Die Zukunft der Bodenseegürtelbahn

Im Auftrag des Dezernats für Umwelt und Technik wurde eine Machbarkeitsstudie für die Angebotsverbesserung auf der Bodenseegürtelbahn erarbeitet und in der Sitzung des Kreistags am 16. Juli 2013 behandelt:

  • Warum wurde untersucht?
    Das Land als Aufgabenträger räumt der Bodenseegürtelbahn bei der Angebotsplanung und Elektrifizierung eine niedrige Priorität ein. Die bisherigen Planungen des Landes hätten gravierende, negative Auswirkungen auf den Gesamt-ÖPNV im westlichen Bodenseekreis.
  • Was wurde untersucht?
    Das zukünftige Angebot an Zugleistungen entlang der Bodenseegürtelbahn zwischen Friedrichshafen und Radolfzell. Das neue verdichtete und systematisierte Angebot soll neben Angebotsmehrungen auch neue resp. zusätzliche Halte ermöglichen. Die Gutachter haben ein Variantenspektrum von Angebotskonzepten entwickelt und mit einer Nutzwertanalyse das Konzept mit dem größten Nutzen ermittelt.
  • Wie geht es weiter?
    Mit der vorhandenen Studie wird die Verwaltung mit den Entscheidungsträgern beim Land Baden-Württemberg in Verhandlungen treten.

Das dreiteilige sma-Gutachten (Angebotskonzeption, Potenzialabschätzung und Anhang zur Potenzialabschätzung) sowie die Beschlussvorlage und die Gremienpräsentation stehen folgend zum Download bereit.

Etappierung Vision 30-Minuten-Takt (Dieselbetrieb)

Ausgangslage:
Eine Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn ist trotz Anmeldung der Maßnahme vom Land für den Bundesverkehrswegeplan nicht so schnell zu erwarten. Eine der Voraussetzungen für eine elektrifizierte Bodenseegürtelbahn ist, dass auch die Hochrheinbahn zwischen Basel und Erzingen mit einer Oberleitung versehen wird. Momentan ist nicht absehbar, ob und wie schnell eine Elektrifizierung der Hochrheinstrecke umgesetzt wird.

Aufgabenstellung:
Um unabhängiger von der Entwicklung an der Hochrheinstrecke zu werden, hat das Landratsamt des Bodenseekreises die Firma SMA beauftragt, in einer Zusatzstudie die Machbarkeit eines 30-Minuten-Taktes im Dieselbetrieb zu prüfen. Eine Prämisse der Zusatzstudie ist die Aufwärtskompatibilität von eventuell notwendigen Infrastrukturausbauten, damit diese auch nach der Elektrifizierung zielführend genutzt werden können. Die Etappierung stellt nur einen Zwischenschritt ab dem Zeitpunkt einer elektrifizierten Südbahn dar. Das Ziel ist nach wie vor der 30-Minuten-Takt auf einer elektrisch betriebenen Bodenseegürtelbahn.