2019

Der LEV Bodenseekreis und der NABU Langenargen laden am Samstag, den 18. Mai 2019 um 9:00 Uhr, herzlich zu einer kostenlosen Fußwanderung in das Naturschutzgebiet „Argen“ am Unterlauf des Flusses in Langenargen und Kressbronn ein. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz an der Argen-Hängebrücke an der Lindauer Str. (L 334) beim Bauhof Langenargen.


Bei der naturkundlichen Fußwanderung am 18. Mai stehen die Langenargener Streuwiesen mit ihren seltenen Pflanzenarten und der Auwald an der Argen mit besonderen Vogelarten wie dem Pirol im Mittelpunkt. Auf den nährstoffarmen Streuwiesen im Bereich der sogenannten Gemeindeplätze wachsen neben unscheinbaren Pflanzen auch einige auffälligere Arten wie die blau blühende Sibirische Schwertlilie. Peter Weinreich, Exkursionsleiter und Ehrenamtlicher vom NABU Langenargen, kümmert sich gemeinsam mit seinen NABU-Kollegen schon lange um den Schutz und die Pflege der seltenen Pflanzenarten dort. Ins-besondere die Vogelwelt ist im Mai natürlich gut zu beobachten. So hofft der Exkursionsleiter Daniel Doer vom LEV Bodenseekreis, den Exkursionsteilnehmern den exotisch anmutenden gelb-schwarzen Pirol zeigen zu können. Aber diesen scheuen Auwaldbewohner hört man viel öfter, als dass man ihn zu Gesicht bekommt.


Das Ziel der naturkundlichen Exkursion ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die hiesige Pflanzen- und Tierwelt insgesamt näherzubringen. Bei der Fußwanderung erfahren sie allerlei Wissenswertes zur Entstehung des Naturraums, den seltenen und noch häufigeren Pflanzen-, Vogel- und Insektenarten an der Argen. Aber auch die Naturschutzmaßnahmen vor Ort, die von der Pflege der Streuwiesen und Mähwiesen bis zum Hirschkäfer-Meiler reichen, sind Thema der Exkursion. Alle interessierten Gäste und Einheimischen sind herzlich zu der Wanderung an die Argen eingeladen. Im Anschluss an die Exkursion ist eine gemeinsame Einkehr in der Nähe möglich.

Termin:Samstag, 18. Mai 2019, 09:00 - 12:00 Uhr
Ort:Naturschutzgebiet Argen in Langenargen und Kressbronn
Treffpunkt:Parkplatz an der Argen-Hängenbrücke, an der Lindauer Straße (L 334) beim Bauhof Langenargen 
Veranstalter:Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V. und NABU Langenargen
Exkursionsleiter:Daniel Doer (LEV) und Peter Weinreich (NABU)
Kosten:Die Exkursion ist kostenlos
Mitbringen:Bitte bringen Sie wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und soweit vorhanden ein eigenes Fernglas mit
Wegstrecke:Gut 3,5 km
Anmeldung:Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Exkursion findet bei jedem Wetter statt. Im Anschluss an die Exkursion ist eine gemeinsame Einkehr in der Nähe möglich

Der NABU Baden-Württemberg, der LEV Bodenseekreis und der Kreisbauernverband Tettnang e. V. laden Sie sehr herzlich zum Auftakt-Workshop der Veranstaltungen 2019 im NABU-Projekt „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ im Bodenseekreis nach Langenargen ein:

Workshop: „Gemeinsam biologische Vielfalt erhalten: Mehr Artenschutz in Obstanlagen“
am Montag, 1. April 2019, 18:30 Uhr - ca. 21:00 Uhr
Workshop mit Vorträgen und anschließender Diskussion
Veranstaltungsort: Foyer der Turn- und Festhalle an der Franz-Anton-Maulbertsch-Schule, Kirchstr. 19, 88085 Langenargen

Viele Sonnenstunden und milde Temperaturen machen das Bodenseebecken zu einer idealen Apfel-Anbauregion. Hier findet knapp ein Viertel der Apfelproduktion in Deutschland. Sowohl im konventionellen als auch im Öko-Erwerbsobstbau gibt es Bemühungen um die Biologische Vielfalt. Dazu werden im Rahmen des Dialogforums-Workshops in Langenargen verschiedene Initiativen vorgestellt. Alfons Krismann (Universität Hohenheim) und Andrea Hartmann (KOB Bavendorf) berichten von zwei Projekten für Öko-Betriebe und für Obstanlagen der Integrierten Produktion. In beiden Betriebsformen werden Blühmischungen neben den Anlagen getestet sowie Nisthilfen für Wildbienen und Vögel angebracht. Das mehrjährige Praxisprogramm untersucht die Auswirkungen auf Bestäuber, Nützlinge, Schadinsekten und Wühlmäuse. Im PRO PLANET Apfelprojekt legen mehr als 100 Obstbaubetriebe Blühflächen an, pflanzen Gehölze und bauen Nisthilfen für Vögel, Insekten und Fledermäuse. Derart aufgewertete Niederstamm-Obstanlagen können Lebensräume für Wildbienen werden, zeigt Patrick Trötschler (Bodensee-Stiftung).

Das komplette Programm des Workshops und weitergehende Informationen, zum Beispiel zur Anfahrt, finden Sie im Einladungs-Flugblatt. Informationen zum Projekt sowie ein Anmeldeformular zum Workshop in Langenargen finden Sie auf folgender Webseite: www.NABU-BW.de/dialogforumlawi.

Insgesamt sind in diesem Jahr drei Veranstaltungen im „Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz“ in Kooperation von NABU-Landesverband und LEV Bodenseekreis geplant:

  1. Auftakt-Workshop „Gemeinsam biologische Vielfalt erhalten: Mehr Artenschutz in Obstanlagen“ am 1. April 2019 in Langenargen
  2. Exkursion auf den Hof eines Obstbetriebs der Integrierten Produktion, der sich an dem von Frau Hartmann (KOB) vorgestellten Projekt beteiligt (Raum Überlingen/Owingen, Spätfrühling/Frühsommer 2019)
  3. Feld-Exkursion zu Extensivgrünland-Pflegefläche und Obstanlagen zwischen Oberdorf und Langenargen (Frühsommer 2019)

Weitere Informationen zur zweiten und dritten Veranstaltung im Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz folgen zu gegebener Zeit.

2018

Die Heinz Sielmann Stiftung und die Gemeinde Kressbronn a. B. wollen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband (LEV) Bodenseekreis e. V. am Tunauer Strand ein Kleingewässer anlegen. Dafür werden ab Mitte November zunächst aufgekommene, junge Gehölze entfernt. Anschließend wird mit einem Bagger ein ca. 400 m² großes und bis zu etwa einem Meter tiefes Kleingewässer mit flachen Ufern ausgestaltet. Das Gewässer soll nur zeitweise Wasser führen, zum Beispiel wenn der Bodensee im späten Frühjahr einen hohen Wasserstand hat. Dann bietet das Gewässer einen optimalen Lebensraum für die gefährdete Gelbbauchunke. Diese nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) besonders geschützte Amphibienart benötigt genau solche besonnten und temporären Gewässer. Denn wenn diese dauerhaft Wasser führen, kommen die Gelbbauchunken-Kaulquappen mit dem Fraßdruck der sich dann ansiedelnden Fische nicht zurecht.

Das neue Kleingewässer liegt zwischen zwei vorhandenen Geländesenken, die in den letzten Jahren von Buschwerk befreit wurden, um ebenfalls den Lebensraum der Gelbbauchunke zu verbessern. Somit dient die geplante Maßnahme auch dem Biotopverbund. „Gerne stellt die Gemeinde Kressbronn am Bodensee für diese Maßnahme ihr Grundstück zur Verfügung, die den Artenschutz und Biotopverbund gleichermaßen unterstützt“, erläutert Herr Bürgermeister Daniel Enzensperger. Umgesetzt wird die Maßnahme im Rahmen des international agierenden Interreg-Projekts „Kleingewässer für die Bodenseeregion“. Auftraggeber und Kofinanzierer der Gewässermaßnahme ist der Projektpartner Heinz Sielmann Stiftung, der bereits viele Kleingewässer angelegt hat. „Wir freuen uns, dass wir nach den umfangreichen Erfahrungen mit dem Biotopverbund Bodensee im Westen des Bodenseekreises jetzt mit Kressbronn a. B. auch im östlichen Kreisgebiet mit einer ersten Gemeinde zusammenarbeiten können“, erklärt Projektleiterin Sindy Bublitz. Und sie zeigt sich besonders erfreut, „dass wir mit unserer Maßnahme für die Gelbbauchunke einer wichtigen Zielart des Interreg-Projekts helfen können“.

Die Idee zu den Maßnahmen kam vom LEV Bodenseekreis, der im Winter 2016 bereits einige Geländesenken am Tunauer Strand entbuschen ließ. „Es ist schön, dass wir mit diesem neuen Kleingewässer für die Gelbbauchunke eine Lebensraumlücke schließen können“, sagt LEV-Geschäftsführer Daniel Doer als Organisator der Maßnahmen vor Ort.

„Wir werden bei den geplanten Gehölzarbeiten darauf achten, nur junge und niederliegende Weidenbäume zu entfernen und wertvolle Altbäume wie z. B. Eichen stehen zu lassen“, fährt Doer fort.

