Aktuelle Zahlen aus dem Bodenseekreis

  • labordiagnostisch bestätigte Infektionsfälle seit Ausbruch insgesamt: 291
    gestorbene Personen: 8
    aktuell als akute Infektionsfälle geltend: 1
    zwischenzeitlich als genesen geltend: 282
    (Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass das Virus in der Bevölkerung zirkuliert und die Zahl der Virusträger im Landkreis deutlich höher ist, als die labordiagnostisch bestätigten Fälle.)
  • stationär behandelte Personen in Kliniken im Landkreis: 1
    (Diese Zahl zeigt die Auslastung der Behandlungskapazitäten im Landkreis an. Es werden auch Patientinnen und Patienten mitgezählt, wenn diese nicht aus dem Bodenseekreis stammen. Personen aus dem Bodenseekreis, die in anderen Landkreisen behandelt werden, sind in dieser Zahl wiederum nicht erfasst.)
  • Personen in behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne: 7
    bereits wieder aus der Quarantäne entlassene Personen: 1.482
    (In diesen Zahlen sind die gemeldeten Infektionsfälle sowie Kontaktpersonen ersten Grades enthalten.)

(Stand 03.06.2020, diese Zahlen werden regelmäßig aktualisiert, abhängig von der Meldung neuer Fälle.)

Um den Persönlichkeitsschutz der Betroffenen zu wahren, macht das Landratsamt Bodenseekreis keine Angaben über deren Wohnort, Geschlecht oder Alter.

Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und damit das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, gelten weitreichende Einschränkungen für das öffentliche Leben. Eine Übersicht gibt das Landessozialministerium. 

Einige Städte und Gemeinden im Bodenseekreis haben darüber hinaus besondere Regelungen, z. B. für Veranstaltungen, Menschenansammlungen und das Betreten bestimmter öffentlicher Bereiche. Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten der Rathäuser.

Erreichbarkeit und Dienstbetrieb des Landratsamts

Info-Telefone

Gesundheitsamt Bodenseekreis:
Tel.: 07541 204-3300 (Montag bis Freitag von 09:00 bis 16:00 Uhr, nicht an Feiertagen)

Landesgesundheitsamt:
Tel.: 0711 904-39555 (täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr)

Jobcenter Bodenseekreis:
Tel.: 07541 204-5110 oder -3008 oder - 3800 (Montag bis Donnerstag täglich von 08:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr, Donnerstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr)

Familien-Stress-Telefon und Familien-Beratung durch die Familientreffs:
Infos unter Familie & Kinder

Hilfen bei psychischen Krisen:
Infos unter Psychische Krise

Wichtige Verhaltensregeln

Im Alltag und ohne konkrete Verdachtsmomente bieten diese einfachen Verhaltensregeln einen guten Schutz vor Infektionen:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife.
  • Nach Handkontakt z. B. mit anderen Personen oder Türklinken vermeiden, mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Andere Personen nicht anhusten und sich nicht anhusten lassen. Einmaltaschentücher benutzen bzw. Niesen oder Husten in die Armbeuge.
  • Auf Händeschütteln zur Begrüßung/Verabschiedung möglichst verzichten.
  • Möglichst immer mindestens 1,5 m Abstand zu anderen Personen halten.

Weitere allgemeine Hygienetipps gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.infektionsschutz.de/hygienetipps.

Symptome der Erkrankung

  • Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost.

Die weltweite Situation entwickelt sich sehr dynamisch und ist im Augenblick kaum vorhersehbar. Auch ist die Erkrankung noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht.

Aktuelle Hinweise gibt das Robert-Koch-Institut (RKI).

Verhalten im Verdachtsfall

  • Personen, die den Verdacht haben, mit Coronaviren infiziert zu sein und Krankheitssymptome haben, sollen sich zunächst telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung setzen. Nicht unangemeldet in die Praxis oder ins Krankenhaus gehen.
  • Hausärztin oder -arzt klärt dann mit dem Gesundheitsamt das weitere Vorgehen ab.
  • Bis zur weiteren Abklärung zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum beschränken.
  • Bei starken Symptomen und schlagartiger Verschlechterung an Wochenenden und Feiertagen: Ärztlicher Bereitschaftsdienst anrufen, Tel. 116117

 Robert-Koch-Institut: Bin ich betroffen und was ist zu tun?

Fieberambulanz (Corona-Praxis) in Friedrichshafen

Hier werden Menschen mit deutlichen, für Corona typischen Symptomen ärztlich untersucht. Die Ärztinnen und Ärzte werden nach der Untersuchung und einem Gespräch mit den Patienten entscheiden, ob eine stationäre Behandlung erforderlich ist bzw. weitere ärztliche Anweisungen geben. Es werden in der Fieberambulanz (Corona-Praxis) auch Abstriche für Laboruntersuchungen gemacht, wenn dies aus medizinischer Sicht sinnvoll ist.

