Aktuelle Zahlen aus dem Bodenseekreis

  • labordiagnostisch bestätigte Infektionsfälle seit Ausbruch insgesamt: 340
    gestorbene Personen: 8
    aktuell als akute Infektionsfälle geltend: 4
    zwischenzeitlich als genesen geltend: 328
  • stationär behandelte Personen in Kliniken im Landkreis: 1 
    (Diese Zahl zeigt die Auslastung der Behandlungskapazitäten im Landkreis an. Es werden auch Patientinnen und Patienten mitgezählt, wenn diese nicht aus dem Bodenseekreis stammen. Personen aus dem Bodenseekreis, die in anderen Landkreisen behandelt werden, sind in dieser Zahl wiederum nicht erfasst.)
  • Personen in behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne: 27
    bereits wieder aus der Quarantäne entlassene Personen: 1.738
    (In diesen Zahlen sind die gemeldeten Infektionsfälle sowie Kontaktpersonen ersten Grades enthalten.)

(Stand 07.08.2020, diese Zahlen werden regelmäßig aktualisiert, abhängig von der Meldung neuer Fälle.)

Um den Persönlichkeitsschutz der Betroffenen zu wahren, macht das Landratsamt Bodenseekreis keine Angaben über deren Wohnort, Geschlecht oder Alter.

Info-Telefone

Gesundheitsamt Bodenseekreis:
Tel.: 07541 204-3300 (täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr)

Landesgesundheitsamt:
Tel.: 0711 904-39555 (täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr)

Jobcenter Bodenseekreis:
Tel.: 07541 204-5110 oder -3008 oder - 3800 (Montag bis Donnerstag täglich von 08:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr, Donnerstag 14:00 bis 17:00 Uhr, Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr)

Familien-Beratung durch die Familientreffs:
Infos unter Familie & Kinder

Hilfen bei psychischen Krisen:
Infos unter Psychische Krise

Corona-Test nach Reise-Rückkehr

  • Alle Personen, die nach Deutschland einreisen (nicht Durchreise), haben Anspruch auf einen Corona-Test. Das gilt auch für die Rückkehr aus Regionen Deutschlands, für die das RKI ein erhöhtes Infektionsrisiko festgestellt hat.
  • Die Reise muss gegenüber dem medizinischen Personal mit Boarding-Pass, Ticket, Hotelrechnung oder ähnlichen Belegen nachgewiesen werden.
  • Der Test ist freiwillig und muss innerhalb 72 Stunden nach der Einreise erfolgen.
  • Weil ein negatives Testergebnis immer nur eine Momentaufnahme ist, wird fünf bis sieben Tage nach dem Einreise-Test eine Wiederholungstestung empfohlen.
  • Beide Tests sind für die Patientinnen und Patienten kostenlos.
  • Die Tests werden in der Regel durch haus-/allgemeinäztliche Praxen durchgeführt. Wer die Voraussetzungen für einen Test erfüllt, meldet sich dort telefonisch und erhält Informationen zum weiteren Vorgehen.
  • Personen mit Krankheitssymptomen müssen unbedingt das Verhalten bei Symptomen oder Verdacht auf Corona beachten (siehe unten auf dieser Seite).

Die Teststation am Flughafen Friedrichshafen ist nur für Flug-Ankünfte aus Risikogebieten besetzt. Passagiere, die in Deutschland bleiben (also nicht Durchreisende) können hier freiwillig einen kostenlosen Corona-Test durchführen lassen. Sie sollten ihre Versichertenkarte dabeihaben. Die Teststation am Flughafen hat KEINE öffentliche Sprechstunde. 