Alle drei Projektpartner möchten die Bevölkerung und Gäste um Verständnis für den notwendigen Maschineneinsatz bei der Umsetzung der Maßnahme in diesem Herbst am Tunauer Strand bitten. Finanziert werden die Maßnahmen aus Mitteln des Interreg-Programms Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein der Europäischen Union sowie der Heinz Sielmann Stiftung.
 

Hintergrundinformation zum Interreg-Projekt „Kleingewässer für die Bodenseeregion“

Das Interreg-Projekt „Kleingewässer für die Bodenseeregion“ wird von neun Partnern in Deutschland, Österreich und der Schweiz umgesetzt. In den drei Ländern werden rund um den Bodensee neue Kleingewässer angelegt. Zahlreiche verbuschte oder verlandete Gewässer werden freigeschnitten und ausgebaggert, um sie wieder für Tiere und seltene Pflanzen attraktiv zu machen. Die Bodensee-Stiftung koordiniert das Projekt und sorgt für die Vernetzung und Weiterbildung der Partner. Weitere Informationen zum bis Mai 2019 laufenden Projekt erhalten Sie auf der Webseite der Bodensee Stiftung.

Ende Juli hat der Landschaftserhaltungsverband (LEV) Bodenseekreis e. V. für seine Mitglieder und weitere interessierte Naturschützer eine Fachexkursion in den Nachbarkreis zum Biotopverbund in Stockach organisiert. Denn Stockach ist eine von zwei Modellkommunen in Baden-Württemberg, in denen im Rahmen eines Projekts des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg die landesweite Planung zum Biotopverbund konkretisiert und mit der Umsetzung von Maßnahmen begonnen wurde. Der LEV Bodenseekreis hat eine Anregung aus seinem Fachbeirat, sich des Themas Biotopverbund anzunehmen, gerne mit einem Besuch ins benachbarte Stockach aufgenommen. „Wenn man in so direkter Nähe ein interessantes Modellprojekt zum Thema besuchen kann, sollte man diese Gelegenheit wahrnehmen“, sagt dazu LEV-Geschäftsführer Daniel Doer als Organisator der Exkursion.

Wiederherstellung von Magerrasen
Erster Anlaufpunkt der Fachexkursion war ein wiederhergestellter Magerrasen auf der Eichhalde bei Hoppetenzell. Nadja Horic, Projektleiterin beim BUND Baden-Württemberg, führte vor Ort in das Modellprojekt ein: „Uns kam es darauf an, dass sich die Maßnahmen am landesweiten Biotopverbund orientieren. Es zeigt sich, dass Maßnahmen auf kommunalen Flächen mit geringerem Vorlauf umsetzbar sind.“ So konnte auf der besuchten Fläche im Eigentum der Stadt Stockach bereits im letzten Winter durch Entbuschung der vorhandene Magerrasen-Rest unterstützt und eine Ziegenbeweidung etabliert werden. „Wir sind besonders stolz darauf, dass so kurz nach Vorliegen der Detail-Planung Anfang 2018 bereits erste Biotopverbundmaßnahmen wie hier auf der Eichhalde umgesetzt werden konnten“, unterstreicht BUND-Mitarbeiterin Horic. Jochen Kübler vom beauftragten Planungsbüro 365° freiraum + umwelt aus Überlingen erläuterte die Vorgehensweise bei der Planung und exemplarischen Umsetzung von Biotopverbundmaßnahmen. „Nach einer Entbuschung kann man mit Ziegen die zukünftige Offenhaltung gut gewährleisten, wenn das richtige Beweidungsregime eingehalten wird“, erläutert Diplom-Biologe Kübler an der neu eingerichteten Ziegenweide. Für eine erfolgreiche Beweidung ist gerade bei Ziegen der richtige Zaun sehr wichtig. Vor Ort wurden daher zum Bau und Unterhalt des Zauns viele Fragen der interessierten Zuhörerschaft beantwortet.

Blühstreifen am Ackerrand
Als Beispiel für die Umsetzung von Maßnahmen zum Biotopverbund mittlerer Standorte wurde ein Blühstreifen an einem Acker nördlich von Hindelwangen angeschaut. Hier wurde eine spezielle Blühmischung einer auf regional erzeugtes Saatgut spezialisierten Firma verwendet. Diese enthält neben Regiosaatgut von typischen Wildpflanzenarten auch Kulturpflanzen. „Das ist ein kostengünstiger Kompromiss, der für einen temporären Blühstreifen am Acker angebrachter erscheint als die ausschließliche Verwendung von regional gewonnenem Saatgut von Wildpflanzen“, erläuterte Planungsbüro-Partner Jochen Kübler.

Vegetationsstreifen für den Ameisenbläuling
Zuletzt wurden bei der Fachexkursion Feuchtwiesen im Großen Ried bei Espasingen angeschaut. Hier sollen Gräben im Feuchtgrünland angelegt werden, an deren Randstreifen sich die Blütenpflanze Wiesenknopf und eine speziell auf ihn angewiesene Schmetterlingsart wohlfühlen sollen. Um eine Entwässerung des Grünlands durch die Neuanlage der Gräben zu verhindern, werden sie „blind“ angelegt, also ohne Anschluss an ein Fließgewässer. Gefördert werden soll durch die stehenbleibenden Vegetationsstreifen der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling, der sowohl den Großen Wiesenknopf als Futterpflanze für die jüngeren Raupen als auch bestimmte Wiesenameisen-Arten als Wirt für die größeren Raupen benötigt. „Noch kommt diese gefährdete Art im Großen Ried nicht vor“, erklärte Herr Kübler von 365° und fuhr fort: „Aber im benachbarten Naturschutzgebiet Schanderied kommt er aktuell und im Gebiet der Stockacher Aachmündung auf der anderen Seite kam er vor“. Somit kann hier ein echter Biotopverbund für diese hochgradig spezialisierte und gefährdete Art geschaffen werden. Die Anlage der Gräben mit stehengelassener Vegetation ist für den Herbst 2018 geplant.

Weitere Informationen zum bis Ende nächsten Jahres laufenden BUND-Projekt Biotopverbund Offenland erhalten Sie auf der Projekt-Webseite:
www.bund-bawue.de/themen/natur-landwirtschaft/biotopverbund/biotopverbund-offenland

Nach den guten Erfahrungen im vergangenen Jahr in Kressbronn hat der LEV Bodensee-kreis zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung wieder mit anschließender Exkursion in eine Mitgliedskommune eingeladen. Dieses Mal wurde der offizielle Teil der Versammlung im Rathaus von Owingen durchgeführt, einen herzlichen Dank an die Gemeinde für die Gastfreundschaft. Anschließend konnte die LEV-Arbeit ganz praktisch im FFH-Teilgebiet Gegez bei Billafingen vorgestellt werden. Einen wesentlichen Schwerpunkt der Exkursion bildeten die Mageren Flachland-Mähwiesen, die dort in verschiedenen Ausprägungen zu finden sind und von unterschiedlichen Landwirten bewirtschaftet werden. Auch wenn die erste aufgesuchte Wiese gerade frisch gemäht worden war und so wenig Blüten zu sehen waren, entspann sich eine angeregte Diskussion um den Erhalt der blütenbunten Wiesen und den Umgang mit so genannten Verlustflächen.

Insgesamt konnte der LEV Bodenseekreis dieses Jahr an mehreren Stellen Landwirte über das wichtige Thema des Erhalts der oft kurz FFH-Mähwiesen genannten Mageren Flachlandmähwiesen informieren. Auf Einladung des BLHV-Ortsverbands Deggenhausertal stellte Jasmin Seif im Zuge einer Power-Point-Präsentation während der BLHV-Versammlung Anfang April die Wert gebenden Arten vor und führte aus, mit welcher Bewirtschaftung die artenreichen Wiesen erhalten oder wiederhergestellt werden können. In diesem Jahr finden die Erfassungen für den Managementplan des FFH-Gebietes „Deggenhauser Tal“ statt. Aus diesem Anlass stellte das kartierende Planungsbüro auf Einladung des RP Tübingen bei einer trotz Dauerregen gut besuchten Exkursion Mitte Mai die Kartiermethodik an ausgewählten Wiesen im Gelände vor.

Ein weiteres Thema der Exkursion im Rahmen der LEV-Mitgliederversammlung war die Entwicklung von Kalk-Magerrasen auf einem in den letzten Jahren brachgefallenen Hang. Im Beisein des Landwirts, der für diese mühevolle Landschaftspflegemaßnahme gewonnen werden konnte, haben sich die Mitglieder mit eigenen Augen davon überzeugen können, wie gut sich der Hang bereits im ersten Jahr nach Entbuschung und Wiederaufnahme der Mahd entwickelt hat. Sogar der auf mageres Grünland angewiesene Schachbrettfalter ließ sich beobachten.

Insgesamt bot die Exkursion wieder sehr gute Gelegenheiten, die LEV-Arbeit anschaulich vor Ort im Gelände vorzustellen, so dass die Mitgliederversammlungen auch in Zukunft mit Exkursion und an wechselnden Orten im Bodenseekreis organisiert werden sollen. Leider war die Versammlung in Owingen relativ schlecht besucht. Wir hoffen daher im nächsten Jahr auf mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wenn wir auf Einladung unseres Vorstandsmitglieds Bürgermeister Reinhold Schnell in Neukirch tagen werden.