Die Ambulanz soll die Kliniken und Praxen im Landkreis beim Erstkontakt mit Corona-Verdachtsfällen bzw. Menschen mit typischen Symptomen entlasten. Die Kliniken soll sich auf die Versorgung von Patienten mit stationärem Behandlungsbedarf konzentrieren können.

In der Fieberambulanz (Corona-Praxis) in der Messe Friedrichshafen werden Patienten nur nach vorheriger telefonischer Abklärung und Terminvergabe behandelt. Wer also bei sich den begründeten Verdacht auf eine Corona-Erkrankung sieht, ruft zunächst bei seiner hausärztlichen Praxis an und erhält dann die Informationen über das weitere Vorgehen. Nur Personen, die einen Untersuchungstermin erhalten sollen, werden durch das Gesundheitsamt angerufen. Bei starken Symptomen und schlagartiger Verschlechterung an Wochenenden und Feiertagen den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen, Tel. 116117.

Formular für Ärzte, um Patienten der Fieberambulanz zu melden
Anschreiben an Patienten (für Ärzte)

Leben in häuslicher Quarantäne

Für Menschen mit labordiagnostischem Nachweis von COVID-19 sowie deren enge Kontaktpersonen, für die eine häusliche Quarantäne angeordnet wurde, hat das Gesundheitsamt Informationsblätter herausgegeben. Sie enthalten nützliche Verhaltenshinweise und weiterführende Informationen für den Alltag in häuslicher Quarantäne.

Häusliche Quarantäne für Corona-Infizierte
Häusliche Quarantäne für Kontaktpersonen 

Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Entschädigung aufgrund Quarantäne
Personen, die sich aufgrund einer behördlichen Anordnung in häuslicher Quarantäne befinden und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, erhalten auf Antrag eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 Infektionsschutzgesetz. Voraussetzung dafür ist eine, im konkreten Fall personenbezogene, Absonderungsverfügung gem. § 30 Infektionsschutzgesetz, die durch das zuständige Bürgermeisteramt oder das Gesundheitsamt ausgestellt wurde.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die labordiagnostiziert an Covid-19 erkrankt sind, sind arbeitsunfähig, so dass die Leistungen des Arbeitgebers und der Krankenversicherung vorrangig eintreten. Für die Zeit der Krankschreibung besteht somit in der Regel kein Anspruch auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz, sondern Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach § 3 EntgFG. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden, erhalten für die Dauer der Quarantäne (höchstens jedoch sechs Wochen) von ihrem Arbeitgeber die Entschädigung ausgezahlt. Die Höhe entspricht grundsätzlich dem regulären Netto-Arbeitsentgelt für die Dauer der Quarantäne. Der Arbeitgeber kann dann innerhalb von drei Monaten nach dem Ende der Quarantäne einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um sich die an die Arbeitnehmerinnen/den Arbeitnehmer ausgezahlten Beträge erstatten zu lassen (§ 56 Abs. 5 und 11 Infektionsschutzgesetz).

Selbstständige
Selbstständige erhalten eine Entschädigung, wenn sie sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden. Unter die Verdienstausfallentschädigung gem. § 56 IfSG fallen allerdings keine finanziellen Einbußen und betrieblichen Verluste aufgrund von Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen gemäß der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 17.03.2020. Diesbezüglich verweisen wir auf die Soforthilfen für Selbstständige sowie auf das Arbeitslosengeld II beim Jobcenter.

Entschädigung aufgrund von Kinderbetreuung
Erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern unter 12 Jahren oder Kindern, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind, erhalten auf Antrag eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 Infektionsschutzgesetz, wenn sie aufgrund der Schließung von Kitas und Schulen einen Verdienstausfall erleiden. Voraussetzung dafür ist, dass sie in diesem Zeitraum die Kinder selbst betreuen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können. Dieser Entschädigungsanspruch ist am 30.03.2020 in Kraft getreten (Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite).
Weitergehende Informationen

Antragstellung
Zuständige Behörde für den Bodenseekreis ist das Regierungspräsidium Tübingen. Anträge werden in einem online-Verfahren über die Website www.ifsg-online.de gestellt und bearbeitet. Hier gibt es auch weitere Informationen. Die bisher bis zum 30. April beim Landratsamt Bodenseekreis eingegangenen Anträge werden gesammelt an das Regierungspräsidium Tübingen weitergeleitet.

Infotelefon Corona-Entschädigung:
Tel.:  0711 218200601 (Mo - Do 07:30 - 16:30 Uhr, Fr 07:30 - 12:30 Uhr)

E-Mail Corona-Entschädigung: 
entschaedigung-ifsg@rpt.bwl.de

COREY – Antworten zu Corona

Das automatische Dialogsystem (Chatbot) der Landesregierung hat Antworten auf viele Fragen zu Corona und den behördlichen Regelungen.

Chatbot COREY

Corona - Wir helfen einander

Multilingual Information on Corona

The Website of the Ethno-Medizinisches Zentrums
e. V. offers trustworthy information in many different languages.  www.covid-information.org