Reise-Rückkehr aus Risikogebiet

Wer 48 Stunden und mehr in einem Risikogebiet verbracht hat und nach Deutschland einreist, muss laut aktueller Corona-Verordnung zwingend diese Regeln befolgen:

  • 14-tägige häusliche Quarantäne: Auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere Unterkunft begeben und diese 14 Tage nicht verlassen. Kein Besuch von Personen, die nicht diesem Hausstand angehören. Die Quarantäne darf nur zum Aufsuchen des nächstgelegenen Testzentrums bzw. einer ärztlichen Praxis zur Durchführung eines Corona-Tests bzw. ärztlichen Untersuchung verlassen werden (nur mit Mund-Nasenbedeckung, möglichst nicht mit ÖPNV).
  • Ausnahmen: Für bestimmte Personengruppen wie Pendler, Berufskraftfahrer oder bei besonderen Umständen gelten Ausnahmen.
  • Meldung ans Rathaus: Unverzüglich die Ortspolizeibehörde (Gemeindeverwaltung) der Aufenthaltsgemeinde kontaktieren (NICHT das Landratsamt/Gesundheitsamt).
  • Test-Pflicht ab 8. August: In Baden-Württemberg ist es nun Pflicht einen Corona-Test zu machen, wenn man aus einem Risikogebiet kommt. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten:
    • Corona-Test vor der Einreise: Wer bei der Einreise einen negativen Test (PCR-Testung auf SARS-CoV-2-Virus) nachweisen kann, der nicht älter als 48 Stunden ist, kann von der Quarantäne befreit werden. Dieser Test muss in deutscher oder englischer Sprache vorliegen. Grundsätzlich werden alle Tests von allen Staaten der Europäischen Union sowie der Länder, die auf der Seite des RKI aufgelistet sind, akzeptiert.
      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html
    • Corona-Test nach der Einreise: Es ist auch möglich, sich innerhalb 72 Stunden nach der Einreise aus einem Risikogebiet testen zu lassen. Bis zum Zeitpunkt des negativen Testergebnisses muss jedoch die Quarantäne eingehalten werden.

Risikogebiete sind Staaten oder Regionen außerhalb der Bundesrepublik, für die laut Ministerium für Soziales und Integration ein erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Die Liste der Risikogebiete wird laufend auf der Webseite des Ministeriums für Soziales und Integration aktualisiert:
https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/verordnungen/risikogebiete/

Wichtige Verhaltensregeln

Im Alltag und ohne konkrete Verdachtsmomente bieten diese einfachen Verhaltensregeln einen guten Schutz vor Infektionen:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife.
  • Nach Handkontakt z. B. mit anderen Personen oder Türklinken vermeiden, mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Andere Personen nicht anhusten und sich nicht anhusten lassen. Einmaltaschentücher benutzen bzw. Niesen oder Husten in die Armbeuge.
  • Auf Händeschütteln zur Begrüßung/Verabschiedung möglichst verzichten.
  • Möglichst immer mindestens 1,5 m Abstand zu anderen Personen halten.

Weitere allgemeine Hygienetipps gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.infektionsschutz.de/hygienetipps.

Symptome der Erkrankung

  • Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost.

Die weltweite Situation entwickelt sich sehr dynamisch und ist im Augenblick kaum vorhersehbar. Auch ist die Erkrankung noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht.

Aktuelle Hinweise gibt das Robert-Koch-Institut (RKI).

Verhalten bei Symptomen oder Verdacht auf Corona

  • Personen, die den Verdacht haben, mit Corona-Viren infiziert zu sein und Krankheitssymptome haben, sollen sich zunächst telefonisch mit der hausärztlichen Praxis in Verbindung setzen. Bitte nicht unangemeldet in die Praxis oder ins Krankenhaus gehen.
  • Hausärztin oder -arzt klärt dann mit den Betroffenen das weitere Vorgehen ab. Kann die Praxis Corona nicht untersuchen bzw. behandeln, überweist sie diese an eine möglichst nahegelegene Schwerpunktpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung.
  • In Fällen, in denen die Hausärztin bzw. der Hausarzt telefonisch nicht erreicht werden kann, kann über den Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Tel. 116117 erfragt werden, wo es eine Corona-Anlaufstelle in der Nähe gibt und wie Sie dort einen Termin bekommen.
  • Bis zur weiteren Abklärung zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum beschränken.
  • Bei starken Symptomen und schlagartiger Verschlechterung an Wochenenden und Feiertagen den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen, Tel.: 116117.

Robert-Koch-Institut: Bin ich betroffen und was ist zu tun?