Der LEV Bodenseekreis lädt am Sonntag, den 17. Juni 2018 um 13:00 Uhr, herzlich zu einer kostenlosen Fußwanderung zum Thema Insektenleben von A(zurjungfer) bis (Z)ipfelfalter an die Brunachgräben in Bermatingen ein. Treffpunkt ist der Parkplatz am so genannten Fischweiher Bermatingen (Anfahrt s. u.).

Bei der naturkundlichen Fußwanderung am 17. Juni steht der Lebensraum Wiesengräben im Mittelpunkt. Wegen der seltenen Libellenart Helm-Azurjungfer wurden die Brunachgräben in Bermatingen als Teil des Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiets „Bodenseehinterland zwischen Salem und Markdorf“ in das europäische Schutzgebiets-Netzwerk Natura 2000 aufgenommen. Diese Libellenart ist hier aber so selten geworden, dass wir sie vielleicht nicht zu Gesicht bekommen. Aber viele ihrer Verwandten und andere fliegende Schönheiten wie verschiedene Bläulingsarten können wir gut beobachten. Interessierte Gäste sind also herzlich zu dem kostenlosen Spaziergang eingeladen. Biodiversität ist in aller Munde, aber wer kennt schon die lokale Vielfalt vor seiner Haustür? Daher wird bei der Wanderung möglichst alles vorgestellt, was an den Brunachgräben so kreucht und fleucht. Im Mittelpunkt der Exkursion stehen Libellen, Tagfalter und Heuschrecken.

Auch das Insektensterben ist mittlerweile allgemein bekannt und in den Medien wird dazu viel berichtet. Daher kommt bei der Exkursion natürlich ebenfalls zur Sprache, was man auch als Privatperson für den Erhalt der oft gefährdeten Insektenarten und des Lebensraums Graben unternehmen kann.

Termin:17. Juni 2018, 13:00 - ca. 15:30 Uhr
Ort:Brunachgräben südlich Bermatingen
Treffpunkt:Parkplatz am so genannten Fischweiher Bermatingen; erreichbar über die kleine Straße „Am Hohrain“ am südlichen Ortsende von Bermatingen, unter der Bahnunterführung durch und den ersten Feldweg nach ca. 500 m links; der Fischweiher liegt nach etwa 200 m rechts.
Veranstalter:Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V.
Exkursionsleiter:Dipl.-Landschaftsökologe Daniel Doer
Kosten:Die Exkursion ist kostenlos
Mitbringen:Bitte bringen Sie wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und soweit vorhanden ein eigenes Fernglas mit
Wegstrecke:Gut 3 km
Anmeldung:Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Exkursion findet bei jedem Wetter statt.

Artenschutzexperte, Landratsamt und Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis errichten Hirschkäfermeiler im Naturschutzgebiet Argen. Im Naturschutzgebiet Argen wurde zur Förderung des gefährdeten Hirschkäfers nördlich der Argen-Hängebrücke bei Kressbronn-Gohren ein Artenschutzprojekt mittels Errichtung eines so genannten Hirschkäfermeilers durchgeführt. Da Hirschkäferlarven an im Boden belassenem Totholz fressen, werden bei einem Meiler Eichenstämme oder -wurzeln eingegraben. Sobald diese ausreichend verrottet sind, finden die Engerlinge dort einen Ersatz-Lebensraum für ihre 5 - 8 Jahre dauernde Entwicklungszeit im Boden.

„Ich freue mich, dass meine Anregung zu einem Hirschkäfermeiler an dieser sehr gut geeigneten Stelle an der Argen so bald umgesetzt werden konnte“, sagt der Totholzkäfer-Experte Ulrich Bense, der sich im Auftrag des Regierungspräsidiums um den Artenschutz u. a. des Hirschkäfers im Bodenseekreis kümmert. Als in Kressbronn nicht zu vermeiden war, dass eine Eiche wegen Baumaßnahmen gefällt werden musste, organisierte Herr Odenwälder (Umweltschutzamt) mit Hilfe von Herrn Bense die Errichtung eines Hirschkäfermeilers am Unterlauf der Argen. „Besser ist es natürlich immer, wenn man alte Eichen stehen lassen kann“, erläutert Odenwälder und fährt fort: „Denn von allen Baumarten bieten Eichen den meisten Arten Lebensraum, vom kleinsten Insekt bis zur Bechstein-Fledermaus“.

Der Hirschkäfer gehört zu unseren größten Käferarten und ist mit seinem „Geweih“ eine imposante Erscheinung. Er ist nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) besonders geschützt. Die Larven leben bis zu acht Jahre eingegraben im Boden und fressen an verrottendem Holz, am liebsten von Eichen an einem gut besonnten Standort. „Dass Totholz heutzutage oftmals komplett entfernt wird, bereitet dem Hirschkäfer zunehmend Schwierigkeiten“, erklärt Daniel Doer vom Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V. die Schutzbedürftigkeit der Art. Eine Ausweichmöglichkeit können so genannte Hirschkäfermeiler bieten, bei denen Eichen-Stammteile und Wurzeln eingegraben werden. Wenn diese nach ein paar Jahren ausreichend verrottet sind, können sich die Hirschkäfer-Larven in diesem Meiler entwickeln und der interessante Käfer findet einen neuen Lebensraum. „Besonders wichtig sind Artenschutzmaßnahmen für den Hirschkäfer hier bei uns im Bodenseekreis am Rand seines Verbreitungsgebiets“, erläutert LEV-Geschäftsführer Doer. Denn nur durch die Nähe zum Bodensee findet diese faszinierende Käferart am Unterlauf der Argen ein für sie ausreichend mildes Klima.

2017

Rund 130 Personen haben am achten baden-württembergischen Landschaftspflegetag am 21. September in der Stadthalle Markdorf teilgenommen. Neben Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Umweltministerium, Regierungspräsident Klaus Tappeser, Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen, Landrat Lothar Wölfle und Bürgermeister Georg Riedmann sind ehren- und hauptamtliche Naturschützer sowie an Landschaftspflege interessierte Landwirte aus dem ganzen Land zusammengekommen, um sich in Form von Vorträgen und Exkursionen über aktuelle Themen weiterzubilden und auszutauschen.

Bürgermeister Riedmann begrüßte die Gäste herzlich in der Stadthalle Markdorf und hob hervor, wie wichtig Austausch und Dialog in einer Stadt wie Markdorf und dem gesamten Bodenseekreis mit den vielfältigen Nutzungsansprüchen an die Fläche sind. „Darum ist der Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis, bei dem die Stadt Markdorf von Anfang an Mitglied ist, eine so wichtige Einrichtung, um zwischen den Interessen von Landnutzern, Naturschützern und Kommunen zu vermitteln“. Auch Landrat Lothar Wölfle hob in seinem Grußwort die großen Herausforderungen des Naturschutzes im wirtschaftlich boomenden Bodenseekreis hervor. „Hier ist Offenheit für Neues gefragt, um kreative Lösungen für unterschiedliche Nutzungsinteressen zu finden.“ Im Bodenseekreis wie in vielen Teilen Baden-Württembergs geht es um die Erhaltung der Kulturlandschaft. „Mir ist eine Verknüpfung von Heimatpflege mit Naturschutz persönlich wichtig, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen“. Auch Regierungspräsident Klaus Tappeser betont die Bedeutung eines gemeinsamen Dialogs und eines fachlichen Austauschs, wie beispielsweise beim Landschaftspflegetag. „Die Regierungspräsidien können als Mittler tätig werden, indem sie einerseits die Vorgaben der Landesregierung bündeln und weitergeben, aber andererseits auch gerne Anregungen der Basis entgegennehmen“.

Staatssekretär Dr. Andre Baumann führte aus, dass das Naturschutzbudget auch zukünftig weiter gestärkt werden soll, um die Kulturlandschaften und die große Artenvielfalt in Baden-Württemberg zu erhalten. So würde beispielsweise jeder zweite Streuobstbaum im Ländle stehen. Großen Anteil bei der Umsetzung von Naturschutzzielen habe das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000. Baumann erklärte: „Natura 2000 ist in allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eingerichtet. Mit über 27.000 ausgewiesenen FFH- und Vogelschutz-Gebieten und einer Gesamtfläche von knapp 1,2 Millionen Quadratkilometern stellt Natura 2000 das größte ökologische Schutzgebietssystem der Welt dar!“

Die weiteren Programmpunkte stellten die Themen Artenschutz, Öffentlichkeitsarbeit und die Förderung des Dialogs zwischen Landwirten und Naturschützern in den Fokus. Bei einer Busexkursion nach Hagnau und Bermatingen konnte sich das Fachpublikum vor Ort von den Bemühungen des Landschaftserhaltungsverbands Bodenseekreis überzeugen.

Der Ravensburger Fernsehsender RegioTV berichtete in einem Video von der Exkursion des Landschaftspflegetags.

