Prüfung zum Bodenseeschifferpatent sowie Bootsabnahmen

Bootsabnahmen

Bootsabnahmen finden ab 12. Mai 2020 wieder statt.
Termine können gebucht werden. Bereits gebuchte Termine bleiben bestehen.

Bitte beachten Sie folgende Informationen, Schutz- und Hygienemaßnahmen:

  • Bitte halten Sie den Mindestabstand von 1,5 m zum Sachverständigen und sonstige Hygieneregeln (richtig Hände waschen, niesen und husten) ein.
  • Der Sachverständige trägt bei der Abnahme einen Mund-Nasenschutz, wir bitten Sie ebenfalls darum.
  • Bei der Bootsabnahme darf neben dem Sachverständigen - soweit erforderlich - nur eine Person an Bord sein. Weitere Personen warten bitte in ausreichendem Abstand an Land.
  • Sofern Sie mit Ihrem Boot anlegen und alleine an Bord sind, hilft der Sachverständige beim Anlegen. Sind Sie mehrere Personen an Bord, hält sich der Sachverständige zurück.
  • Bitte legen Sie die Bootspapiere und die Mindestausrüstung vorab an Bord bereit.
  • Räumen Sie Zugänge zu Fäkalientanks sowie Abläufe an Wasch- und Spülbecken frei.
  • Machen Sie die Beleuchtung Ihres Schiffes an.
     

Praxisprüfungen zum Bodenseeschifferpatent 

Ab 29. Mai 2020 finden wieder praktische Prüfungen zum Bodenseeschifferpatent statt.
Die Prüfungstermine finden Sie unter "Prüfungstermine".

Bitte beachten Sie folgende Informationen, Schutz- und Hygienemaßnahmen:

  • Sowohl Prüfer als auch Prüflinge waschen sich die Hände bzw. desinfiziert diese bevor Sie auf das Prüfungsboot gehen.
  • Mindestabstand von 1,5m zum Prüfer und sonstige Hygieneregeln (richtig Hände waschen, nießen und husten) sind einzuhalten.
  • Das „An-Bord-gehen“ muss mit Abstand und geregelt von statten gehen.
  • Der Prüfer trägt bei der Prüfung einen Mund-Nasen-Schutz, Prüflinge und Schiffsführer werden gebeten, dies ebenfalls zu tun.
     

Theorieprüfungen zum Bodenseeschifferpatent

Ab 4. Juni finden wieder theoretische Prüfungen zum Bodenseeschifferpatent in Friedrichshafen statt. Die theoretischen Prüfungen in Stuttgart werden noch ausgesetzt. Aufgrund der momentanen Situation werden die theoretischen Prüfungen mit begrenzter Personenzahl in der Messehalle A 2 durchgeführt. Es kann daher zu ausgebuchten Terminen kommen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Es gelten auch bei den theoretischen Prüfungen die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln.
Es wird beim Eintritt in den Prüfungsraum um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gebeten.

Terminplan (pdf)

Theorieprüfung

Die theoretischen Prüfungen zum Bodenseeschifferpatent finden entweder in Friedrichshafen oder in Stuttgart statt.

Die genauen Prüfungsdaten für die Prüfung in Friedrichshafen werden eine Woche vorher hier eingestellt.

Für die Prüfungen in Stuttgart werden Einladungsschreiben mit den Prüfungsdetails an die Segelschulen gesandt.

Für Prüfungsbewerber, welche sich nicht über eine Segelschule angemeldet haben, gilt folgendes:

  • Über die Online-Anmeldung erhalten Sie per Mail eine Bestätigung mit entsprechender Uhrzeit und dem Prüfungsort. Sie erhalten kein Schreiben per Post.
  • Sollten Sie sich schriftlich angemeldet haben, erhalten Sie von uns per Mail oder Post ein entsprechendes Einladungsschreiben mit Uhrzeit und Prüfungsort. 
GebietAnzahl FragenMögliche PunkteMindestpunkte
a)  Allgemeines/Zulassung Bau- und Ausrüstung202016
b)  Schallzeichen, Lichterführung optische Signale10108
c)  Schifffahrtszeichen151512
d)  Ausweich- und Fahrregeln12129
e)  Umweltschutz, Seemannschaft12129
f)  Wetterkunde, Navigation10108
g)  Rheinstrecke (Alter Rhein/Seerhein)775
h)  Segeln allgemein202016
i)  Segeln Fahrregeln775

 
Die Segelfragen (Gebiete h) und i)) müssen nur von Bewerbern um das Patent der Kategorie D (Segelfahrzeuge) beantwortet werden. Inhaber des DSV-A-Scheins, des Sportbootführerscheins mit Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen unter Segel oder des Sportküstenschifferscheines sind davon ausgenommen.

  • Für die Beantwortung der Prüfungsfragen stehen folgende Zeiten zur Verfügung: Allgemeiner Teil 60 Minuten, Segelfragen 20 Minuten.
  • Die Prüfung ist bestanden, wenn die vorgeschriebenen Mindestpunktzahlen in allen Fachgebieten erreicht werden; ein Punkteausgleich innerhalb der einzelnen Prüfungsgebiete ist nicht möglich.
  • Die Verwendung unerlaubter Hilfsmittel sowie Gespräche mit dem Nebensitzer führen automatisch zum Ausschluss aus der Prüfung.

