Aktuelle Zahlen aus dem Bodenseekreis

  • Gestorbene Personen: 2
  • Personen in stationärer Behandlung: 13
  • Labordiagnostisch bestätigte Infektionsfälle seit Ausbruch: 196 (78 gelten zwischenzeitlich als genesen)
    Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass das Virus in der Bevölkerung zirkuliert und die Zahl der Virusträger im Landkreis deutlich höher ist, als die labordiagnostisch bestätigten Fälle. Denn es werden nur noch ausgewählte Personengruppen getestet. Um die Laborkapazitäten nicht zu überlasten, haben hierbei Menschen mit Symptomen plus bestimmten Risikofaktoren Vorrang. Hinzu kommt, dass die Laborbefunde teilweise erst einige Tage nach dem Abstrich vorliegen. Diese „Infektionszahl“ gibt also jeweils nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit vor einigen Tagen wieder.
  • Personen in behördlich angeordneter häuslicher Quarantäne: 376, 670 weitere Personen wurden bereits wieder aus der Quarantäne entlassen

(diese Zahlen werden täglich nachmittags aktualisiert)

Um den Persönlichkeitsschutz der Betroffenen zu wahren, macht das Landratsamt Bodenseekreis keine Angaben über deren Wohnort, Geschlecht oder Alter.

Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und damit das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, gelten weitreichende Einschränkungen für das öffentliche Leben. Eine Übersicht gibt das Landessozialministerium: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/

Viele Städte und Gemeinden im Bodenseekreis haben darüber hinaus besondere Regelungen für Veranstaltungen, Menschenansammlungen und das Betreten bestimmter öffentlicher Plätze. Viele Rathäuser haben außerdem ihren Kundenverkehr eingeschränkt.

Erreichbarkeit und Dienstbetrieb des Landratsamts

Info-Telefone

Gesundheitsamt Bodenseekreis:
Tel.: 07541 204-3300 (täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr)

Landesgesundheitsamt:
Tel.: 0711 904-39555 (täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr)

Corona-Entschädigung Bodenseekreis (Infos unten dazu):
Tel.: 07541 204-3400 (täglich von 08:00 bis 12:00 Uhr, donnerstags zusätzlich 14:00 bis 16:00 Uhr)

Familien-Stress-Telefon und Familien-Beratung durch die Familientreffs
Infos unter Familie & Kinder

Wichtige Verhaltensregeln

Im Alltag und ohne konkrete Verdachtsmomente bieten diese einfachen Verhaltensregeln einen guten Schutz vor Infektionen:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife.
  • Nach Handkontakt z. B. mit anderen Personen oder Türklinken vermeiden, mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Andere Personen nicht anhusten und sich nicht anhusten lassen. Einmaltaschentücher benutzen bzw. Niesen oder Husten in die Armbeuge.
  • Auf Händeschütteln zur Begrüßung/Verabschiedung möglichst verzichten.

Weitere allgemeine Hygienetipps gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.infektionsschutz.de/hygienetipps.

Symptome der Erkrankung

  • Fieber, Husten, Atemnot und ggf. Lungenentzündung.
  • Schwere Verläufe sowie Todesfälle traten bisher überwiegend bei Personen mit Vorerkrankungen auf.

Die weltweite Situation entwickelt sich sehr dynamisch und ist im Augenblick kaum vorhersehbar. Auch ist die Erkrankung noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht.

Aktuelle Hinweise gibt das Robert-Koch-Institut (RKI).

Verhalten im Verdachtsfall

  • Personen, die den Verdacht haben, mit Coronaviren infiziert zu sein und Krankheitssymptome haben, sollen sich zunächst telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung setzen. Nicht unangemeldet in die Praxis oder ins Krankenhaus gehen.
  • Hausärztin oder -arzt klärt dann mit dem Gesundheitsamt das weitere Vorgehen ab.
  • Bis zur weiteren Abklärung zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum beschränken.

Labor-Tests für alle?

Das Gesundheitsamt erhält aktuell viele Anfragen und Kommentare zum Thema Verfügbarkeit von Labortests. Hier steht tatsächlich eine steigende Nachfrage seitens der medizinischen Einrichtungen sowie aus der Bevölkerung den nicht beliebig erweiterbaren Laborkapazitäten gegenüber. Auch die dafür nötigen Materialen (Teströhrchen und Testkits der Labore) sind nur begrenzt lieferbar.

Diese wertvolle Ressource wird nun aber vorrangig für medizinisch dringende Fälle verwendet. Das sind insbesondere Patienten mit einem hohen Risiko. Also erkrankte Menschen mit relevanten Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sowie Personen, die in besonders sensiblen Bereichen arbeiten, insbesondere der Medizin oder der Altenpflege. Hier kann es lebenswichtig sein, schnell einen Laborbefund zu haben.