Die Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg lädt zusammen mit dem LEV Bodenseekreis am 21. September 2017 zum landesweiten Landschaftspflegetag nach Markdorf ein. In der vielfältig genutzten Landschaft des Bodenseeraums kommen sowohl am Bodenseeufer als auch im Hinterland zahlreiche europäisch bedeutende Lebensräume und Arten vor. Das enge Miteinander von naturnahen Bereichen und intensiver genutzter Landschaft stellt besondere Anforderungen an den Naturschutz. Über einige Beispiele und Lösungsansätze wird zunächst im Vortragsteil am Vormittag in der Stadthalle Markdorf informiert und diskutiert. Anschließend werden bei einer Busexkursion verschiedene Themen wie die Evaluation des Streuobstförderprogramms des Bodenseekreises, Besucherlenkungsmaßnahmen für stark gefährdete Pflanzenarten des kiesigen Bodenseeufers oder der Schutz der Helm-Azurjungfer in Gräben und Bächen im Hinterland angesprochen und anschaulich präsentiert.

Weitere Informationen zur Tagung und Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Faltblatt.

Der LEV Bodenseekreis erhielt dankenswerterweise die Möglichkeit, sich und seine Arbeit in einem kurzen Fernsehbeitrag im Bodenseekreis-Fernsehmagazin 47 NEUN vorstellen zu können. Im Mittelpunkt des dreiminütigen Beitrags steht das endemische, d. h. nur hier vorkommende Bodensee-Vergissmeinnicht und die Schutzbemühungen, die der LEV zum Erhalt der Art und weiterer gefährdeter Pflanzenarten des Strandrasens unternimmt. Bei zwei Drehterminen am Bodenseeufer des westlichen Bodenseekreises wurde die Art vorgestellt und Maßnahmen, zum Beispiel zum Zurückdrängen von Konkurrenzpflanzen, präsentiert.

Der Fernseh-Beitrag aus der Juli-Ausgabe des Kreis-Magazins 47 NEUN kann unter folgendem Link angeschaut werden: www.youtube.com/watch?v=pMqr8kVsDEI

Der LEV Bodenseekreis lädt am Sonntag, den 14. Mai 2017 um 8:00 Uhr herzlich zu einer vogelkundlichen Fußwanderung zum Thema Sing- und Wasservögel am Bifangweiher bei Salem-Mimmenhausen ein.
 
Bei dem kostenlosen Spaziergang steht die Brutvogelwelt des Bifangweihers im Mittelpunkt. Als Teil des europäischen Vogelschutzgebiets „Salemer Klosterweiher“ gibt es hier sowohl zurückgezogen lebende Schilfbewohner als auch Wasservogelarten zu entdecken. Die eher unscheinbaren Teich- und Drosselrohrsänger fallen im Schilfröhricht am ehesten durch ihre charakteristischen Gesänge auf. Im Mai singen die Rohrsänger aus voller Kehle und den Exkursionsteilnehmern wird erklärt, wie man die Arten am Gesang auseinander halten kann. Da in den frühen Morgenstunden die Hauptaktivität der Singvögel stattfindet, beginnt die Exkursion auch relativ früh.
 
Auf den Wasserflächen des zur Fischzucht angelegten Bifangweihers lassen sich Vogelarten wie Kolbenente und Schwarzhalstaucher dagegen besser und den ganzen Tag lang beobachten. Garantiert zu sehen ist der Weißstorch, der direkt neben dem Weiher seinen imposanten Horst bezogen hat. Natürlich kommen bei der Wanderung auch Themen von Naturschutz und Landschaftspflege zur Sprache, die neben der Vogelwelt auch auf die Unterstützung weiterer Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume ausgerichtet sind.

Anlässlich eines Besuchs im Bodenseeraum hat sich der DVL-Vorsitzende Josef Göppel im Mai 2017 die Arbeit des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) Bodenseekreis erläutern lassen. Denn der LEV im Bodenseekreis ist, wie die meisten dieser Verbände im Land, Mitglied im Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL). Die LEV-Kernaufgabe, die Ziele von NATURA 2000 umzusetzen, wurde am Beispiel des eiszeitlichen Drumlins Gegez in Owingen als Teilgebiet des FFH-Gebiets „Bodenseehinterland bei Überlingen“ präsentiert. Für dieses europäische Schutzgebiet gibt es seit einigen Jahren einen Managementplan, in dem Maßnahmen vorgeschlagen werden, um den guten Erhaltungszustand von europäisch geschützten Lebensräumen und Arten zu gewährleisten.
 
An einem Steilhang, der das Potenzial hat, sich zu einem Kalk-Magerrasen zu entwickeln, bereitet die Verbuschung mit der aus Nordamerika stammenden Robinie, auch Falsche Akazie genannt, Probleme. „Nicht die Tatsache, dass dieser Neophyt große Dornen hat, sondern dass er als Leguminosenart in der Lage ist, den eigentlich für Pflanzen nicht nutzbaren Luftstickstoff zu binden und im Boden anzureichern, bereitet uns Kopfzerbrechen“, erläutert der LEV-Geschäftsführer Daniel Doer Herrn Göppel. Denn der von Natur aus nährstoffarme Magerrasen verträgt keine weitere Versorgung mit Stickstoff. „Anders als auf dem Acker, wo Leguminosen wie Klee gezielt zur Luftstickstoff-Bindung eingesetzt werden, ist ein größeres Nährstoffangebot für den Artenreichtum auf Kalkmagerrasen, der zumeist aus wenig konkurrenzkräftigen Kräutern gebildet wird, sogar schädlich“, fährt Landschaftsökologe Doer fort.
 
Auch der Lebensraumtyp „Magere Flachland-Mähwiese“, für deren Erhalt das Land Baden-Württemberg eine europaweite Verantwortung trägt, wurde beim Ortstermin angeschaut. Herr Göppel zeigte sich von der artenreichen Mähwiese beeindruckt: „Hier ist wirklich eine farbige Vielfalt mit Wiesen-Salbei und Margerite zu bewundern, die unbedingt über die Beratung von Bewirtschaftern zur passenden Nutzung erhalten werden sollte“. Bei Fragen zum Vorgehen für die Kontaktaufnahme zu Landnutzern konnte Herr Göppel wertvolle Tipps aus der Erfahrung seiner langjährigen Vorstandschaft beim Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) geben. So haben beide Seiten etwas von der Besichtigung der Flachland-Mähwiese und Magerrasen-Entwicklungsfläche am Gegez mitnehmen können.

Nachdem im Oktober eine Fachexkursion des „Dialogforums Landwirtschaft und Naturschutz“ in Bermatingen stattfand, wurde Mitte Februar zu einem Workshop mit dem Schwerpunkt Erwerbsobstbau in den Landgasthof Rössle in Kressbronn-Gattnau geladen. Neben dem NABU-Landesverband als Projektträger und dem LEV Bodenseekreis konnten auch der Kreisbauernverband Tettnang und die Marktgemeinschaft Bodenseeobst als Mitveranstalter gewonnen werden.

Jochen Goedecke, NABU Landwirtschaftsreferent, führte in das Projekt und ins Thema ein. Der Vorsitzende des Kreisbauernverbands Tettnang und LEV-Vorstandsmitglied Dieter Mainberger erläuterte die Bedeutung eines Dialogs zwischen Naturschützern und Landwirten. Im Folgenden wurden bei praktisch orientierten Vorträgen verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt: Daniel Doer ging als Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands der Frage nach, was Landwirte zum Erhalt von Tier- und Pflanzenarten beitragen und welche Förderungen sie hierfür erhalten können. Um den Ablauf einer Biodiversitätsberatung und deren Förderung ging es im Vortrag von Wolfgang Menner, Berater aus Kirchentellinsfurt. Und schließlich stellte Katja Röser von der Marktgemeinschaft Bodenseeobst konkrete Biodiversitätsmaßnahmen im Obstbau vor.

Anschließend entspann sich eine angeregte Diskussion zwischen den Referenten und den gut 60 Gästen, die gleichverteilt aus der Landwirtschaft, dem ehrenamtlichen Naturschutz und der Verwaltung stammten. Dabei wurde ein weiter Bogen von den Fördermöglichkeiten für den Erhalt von Streuobstwiesen, über das Einkaufsverhalten von Verbrauchern bis zur Entfremdung - auch der Bevölkerung aus dem ländlichen Raum - von den Themen Landwirtschaft und Natur gespannt. Auch wenn der Austausch deutlich länger als geplant dauerte, so konnten doch viele Themen nur angerissen werden. Daher entstand allseitig der Wunsch nach einem Folgetermin, um eine Plattform zu bieten, den gut gestarteten Dialog zwischen Landwirten und Naturschützern in Kressbronn konstruktiv weiterführen zu können.

2016

Der LEV Bodenseekreis hat sich sehr gefreut, dass er eine von 13 landesweiten Fachexkursionen des NABU-Dialogforums „Landwirtschaft und Naturschutz“ in den Bodenseekreis holen konnte. Mitte Oktober traf man sich zum Austausch auf dem Hof Homburger in Bermatingen, bevor gemeinsam verschiedene landwirtschaftliche Flächen besucht wurden. Bei einer Personenzahl von 25 interessierten Gästen aus Landwirtschaft und Naturschutz konnte ein intensiver Meinungsaustausch stattfinden. Herr Homburger stellte kurz seinen Betrieb vor und erläuterte an einem Linzgau-Korn-Feld den dazu gehörenden Blühstreifen. Herr Baader, Bäcker aus Frickingen und Initiator der Regionalvermarktungsinitiative Linzgau Korn ® erläuterte diese im Gelände. Es kamen natürlich auch kontroversere Themen wie die Problematik Artenschutz für die europäisch geschützte Libellenart Helm-Azurjungfer und Grabenpflege auf. Aber auch bei den schwierigen Themenkomplexen wurde sachlich, konstruktiv und lösungsorientiert diskutiert. Aufbauend auf die angesprochenen Themen, die Denkanstöße für alle Beteiligten und auf Basis der geknüpften Kontakte kann hoffentlich ein guter Dialog von Landwirtschaft und Naturschutz im Bodenseekreis fortgeführt werden.

