird, und
    3. sonstige Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen.
  5. Der Besitzer hat Falltiere (verendete Tiere) u.a. so aufzubewahren, dass Menschen nicht unbefugt und Tiere nicht mit diesen in Berührung kommen können (§ 10 Absatz 1 Tierische Nebenproduktebeseitigungsgesetz (TierNebG). Die Tierkörper oder Tierkörperteile unterliegen der Verpflichtung zur unschädlichen Beseitigung (§ 3 TierNebG).
  6. Für den Transport verwendete Behältnisse und Gerätschaften sind nach jedem Transport, spätestens jedoch nach Ablauf von 29 Stunden seit Beginn des Transportes zu reinigen und zu desinfizieren (§ 17 Absatz 1 Viehverkehrsverordnung).
  7. Der Wegfall der aufschiebenden Wirkung ergibt sich nach § 37 Satz 1 Nummer 7 TierGesG für Nummer 3 Buchstaben c bis g (Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen) und 3 i) (Schadnagerbekämpfung) dieser Allgemeinverfügung.
  8. Ordnungswidrig i. S. d. § 64 Nummer 14b der Geflügelpest-Verordnung und des § 32 Absatz 2 Nummer 3 TierGesG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig dieser Allgemeinverfügung zuwiderhandelt. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 30.000 Euro geahndet werden.
  9. Die labordiagnostischen Abklärungsuntersuchungen zur Früherkennung im Sinne des § 4 der Geflügelpest-Verordnung an den Landesuntersuchungseinrichtungen sind kostenfrei.

Rechtsbehelfsbelehrung

Gegen diese Anordnung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landratsamt Bodenseekreis erhoben werden. Dafür stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Schriftlich oder zur Niederschrift
    Der Widerspruch kann schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Unsere Anschriften sind: Postanschrift: Landratsamt Bodenseekreis, 88041 Friedrichshafen; Hausanschrift: Landratsamt Bodenseekreis, Glärnischstraße 1 - 3, 88045 Friedrichshafen.
     
  2. Auf elektronischem Weg
    Der Widerspruch kann auch auf elektronischem Weg erhoben werden. Dafür stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
    Der Widerspruch kann durch E-Mail mit qualifizierter elektronischer Signatur nach dem Signaturgesetz erhoben werden. Unsere E-Mail-Adresse lautet: info@bodenseekreis.de. 
    Der Widerspruch kann auch durch De-Mail in der Sendevariante mit bestätigter sicherer Anmeldung nach dem De-Mail-Gesetz erhoben werden. Unsere De-Mail-Adresse lautet: info@bodenseekreis.de-mail.de.

Friedrichshafen, 11.01.2021

gez.
i. V.
Christoph Keckeisen
Erster Landesbeamter
 

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Satzungen & Verordnungen

Die aktuelle Bekanntmachungssatzung sowie alle gültigen Satzungen und Verordnungen des Landratsamtes Bodenseekreis finden Sie unter dem Menüpunkt Satzungen & Verordnungen.