Praktische Prüfung

Allgemeines 

Die praktischen Prüfungen sind auf patentpflichtigen und zugelassenen Booten jener Kategorie abzulegen, für welche das Schifferpatent erworben werden soll. 
 

Das Prüfungsboot 

Ist vom Bewerber zu stellen. Es muss ausreichend Platz für mindestens 3 Personen haben. Die Prüfung wird nur in Begleitung eines Patentinhabers als verantwortlichem Schiffsführer abgenommen. Anleitende oder unterstützende Maßnahmen, die dem Zweck der Prüfung zuwiderlaufen, führen zum Abbruch der Prüfung. 
 

Bewertung der praktischen Prüfung 

Zum Bestehen der Prüfung ist es erforderlich, dass der Bewerber zur praktischen Anwendung der zur sicheren Führung eines Sportbootes erforderlichen Kenntnisse fähig ist. Ergibt die Prüfung, dass er die vorgeschriebenen Manöver und Fertigkeiten nicht beherrscht, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. 

Praktische Motorbootprüfung

Anlegen Backbord und Anlegen Steuerbord 

Diese Manöver können sowohl an einer Kaimauer, an einem Steg, einem Pfahl als auch einem anderen Schiff erfolgen. Für diese Manöver haben Sie drei Versuche. Zwei, einer von jeder Seite, müssen ausreichend sein.
 

Ablegen über Steuerbord und über Backbord 

Das Ablegemanöver wird wie folgt gefahren: "Kurzes vorwärts Eindampfen", rückwärts Absetzen, vorwärts wegfahren.
 

"Mann über Bord"-Manöver 

Bei diesem Manöver wird verlangt, dass beim Überbordgehen des Ringes das Getriebe ausgekuppelt und das Heck weggedreht wird. Um den Ring wieder aufzunehmen, ist gegen den Wind anzufahren. Der Ring muss mit der Hand aufgenommen werden, bei hochbordigen Schiffen kann der Bootshaken zugelassen werden. Für dieses Manöver haben Sie zwei Versuche, einer muss ausreichend sein.
 

Weitere Manöver 

Kursfahren; Wenden auf engem Raum; Allgemeines Verhalten im Verkehr; Rückwärtsfahren mit Richtungsänderungen; Ankermanöver; Einfahren in einen freien Liegeplatz (Box); Anlegen einer Rettungsweste; Anlegen eines Sicherheitsgurtes (lifebelt).
 

Zusatzteil "Nautische Kenntnisse"

Diese zusätzlichen Manöver (Kreuzpeilung, Kursfahren, Umgang mit der Seekarte, Erklären der wichtigsten nautischen Begriffe) werden nur von Bewerbern verlangt, die eine Prüfbescheinigung für die Prüfung zum amtlichen Sportbootführerschein mit Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen wollen. (Bei Nichtbestehen oder bei fehlendem Peilkompass kann später keine Bescheinigung für den ASBF See erteilt werden. Dies hat keine Auswirkungen für die Prüfung zum Bodenseeschifferpatent). Das Bestehen des Prüfungsteiles Navigation wird im Bodenseeschifferpatent nicht vermerkt.

Praktische Segelprüfung

Allgemeines 

Die praktische Segelprüfung für die Kategorie D kann nur durchgeführt werden, wenn ausreichend Wind vorhanden ist. D. h., es muss genügend Fahrt im Schiff sein, um die Prüfungsmanöver durchzuführen. Gegebenenfalls muss die Prüfung abgebrochen werden.
 

"Mann über Bord"-Manöver 

Es werden jeweils ein Manöver mit Q-Wende und eines mit Rettungshalse gefahren. Für jedes Manöver haben Sie zwei Versuche, einer muss ausreichend sein. (Sie müssen den Ring mit der Hand oder bei hochbordigen Schiffen mit dem Bootshaken aufnehmen können.) Das Schiff sollte dabei stehen. Bei einem Manöver wird ein Totalaufschießer gefahren. Die Manöver können aus verschiedenen Kursen eingeleitet werden.
 

Zusätzliche Manöver

  • Ankermanöver
  • Beidrehen 
  • Fahren verschiedener Kurse
  • Manöverkreis
  • Reffen unter Fahrt
  • Segel bergen
  • Segel setzen
  • Segel wechseln
  • Vorwindkurs mit Schiften

Klare Kommandosprache bei allen Manövern.

Knoten

Von jedem Prüfungsbewerber werden folgende Knoten geprüft:

  • Achtknoten
  • Belegen an einer Klampe
  • Doppelter Schotstek
  • Kreuzknoten
  • Palstek
  • Roringstek
  • Schotstek
  • Webleinstek 
     

Die Knoten sind ein wesentlicher Bestandteil der Prüfung. Wer keine ausreichenden Knotenkenntnisse hat, kann die Prüfung nicht bestehen. Die Knoten müssen mit ausreichend langen Leinen gezeigt werden.