Der Informationsstand des LEV Bodenseekreis auf dem großen Kreisfamilienfest am Tag der deutschen Einheit auf dem Schloss Salem war vor allem bei Kindern sehr beliebt. Das war insbesondere dem neuen Glücksrad zum Thema „Lebensraum Streuobstwiese“ zu verdanken. Neben Informationen zur ökologischen Bedeutung von Streuobstwiesen, die mit dem Glücksrad spielerisch vermittelt werden konnte, gab es auch Preise zu gewinnen. Einen kleinen Gewinn wie Möhren, Faltblätter oder Aufkleber konnten die Kinder mitnehmen, falls die Lebensräume auf dem Glücksrad passten, also ein alter Baum mit Naturhöhle oder ein Wildbienen-Hotel erdreht wurde. Wenn die Kinder eine seltene Art wie den Wendehals oder eine Sandbiene in ihrer Streuobstwiese „gefunden“ haben, gab es einen Hauptgewinn.

Neben Mitgebseln wie Honig- und Trinkgläsern konnten die Kinder auch Apfel-Angeln spielen und bei Erfolg einen Apfel mitnehmen. Einen ganz herzlichen Dank an alle Spender von Sachpreisen. Neben dem Angebot an Kinder hat der LEV aus Anlass des Familienfests auch allgemein seine Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit deutlich aufgestockt. Zwei neue Roll Ups informierten unter dem Motto „LEV - Brückenbauer zwischen Mensch und Natur“ über unsere Arbeit. Außerdem konnten gerne die druckfrischen Selbstdarstellungsflyer „Landschaftspflege im Bodenseekreis … gemeinsam umgesetzt“ mitgenommen werden. Eher an Erwachsene richtete sich auch das Angebot eines 1 ½-stündigen Spaziergangs in das benachbarte Naturschutzgebiet „Schwarzer Graben“. Dort wurden die interessierten Gäste in der herbstlichen Natur über die Zusammenarbeit mit Landwirten, z. B. beim Erhalt von selten gewordenen Feuchtwiesen, anschaulich informiert.

Mitte Juni lud der LEV zusammen mit den Kooperationspartnern Gemeinde Bermatingen, den Planungsbüros Helmut Hornstein und INULA sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Bodenseekreis Landnutzer zu einem Informationsabend über einen Gewässerunterhaltungsplan und den Schutz der Libellenart Helm-Azurjungfer in Bermatingen ein. Trotz zeitlicher Überschneidung mit dem EM-Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Polen erschienen fünfzehn interessierte Gäste im Bürgersaal in Bermatingen-Ahausen. Dort wurden Sie von verschiedenen Referenten darüber aufgeklärt, warum der Gewässerunterhaltungsplan zukünftig insbesondere zum Schutz einer besonderen Libellenart umgesetzt werden soll.

Die Helm-Azurjungfer ist eine im Naturraum Alpenvorland vom Aussterben bedrohte und deutschlandweit stark gefährdete Libellenart von Wiesenbächen, die nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) besonders geschützt ist. Es gibt sie nur noch an wenigen Stellen im Bodenseekreis und ein wichtiges Vorkommen existiert am Schwarzriedgraben in Bermatingen. Zum Einstieg in den Informationsabend stellte der Libellen-Experte Dr. Holger Hunger vom Planungsbüro INULA (Freiburg) die europäisch geschützte Helm-Azurjungfer mit ihren Gefährdungsursachen und Schutzmaßnahmen in einem Vortrag vor. Gefährdet ist die Helm-Azurjungfer insbesondere durch eine nicht naturschutzgerechte und zu intensive Grabenpflege. Daher lässt die Gemeinde Bermatingen zur Zeit einen Gewässerunterhaltungsplan für die drei Bereiche Gießbach, Brunachgraben und Schwarzriedgraben erstellen. Der Planentwurf wurde den betroffenen Landwirten vom Planungsbüro Hornstein vorgestellt, um ihre Anregungen zum Plan entgegennehmen zu können. Der Gewässerunterhaltungsplan soll helfen, die Schutzbedürfnisse der gefährdeten Libellenart mit der Gewährleistung eines ausreichenden Abflusses in den Gräben in Einklang zu bringen. Wenn der Plan einmal aufgestellt ist, wird er verbindlich von der Gemeinde Bermatingen in ihrer Zuständigkeit für die Gewässerunterhaltung umgesetzt.

Neben der zu intensiven Grabenräumung ist auch das Brachfallen von umgebenden Flächen wegen der Beschattung des Fließgewässers problematisch für die wärmebedürftige Helm-Azurjungfer. Unterstützen kann man die Libellenart dagegen, indem man die angrenzenden Flächen extensiv bewirtschaftet. Der damit verbundene Ertragsausfall oder Mehraufwand kann den Landwirten mit Landesmitteln aus der Landschaftspflegerichtlinie entgolten werden. Eine wichtige Aufgabe des LEV Bodenseekreis ist daher die Aufklärung von Anrainern über die Gefährdungsursachen von und Schutzmaßnahmen für die Libellenart. Daher stellte LEV-Geschäftsführer Daniel Doer beim Infoabend die Arbeit des Landschaftserhaltungsverbands und sich als Ansprechpartner für die Pflege der Grabenufer oder den Abschluss von Extensivierungsverträgen im Gewässerumfeld vor.

Damit sich die Landnutzer ein Bild vom Vorkommen der Helm-Azurjungfer in ihrer natürlichen Umgebung hätten machen können, war eigentlich eine Exkursion am Schwarzriedgraben geplant. Wegen des anhaltenden Dauerregens musste diese leider abgesagt werden, da die Libellen dann nicht fliegen. Wenn sich eine Gelegenheit ergibt, soll die Exkursion für Interessierte nachgeholt werden.
 

Exkursion des Landschaftserhaltungsverbandes Bodenseekreis e. V. (LEV) zum Europäischen Schutzgebiet am Bodenseeufer an den Campingplätzen Gohren und Iriswiese am Sonntag, den 1. Mai 2016.

Der LEV lädt am Sonntag, den 1. Mai 2016, recht herzlich zu zwei kostenlosen Fußwanderungen am Kressbronner Bodenseeufer ein: Um 10:00 Uhr am Campingpark Gohren und um 14:00 Uhr am Campingplatz Iriswiese.

Bei diesen Exkursionen zu Fuß können Sie die typischen Tiere und Pflanzen des europäischen FFH-Gebiets „Bodenseeufer östlich Friedrichshafen“ an den Campingplätzen „Gohren“ und „Iriswiese“ in Kressbronn kennenlernen. Auch wenn die ab Mitte Mai in den Streuwiesen auffällige Sibirische Schwertlilie noch nicht blüht, gibt es dennoch auf den Campingplätzen und in deren Umgebung bestimmt viel zu entdecken. „So können wir hoffentlich den Birkenzeisig beobachten, der insbesondere an diesem Uferabschnitt des Bodensees vorkommt“, macht Exkursionsleiter Daniel Doer vom LEV die Wanderung schmackhaft. Die meisten Brutvögel sind aus den Winterquartieren zurück und einige Wintergäste wie Schwarzhalstaucher können auch noch da sein. „Außerdem blühen die ersten Blumen in den artenreichen Streuwiesen, die traditionellerweise nur einmal spät im Jahr gemäht werden“, fährt der Landschaftsökologe fort.

Auf den beiden Campingplätzen werden jeweils die neuen Informationstafeln zum Europäischen Schutzgebietsnetzwerk NATURA 2000 feierlich enthüllt. Auf diesen werden die wichtigen Lebensräume Streuwiese und Seehag (typischer Auenwald am Bodenseeufer) mit ihren charakteristischen Arten wie Gelbbauchunke und Hirschkäfer vorgestellt. Anschließend geht es kurz in die Umgebung, zum Beispiel an den Tunauer Strand oder auf die Iriswiese, wo Naturschutzmaßnahmen zum Erhalt der wertvollen Lebensräume und Arten erläutert werden. „Es ist mir persönlich wichtig, die Menschen aufzuklären, wenn bei solchen Maßnahmen für den Naturschutz auch mal ein Weidengebüsch entfernt und ein Baum gefällt wird“, schildert LEV-Geschäftsführer Doer seine Beweggründe für das Aufstellen von Infotafeln und naturkundliche Führungen.

Weitere Informationen zum LEV Bodenseekreis auf der Homepage:
www.bodenseekreis.de/umwelt-landnutzung/landschaftserhaltungsverband.html.