Corona-Tests

  • Corona-Tests werden in der Regel durch haus-/allgemeinärztliche Praxen durchgeführt. Ärztliche Praxen, die (mögliche) Corona-Patienten nicht versorgen können, überweisen diese an eine nächstgelegene Corona-Schwerpunktpraxis der kassenärztlichen Vereinigung.
  • Der Test ist für Personen mit typischen Symptomen sowie Reiserückkehrer kostenlos.
  • Für Personen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, gibt es aktuell keine Erstattungsregelung. Wer dennoch einen Test wünscht, muss derzeit die Kosten von rund 120 Euro selbst tragen.

Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Entschädigung aufgrund Quarantäne
Personen, die sich aufgrund einer behördlichen Anordnung in häuslicher Quarantäne befinden und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, erhalten auf Antrag eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 Infektionsschutzgesetz. Voraussetzung dafür ist eine, im konkreten Fall personenbezogene, Absonderungsverfügung gem. § 30 Infektionsschutzgesetz, die durch das zuständige Bürgermeisteramt oder das Gesundheitsamt ausgestellt wurde.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die labordiagnostiziert an Covid-19 erkrankt sind, sind arbeitsunfähig, so dass die Leistungen des Arbeitgebers und der Krankenversicherung vorrangig eintreten. Für die Zeit der Krankschreibung besteht somit in der Regel kein Anspruch auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz, sondern Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach § 3 EntgFG. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden, erhalten für die Dauer der Quarantäne (höchstens jedoch sechs Wochen) von ihrem Arbeitgeber die Entschädigung ausgezahlt. Die Höhe entspricht grundsätzlich dem regulären Netto-Arbeitsentgelt für die Dauer der Quarantäne. Der Arbeitgeber kann dann innerhalb von drei Monaten nach dem Ende der Quarantäne einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um sich die an die Arbeitnehmerinnen/den Arbeitnehmer ausgezahlten Beträge erstatten zu lassen (§ 56 Abs. 5 und 11 Infektionsschutzgesetz).

Selbstständige
Selbstständige erhalten eine Entschädigung, wenn sie sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden. Unter die Verdienstausfallentschädigung gem. § 56 IfSG fallen allerdings keine finanziellen Einbußen und betrieblichen Verluste aufgrund von Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen gemäß der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 17.03.2020. Diesbezüglich verweisen wir auf die Soforthilfen für Selbstständige sowie auf das Arbeitslosengeld II beim Jobcenter.

Entschädigung aufgrund von Kinderbetreuung
Erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern unter 12 Jahren oder Kindern, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind, erhalten auf Antrag eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 Infektionsschutzgesetz, wenn sie aufgrund der Schließung von Kitas und Schulen einen Verdienstausfall erleiden. Voraussetzung dafür ist, dass sie in diesem Zeitraum die Kinder selbst betreuen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können. Dieser Entschädigungsanspruch ist am 30.03.2020 in Kraft getreten (Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite).
Weitergehende Informationen

Antragstellung
Zuständige Behörde für den Bodenseekreis ist das Regierungspräsidium Tübingen. Anträge werden in einem online-Verfahren über die Website www.ifsg-online.de gestellt und bearbeitet. Hier gibt es auch weitere Informationen. Die bisher bis zum 30. April beim Landratsamt Bodenseekreis eingegangenen Anträge werden gesammelt an das Regierungspräsidium Tübingen weitergeleitet.

Infotelefon Corona-Entschädigung:
Tel.:  0711 218200601 (Mo - Do 07:30 - 16:30 Uhr, Fr 07:30 - 12:30 Uhr)

E-Mail Corona-Entschädigung: 
entschaedigung-ifsg@rpt.bwl.de

COREY – Antworten zu Corona

Das automatische Dialogsystem (Chatbot) der Landesregierung hat Antworten auf viele Fragen zu Corona und den behördlichen Regelungen.

Chatbot COREY

Corona - Wir helfen einander

Multilingual Information on Corona

The Website of the Ethno-Medizinisches Zentrum
e. V. offers trustworthy information in many different languages.  www.covid-information.org