Es ist praktisch nicht leistbar, dass jede Person getestet wird, die dies wünscht. Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Virus kann negativer Laborbefund ansonsten gesunde Menschen möglicherweise sogar in einer trügerischen Sicherheit wiegen. Denn das Virus ist nur unter ganz bestimmten Bedingungen (unmittelbar vor, während und nach ausgeprägter Krankheitssymptome) nachweisbar und man kann sich jederzeit nach dem negativen Testzeitpunkt anstecken.

Der beste Beitrag, den jetzt jede und jeder für sich und andere leisten kann, sind das bekannte Hygieneverhalten und die soziale Distanz.

Fieberambulanzen (Corona-Praxen) in Friedrichshafen und Überlingen

Hier werden Menschen mit deutlichen, für Corona typischen Symptomen ärztlich untersucht. Die Ärztinnen und Ärzte werden nach der Untersuchung und einem Gespräch mit den Patienten entscheiden, ob eine stationäre Behandlung erforderlich ist bzw. weitere ärztliche Anweisungen geben. Es werden in der Fieberambulanz (Corona-Praxen) weiterhin Abstriche für Laboruntersuchungen gemacht, jedoch nur in medizinisch dringenden Fällen. Das sind insbesondere Risikopatienten und Personal aus dem Medizin- und Pflegebereich.

Die Ambulanzen sollen die Kliniken und Praxen im Landkreis beim Erstkontakt mit Corona-Verdachtsfällen bzw. Menschen mit typischen Symptomen entlasten. Die Kliniken sollen sich auf die Versorgung von Patienten mit stationärem Behandlungsbedarf konzentrieren können.

In den Fieberambulanzen (Corona-Praxen) in der Messe Friedrichshafen und am Berufsschulzentrum Überlingen werden Patienten nur nach vorheriger telefonischer Abklärung und Terminvergabe behandelt.

Wer also bei sich den begründeten Verdacht auf eine Corona-Erkrankung sieht, ruft zunächst bei seiner hausärztlichen Praxis an und erhält dann die Informationen über das weitere Vorgehen. Nur Personen, die einen Untersuchungstermin erhalten sollen, werden durch das Gesundheitsamt angerufen. Absagen können wegen der Fülle der Anfragen nicht geleistet werden.

Formular für Ärzte, um Patienten der Fieberambulanz zu melden

Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz

Personen, die sich aufgrund einer behördlichen Anordnung in häuslicher Quarantäne befinden und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, erhalten auf Antrag eine Entschädigung nach den Regelungen des § 56 Infektionsschutzgesetz. Voraussetzung dafür ist eine, im konkreten Fall personenbezogene, Absonderungsverfügung gem. § 30 Infektionsschutzgesetz, die durch das zuständige Bürgermeisteramt oder das Gesundheitsamt ausgestellt wurde.

Arbeitnehmer
Arbeitnehmer, die labordiagnostiziert an Covid-19 erkrankt sind, sind arbeitsunfähig, so dass die Leistungen des Arbeitgebers und der Krankenversicherung vorrangig eintreten. Für die Zeit der Krankschreibung besteht somit in der Regel kein Anspruch auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz, sondern Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach § 3 EntgFG. Arbeitnehmer, die sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden, erhalten für die Dauer der Quarantäne (höchstens jedoch sechs Wochen) von ihrem Arbeitgeber die Entschädigung ausgezahlt. Die Höhe entspricht grundsätzlich dem regulären Netto-Arbeitsentgelt für die Dauer der Quarantäne. Der Arbeitgeber kann dann innerhalb von drei Monaten nach dem Ende der Quarantäne einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um sich die an den Arbeitnehmer ausgezahlten Beträge erstatten zu lassen (§ 56 Abs. 5 und 11 Infektionsschutzgesetz).

Selbstständige
Selbstständige erhalten eine Entschädigung, wenn sie sich als Kontaktperson einer erkrankten Person in Quarantäne befinden.

Unter die Verdienstausfallentschädigung gem. § 56 Infektionsschutzgesetz fallen allerdings keine finanziellen Einbußen und betrieblichen Verluste aufgrund von Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen gemäß der Corona-VO des Landes Baden-Württemberg.

Die entsprechenden Anträge finden Sie direkt auf dieser Seite. Ob und in welcher Höhe eine Entschädigungsauszahlung erfolgen kann, muss im Einzelfall geprüft werden.

Infotelefon Corona-Entschädigung:
Tel.: 07541 204-3400 (täglich von 08:00 bis 12:00 Uhr, donnerstags zusätzlich 14:00 bis 16:00 Uhr)

E-Mail Corona-Entschädigung:
entschaedigung.corona@bodenseekreis.de  

Informationen für medizinisches Fachpersonal

  • Zum Umgang mit Verdachtsfällen und Diagnostik:
    www.rki.de/ncov
  • Kontakt zum Gesundheitsamt Bodenseekreis:
    Tel.: 07541 204-5841 (täglich von 09:00 bis 16:00 Uhr)

Infos für Jugendliche

Corona-Nachbarschaftshilfe