Termine:
1. Mai 2016, 10:00 - ca. 12:00 Uhr (Campingpark Gohren)
und 1. Mai 2016, 14:00 - ca. 16:00 Uhr (Campingplatz Iriswiese)

Ort:
Campingplätze Gohren & Iriswiese (Kressbronn),
Treffpunkte: jeweils an der Information/Campingplatzverwaltung

Veranstalter:
Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V.

Leitung:
Daniel Doer (LEV Bodenseekreis)

Kosten:
Die Exkursion ist kostenlos

Mitbringen:
Bitte bringen Sie festes Schuhwerk und soweit vorhanden ein eigenes Fernglas mit

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist nicht notwendig
 

Der Landschaftserhaltungsverband (LEV) und die Untere Naturschutzbehörde Bodenseekreis suchen Partner in der Landschaftspflege. Gesucht werden Landwirte, Unternehmen oder Vereine, die gegen entsprechende Vergütung auch mit Handarbeit bei der Offenhaltung von Feuchtgebieten und Steilhängen oder anderen Naturschutzmaßnahmen mitwirken wollen. Aufgrund des schwierigen Geländes muss oft mit dem Einachsmäher gemäht oder von Hand gerecht werden. Manchmal können die Maßnahmen auch mit einem kleinen Schlepper oder Spezialgeräten durchgeführt werden. Auch Entbuschungsarbeiten inkl. Abräumen der Flächen werden regelmäßig beauftragt und setzen meist einen Motorsägenschein voraus. Naturschutzbehörde und LEV verfolgen mit den Maßnahmen das Ziel, naturschutzfachlich hochwertige Flächen durch angepasste Pflege bzw. Mahd zu erhalten.

Ansprechpartnerin Naturschutzbehörde:
Christiane Allgeier, Tel.: 07541 204-5270

Ansprechpartnerin Landschaftserhaltungsverband:
Jasmin Seif, Tel.: 07541 204-5071 
 

2015

Naturschutz-Fachleute informieren sich über spezielles Verfahren zur artenreichen Wieseneinsaat - Gemeinsame Veranstaltung der LEV Konstanz, Bodenseekreis und Ravensburg mit dem Netzwerk Blühender Bodensee.

Mehr als 60 Fachleute aus den drei Landkreisen Konstanz, Bodenseekreis und Ravensburg informierten sich am vergangenen Montag im Landratsamt in Friedrichshafen zum Thema Mähgut-Übertragung. Dabei handelt es sich um ein spezielles Verfahren zur Ansaat von artenreichen Wiesen mit lokal typischen Pflanzenarten.

Dr. Jochen Späth, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Dingolfing-Landau e. V., war aus Niederbayern an den Bodensee gereist, um seine langjährigen praktischen Erfahrungen mit der Mähgut-Übertragung zu präsentieren und mit den Naturschutz-Experten und Fachplanern zu diskutieren. Der Fachvortrag war eine gemeinsame Veranstaltung der drei Landschaftserhaltungsverbände Konstanz, Bodenseekreis und Ravensburg in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Blühender Bodensee, einer Initiative der Bodensee-Stiftung.

Bei der Mähgut-Übertragung geht es darum, das Mähgut von einer möglichst in der Nähe liegenden artenreichen Spenderfläche auf die Ansaatfläche zu übertragen. Damit werden vor allem die lokal typischen Artspektren und Sippen bewahrt und so ein hoher ökologischer Mehrwert erzielt. Dr. Späth wendet das Verfahren im Landkreis Dingolfing-Landau bereits seit mehreren Jahren mit Erfolg an, sowohl auf Naturschutzflächen als auch auf Ausgleichs- und Ökokontoflächen. Auf der Grundlage seiner Erfahrungen konnte er in seinem Vortrag die ökologischen Vorteile der Mähgut-Übertragung beschreiben und worauf es bei der praktischen Anwendung ankommt. Die richtige Auswahl der Spenderfläche, die kompetente Vorbereitung der Ansaatfläche und die fachgerechte Durchführung der Mähgutübertragung sind dabei die zentralen Erfolgsfaktoren. Ebenso wichtig sei aber auch die angepasste Folgepflege der Flächen.

Daniel Doer vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) Bodenseekreis betont, “dass die Mähgut-Übertragung eine gute Methode ist, um dem Pflanzenartenschwund entgegenzuwirken, den wir sogar in unseren Naturschutzflächen zu beklagen haben“. Im Bodenseekreis hat die Naturschutzbehörde bereits ein paar Erfahrungen mit dieser Technik gesammelt. „Sowohl vom LEV als auch von behördlicher Seite aus wird diese vielversprechende Methode bei uns im Kreis in Zukunft aber sicher verstärkt eingesetzt werden“, fährt Landschaftsökologe Doer fort.

Auch im Landkreis Konstanz hat Tilo Herbster, Geschäftsführer vom LEV Konstanz, bereits erste Flächen mit Mähgut geimpft: „Im Naturschutzgebiet Heudorfer Ried haben wir schon Erfahrungen mit Mähgutübertragung mit Erfolg gemacht. Schlüssel dazu ist die reibungslose Zusammenarbeit mit den beteiligten Landwirten und geeignetes Spendermaterial.“

Ähnliches kann auch Robert Bauer vom LEV Ravensburg berichten: „Die Mähgutübertragung wurde im Lkr. RV bisher an wenigen Stellen durchgeführt, hat dort jedoch sehr gut funktioniert. Für einige Wiesentypen, wie artenreiche Glatthaferwiesen, kann der Mangel an Spenderflächen eine Herausforderung bei der Umsetzung sein.“

Patrick Trötschler von der Bodensee-Stiftung freute sich abschließend über die vielen und unterschiedlichen Teilnehmer: „Das zeigt, dass die Mähgut-Übertragung ein interessantes Verfahren für viele Naturschutz-Akteure ist - für Kommunen, Fachbehörden, Landwirtschaft, Planungsbüros und Naturschutz-Organisationen.“
 

Netzwerk Blühender Bodensee

Das „Netzwerk Blühender Bodensee“ ist ein Projekt der Bodensee-Stiftung. Angesichts starker Rückgänge bei den heimischen Wildbienenarten und hoher Bienenverluste in den letzten Jahren wird deutlich, dass die Landschaft aus dem Gleichgewicht geraten ist. Mittlerweile zählt das Netzwerk Blühender Bodensee mit seinen 46 Mitgliedern (Landkreise, Städte und Gemeinden, Landwirte, Erzeugergemeinschaften und Regionalmarken, Imker, Unternehmen und Naturschutzgruppen) zu den größten und aktivsten Regionalinitiativen seiner Art im deutschsprachigen Raum. Insektenfreundliche Maßnahmen auf über 270 Hektar sind eine positive Zwischenbilanz nach fünf Jahren. Gefördert wird das Projekt vom Landratsamt Bodenseekreis. Die Veranstaltung fand im Rahmen des INTERREG-Projekts „Blühendes Bodenseeland“ statt.

Weitere Informationen unter www.bluehender-bodensee.net.

Anfang September besuchte Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen, den LEV Bodenseekreis, um sich über die Arbeit dieses neuen Vereins in seinem Wahlkreis zu informieren. Nach einem kurzen Auftakt in den Büroräumlichkeiten hat Herr Hahn die LEV-Arbeit hauptsächlich im Gelände erläutert bekommen. „Ich freue mich über die Gelegenheit, vor Ort etwas über die wichtige Arbeit des Landschaftserhaltungsverbands erfahren zu dürfen und habe daher bei den Mitarbeitern der Geschäftsstelle um einen Besuchstermin angefragt“, erläutert der Landtagsabgeordnete Hahn. Die vom LEV durchgeführten Landschaftspflege- und Öffentlichkeitsarbeitsmaßnahmen sollen am Beispiel der Helm-Azurjungfer plastisch vorgestellt werden. „Als die Anfrage von Herrn Hahn kam, habe ich mir überlegt, dass sich unsere Arbeit gut im Zusammenhang mit dieser seltenen und gefährdeten Libellenart erläutern lässt“, sagt LEV-Geschäftsführer Daniel Doer. Die Helm-Azurjungfer ist eine vom Aussterben bedrohte Libellenart von Wiesenbächen, die nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) besonders geschützt ist. Es gibt sie nur noch an wenigen Stellen im Bodenseekreis und ein Vorkommen existiert im Naturschutzgebiet „Berger Weiher“ (Kressbronn), das Teil des FFH-Gebietes „Argen und Feuchtgebiete bei Neukirch und Langnau“ ist. „Daher werden wir mit Herrn Hahn den Berger Weiher besuchen, an dem für die Zukunft Artenschutzmaßnahmen für diese attraktive Libellenart geplant sind“, fährt Landschaftsökologe Doer fort. Gefährdet ist die Helm-Azurjungfer insbesondere durch eine nicht naturschutzgerechte und zu intensive Grabenpflege. Aber auch das Brachfallen von umgebenden Flächen ist wegen der Beschattung des Fließgewässers problematisch für die wärmebedürftige Art. Daher ist die Aufklärung von Anrainern über die Gefährdungsursachen von und Schutzmaßnahmen für die Libellenart eine wichtige Aufgabe des LEV Bodenseekreis. 
 

Die Geschäftsstelle des LEV Bodenseekreis hat jetzt den Jahresbericht 2014 für ihr erstes Geschäftsjahr vorgelegt. In dem reich bebilderten Bericht werden neben grundsätzlichen Angaben zu Arbeitsweise und Organisation des 2013 gegründeten Vereins insbesondere die Kernaufgaben im Zusammenhang mit dem europäischen Schutzgebietsnetzwerk NATURA 2000 vorgestellt.

Wichtig ist hierbei die Umsetzung der in den Managementplänen vorgeschlagenen Maßnahmen zum Erhalt oder zur Wiederherstellung von guten Erhaltungszuständen der Lebensraumtypen und Arten. Dazu gehörten zum Beispiel die Eindämmung von pflanzlichen Neubürgern wie der amerikanischen Goldruten-Arten auf Streuwiesen in verschiedenen Naturschutz- und FFH-Gebieten im Bodenseekreis.

Als weitere Lebensraum verbessernde Maßnahmen wurden Entbuschungsarbeiten auf Pfeifengras-Streuwiesen am Bodenseeufer organisiert. Auch der Artenschutz steht im Zusammenhang mit NATURA 2000 auf der Agenda des LEV Bodenseekreis: Im Raum Bermatingen kümmert sich der LEV um den Schutz der letzten verbliebenen Vorkommen der FFH-Libellenart Helm-Azurjungfer an kleinen Wiesengräben. Und erste Abstimmungsgespräche für zukünftige Schutzmaßnahmen des sehr seltenen und endemischen Bodensee-Vergissmeinnichts, das ausschließlich auf nährstoffarmen und kiesigen Ufern des Bodensees wächst, wurden geführt.

Bei der Öffentlichkeitsarbeit wurde neben Pressemitteilungen und der Erstellung der LEV-Homepage auf Anfrage auch eine erste Exkursion zum Thema Fauna und Flora rund um Bermatingen begleitet.

Da der LEV neben den Kernaufgaben in den europäischen Schutzgebieten auch weitere Landschaftspflege-Themen bearbeiten möchte, werden ebenso die Projektideen zur Verbesserung der Pflegesituation von Ausgleichsflächen oder Ideen und Konzepte zur verbesserten Pflege von Streuobstwiesen vorgestellt.

Der Jahresbericht 2014 wurde an die Vorstandsmitglieder, den Fachbeiratsvorsitzenden Herrn Dr. Gabele, die Fördermittelgeber vom Regierungspräsidium Tübingen sowie an die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik im Kreistag verteilt.

 
Informationsmaterial zum Herunterladen:

Der LEV Bodenseekreis lädt am Samstag, den 25. April 2015 um 14:00 Uhr, recht herzlich zu einer kostenlosen Exkursion am Bodensee zwischen Hagnau und Immen-staad ein. Bei dieser Fußwanderung wird das europäische FFH-Gebiet „Bodenseeufer westlich Friedrichshafen“ an den Campingplätzen „Alpenblick“ und „Schloss Kirchberg“ zwischen Hagnau und Immenstaad mit seinen charakteristischen Pflanzen- und Tierarten vorgestellt. Als echtes Kleinod wird unter anderem die seltene Strandrasen-Pflanzengesellschaft mit dem endemischen Bodensee-Vergissmeinnicht besprochen. Endemisch heißt, dass die Art weltweit nur am Bodensee und an einem weiteren bayerischen Voralpensee vorkommt. „Viele Menschen scheuen keine Kosten und Mühen, um sich endemische Arten auf den entlegenen Galapagos-Inseln anzuschauen“, ist sich Exkursionsleiter Daniel Doer vom Landschaftserhaltungsverband sicher. „Dabei wissen viele gar nichts von den seltenen Pflanzen, die direkt vor ihrer Haustür am Bodensee wachsen“, vermutet der LEV-Geschäftsführer und verspricht: „Bei der Exkursion erhalten Sie Informationen zu den Arten mit einer spannenden Ökologie und was man zum Schutz der seltenen Strandrasen tun kann“.

Neben dem Bodensee-Vergissmeinnicht kommen im flachen Uferbereich auch Armleuchteralgen vor, die nur in sehr sauberem Wasser gedeihen können. „Wir werden sicher auch einige Brut- und Rastvögel zu Gesicht bekommen“, erläutert Doer. Zu letzteren zählen die Reiherenten, die im Bodensee nach Muscheln tauchen. Aber auch alles andere, was am Bodenseestrand kreucht und fleucht, wird bei der Exkursion nicht außen vor gelassen. Treffpunkt für die kostenlose Exkursion ist um 14:00 Uhr der gebührenpflichtige Parkplatz zwischen den Campingplätzen „Alpenblick“ (Hagnau) und „Schloss Kirchberg“ (Immenstaad), den man über eine Zufahrt parallel zur B31 erreichen kann.

FFH-Gebiete wurden nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union ausgewiesen und verfolgen das Ziel, ein europäisches Netzwerk von wichtigen Schutzgebieten zu errichten: Natura 2000. Um diese Natura-2000-Gebiete kümmert sich der 2013 gegründete Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V. in besonderer Weise und im gesamten Landkreis.

Weitere Informationen zum LEV Bodenseekreis finden Sie auf unserer Homepage: www.bodenseekreis.de/lev.

Termin:
Samstag, 25. April 2015, 14:00 - ca. 16:30 Uhr 

Ort:
Bodenseeufer zwischen Hagnau und Immenstaad;
Treffpunkt: Gebührenpflichtiger Parkplatz zwischen Campingplätzen „Alpenblick“ (Hagnau) und „Schloss Kirchberg“ (Immenstaad), Zufahrt parallel zur B31

Veranstalter:
Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V.

Leitung:
Daniel Doer & Jasmin Seif (LEV Bodenseekreis)

Kosten:
Die Exkursion ist kostenlos

Mitbringen:
Bitte bringen Sie festes Schuhwerk und soweit vorhanden ein eigenes Fernglas mit

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist nicht notwendig
 
 

Der Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e.V. (LEV) ist vor eineinhalb Jahren gegründet worden und hat mit der Besetzung der Geschäftsstelle im letzten Jahr die Arbeit aufgenommen. Auf Einladung von Dieter Mainberger, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Tettnang, stellt sich der LEV nun beim 6. Tettnanger Bauerntag am 25. Februar 2015 mit einem eigenen Informationsstand in der Argentalhalle in Tettnang-Laimnau vor. „Gerne unterstütze ich unseren neuen Landschaftserhaltungsverband, indem die Mitarbeiter den LEV und seine Arbeitsschwerpunkte bei uns auf dem Tettnanger Bauerntag vorstellen können“, erläutert Kreisbauernverbandsvorsitzender Mainberger, der gleichzeitig im Vorstand des Landschaftserhaltungsverbands ist. „Ich denke, dass der Bauerntag eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen ist. Denn ich bin überzeugt, dass Landschaftspflege nur dann gelingen kann, wenn Naturschützer und Landwirte vertrauensvoll zusammenarbeiten“, fährt Obstbauer Mainberger fort.

Der LEV Bodenseekreis ist wie alle Landschaftserhaltungsverbände im Land drittelparitätisch aufgebaut. Das heißt, dass Vertreter von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz in Mitgliedschaft und Vorstand gleichberechtigt zusammenarbeiten. „Ich freue mich über diese gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landnutzern, unseren wichtigsten Partnern in der Landschaftspflege“, erklärt Daniel Doer, Geschäftsführer des LEV Bodenseekreis, und hebt die baden-württembergischen Rahmenbedingungen lobend hervor. „Wir sind Herrn Mainberger dankbar, dass wir jetzt auf dem Tettnanger Bauerntag wertvolle Kontakte zu Landwirten und potenziellen Landschaftspflegern knüpfen können“, fügt Landschaftsökologe Doer hinzu.

Die Kernaufgabe des LEV ist die Umsetzung der Managementpläne für die Europäischen Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutzgebiete, die zusammen das europäische Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 bilden. So werden zum Beispiel feuchte Streuwiesen mit einem Schnitt im Jahr genutzt, um der gefährdeten FFH-Schmetterlingsart Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling einen Lebensraum zu bieten. Oder die Nutzung von mageren Flachland-Mähwiesen wird so ausgestaltet, dass die blumenbunten, artenreichen Wiesen erhalten bleiben.

Daneben kümmert sich der LEV auch um weitere Themen der Landschaftspflege, zum Beispiel um die dauerhafte Pflege von kommunalen Ausgleichsflächen. „Egal, ob wir uns um den Ameisenbläuling auf der Streuwiese oder um das Erreichen eines sinnvollen Ausgleichs durch die passende Bewirtschaftung einer Streuobstwiese kümmern, immer hängt der Erfolg unserer Maßnahmen von einer guten Zusammenarbeit mit den Landnutzern vor Ort ab“, ist LEV-Geschäftsführer Doer überzeugt. „Nach den vielen vorbereitenden Arbeiten im letzten Jahr wie dem Online-Stellen unserer Homepage freue ich mich jetzt darauf, richtig mit der Arbeit beginnen zu können. Und der Tettnanger Bauerntag ist dafür ein guter und passender Anlass“, erläutert Doer abschließend.

Weitere Informationen zum LEV Bodenseekreis finden Sie auf unserer Homepage:
www.bodenseekreis.de/lev.
 

2014

Der im vergangenen Jahr gegründete Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V. hat nun eine Geschäftsstelle und das nötige Personal, um seine Arbeit aufnehmen zu können. Geschäftsführer des neuen Verbandes ist Daniel Doer. Ihm zur Seite steht Jasmin Seif. Landrat Lothar Wölfle begrüßte beide in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) Bodenseekreis: „Ich heiße Sie herzlich im Bodenseekreis willkommen und wünsche alles Gute für Ihre Arbeit bei der Erhaltung unserer schönen Natur und Kulturlandschaft.“ Die Büroräume der Geschäftsstelle befinden sich direkt im Landratsamt, nahe dem Umweltamt der Kreisbehörde. „Die kurzen Wege erleichtern die fachlichen Abstimmungen mit der Naturschutzbehörde, die vor allem zu Beginn unserer Arbeit sehr häufig erforderlich sein werden“, erklärt dazu Geschäftsführer Doer.

Der Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis wurde im Juli 2013 gegründet. Neben dem Landkreis gehören derzeit 19 Städte und Gemeinden, drei regionale Naturschutz- sowie je zwei Landwirtschaftsverbände und Maschinenringe zu den Mitgliedsorganisationen im Verband. Der LEV soll sich im Wesentlichen um die kooperative Umsetzung der Kulturlandschaftspflege im Bodenseekreis kümmern. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Pflege und Entwicklung der europäischen Schutzgebiete, die im Netzwerk Natura 2000 zusammengefasst sind. „Ich freue mich auf die reizvolle Aufgabe, mich um europaweit gefährdete Lebensräume, Pflanzen- und Tierarten kümmern zu dürfen“, sagt Doer, der Anfang Juli seinen neuen Job antrat. Zuvor war der Diplom-Landschaftsökologe zehn Jahre als Naturschutzreferent an einer Biologischen Station in Nordrhein-Westfalen tätig. Jasmin Seif ist bereits seit dem Frühjahr an Bord. „Ich habe schon interessante Erfahrungen mit den stark gefährdeten, blütenreichen Flachlandmähwiesen im Hinterland und mit der Pflege der Riedwiesen am Bodenseeufer machen können und freue mich darauf, hier gemeinsam mit den Experten und Engagierten im Landkreis Gutes zu bewirken“, erklärt die Landespflegerin und Umweltplanerin.

Jetzt steht die Kontaktaufnahme mit den Gemeinden, Verbänden und anderen Mitgliedsorganisationen des LEV an. So sollen als nächster Schritt Themenschwerpunkte mit den Mitgliedern abgestimmt und Konzepte für mögliche Projekte entwickelt werden. „Wir wollen mit unserer Arbeit einen Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung verschiedener Lebensräume in der Kulturlandschaft des Bodenseekreises leisten und gerne Impulse für eine naturverträgliche Landnutzung geben“, betonen Doer und Seif. Positiv hervorzuheben sei, dass Kommunen, Naturschutz und Landwirtschaft im Landschaftserhaltungsverband mit gleichen Rechten eng zusammenarbeiten, denn „gemeinsam lässt sich mehr erreichen“. Diese oft auch als „Drittelparität“ bezeichnete Organisationsform ist bewährte Praxis der baden-württembergischen Landschaftserhaltungsverbände und daher auch in der Satzung des Bodenseekreis-Verbandes geregelt.
 

Hintergrundinformation:

Aufgaben des Verbands
Hauptaufgabe des LEV ist die Organisation der Landschaftspflege zur Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft. Ziel ist es, gemeinsam mit Landnutzern, Landbewirtschaftern und Naturschutzvereinen die reizvollen und vielfältigen Landschaftsbilder sowie die biologische Vielfalt im Landkreis zu erhalten. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Umsetzung der Managementpläne für die europäischen Natura 2000-Gebiete im Landkreis. Anreiz zur Unterstützung bei der Umsetzung der Lebensraum verbessernden Maßnahmen bieten die Förderkulissen des Landes wie die Landschaftspflegerichtline und entsprechende Agrarumweltförderungen. Durch diese Förderprogramme sollen die Ertragsausfälle im Verhältnis zu einer intensiven Nutzung der Flächen ausgeglichen werden. Eine weitere Aufgabe des LEV ist es, die ökologischen Zusammenhänge in der Kulturlandschaft öffentlichkeitswirksam und verständlich zu vermitteln.

Mitglieder
Der am 23. Juli 2103 gegründete Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis hat aktuell folgende Mitglieder: Bodenseekreis, die Gemeinden Bermatingen, Daisendorf, Deggenhausertal, Eriskirch, Hagnau, Heiligenberg, Kressbronn, Langenargen, Meckenbeuren, Neukirch, Oberteuringen, Owingen, Salem, Sipplingen, Stetten und Uhldingen-Mühlhofen, die Städte Friedrichshafen, Markdorf und Meersburg, BUND Bodenseekreis, Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, NABU-Bezirksverband Donau-Bodensee, Kreisbauernverband Tettnang e. V., Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband - Bezirksgeschäftsstelle Stockach, Maschinen- und Betriebshilfsring Tettnang e. V. und Maschinenring Deggenhausertal. Der Sitz des Verbands und der Geschäftsstelle ist in Friedrichshafen.

Bisher 26 Landschaftserhaltungsverbände im Land
Die ersten Landschaftspflegeverbände entstanden in den 1980er Jahren in Bayern, dort ist heute noch der Deutsche Verband für Landschaftspflege e. V. (DVL) als deutschlandweiter Dachverband der Landschaftspflege- und Landschaftserhaltungsverbände angesiedelt. Vor gut 20 Jahren wurde mit dem LEV Landkreis Emmendingen e. V. der erste LEV in Baden-Württemberg gegründet. Inzwischen gibt es 26 LEV in Baden-Württemberg, weitere sollen in den nächsten Jahren folgen.

Geschäftsstelle LEV Bodenseekreis
Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V.
c/o Landratsamt Bodenseekreis

Albrechtstr. 67, Raum 1.12
88045 Friedrichshafen
E-Mail: lev@bodenseekreis.de

Daniel Doer, Geschäftsführer
Tel.: 07541 204-5787
daniel.doer@bodenseekreis.de

Jasmin Seif, Stellvertreterin
Tel.: 07541 204-5071
jasmin.seif@bodenseekreis.de
 

2013

Im Bodenseekreis gibt es jetzt einen Landschaftserhaltungsverband. 16 Gründungsmitglieder kamen am Dienstagabend (23. Juli 2013) im Landratsamt zusammen, um die als eingetragener Verein strukturierte Organisation ins Leben zu rufen. Im Landschaftserhaltungsverband, abgekürzt LEV, haben sich Städte und Gemeinden aus dem Landkreis sowie Landwirtschafts- und Naturschutzverbände zusammengeschlossen, um gemeinsam die Themen Naturschutz und Landschaftspflege voranzubringen und zu gestalten. Weitere Akteure haben ihren Beitritt bereits angekündigt. Der Vorstand des neuen Vereins setzt sich paritätisch aus Interessenvertretern des Naturschutzes, der Landwirtschaft und der Kommunen zusammen. Vorsitzender ist Landrat Lothar Wölfle. „Mit der paritätischen Besetzung wird gewährleistet, dass Maßnahmen im Konsens mit allen Beteiligten umgesetzt werden. Dies erhöht die Effektivität und die Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen“, so der Landrat.

Hauptaufgabe des insbesondere von der Landesregierung befürworteten Konzepts der Landschaftserhaltungsverbände ist die Abstimmung und Organisation von Landschaftspflegemaßnahmen in Schutzgebieten und anderen ökologisch wertvollen Flächen. Ein Schwerpunkt der Arbeit des LEV Bodenseekreis wird dabei die Umsetzung der Managementpläne für Gebiete der europäischen Schutzgebietskategorie Natura 2000 sein, zum Beispiel dem Eriskircher Ried. Die Mitarbeiter des LEV sollen künftig in diesen Gebieten die notwendigen Landschaftspflegemaßnahmen durch geeignete Akteure wie Landwirte, Schäfer, Maschinenringe oder Naturschutzverbände organisieren. Der Landschaftserhaltungsverband erarbeitet das konkrete Pflegeprogramm für die jeweiligen Flächen gemeinsam mit diesen Akteuren und kümmert sich auch darum, Fördergelder zu beantragen.

Die Geschäftsstelle des Vereins wird sich in den Räumen des Landratsamts in Friedrichshafen befinden. Unmittelbar nach den Sommerferien werden die Stellen für die zwei hauptamtlichen Mitarbeiter ausgeschrieben und baldmöglichst besetzt. Finanziert wird der LEV durch Mitgliedsbeiträge sowie durch Zuschüsse des Landkreises und des Landes.
 

Geschäftsstelle LEV

Landschaftserhaltungsverband Bodenseekreis e. V.
c/o Landratsamt Bodenseekreis

Albrechtstraße 77, Raum Z 220
88045 Friedrichshafen 
lev@bodenseekreis.de

Daniel Doer, Geschäftsführer
Tel.: 07541 204-5787
Fax: 07541 204-7787
daniel.doer@bodenseekreis.de

Jasmin Seif, stv. Geschäftsführerin
Tel.: 07541 204-5071
Fax: 07541 204-7071
jasmin.seif@bodenseekreis.de
 

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag          08:00 - 12:00 Uhr
Montag bis Mittwoch      14:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag                      14:00 - 17:00 Uhr
 

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